Mit dieser Körperhaltung gelingt dir ein sicherer Auftritt

Conny Kreuter erklärt, welche Körperhaltung welche Gefühle widerspiegelt und wie wir Unsicherheiten überwinden.

Wie lerne ich, standhaft zu bleiben?

Profitänzerin Conny Kreuter erklärt in 10 Lessons, wie sie durch das Tanzen standhafter und selbstbewusster geworden ist. Außerdem gibt sie uns Tipps, welche Atemübungen uns in Stresssituationen beruhigen und was es braucht, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Hier geht's zu Conny Kreuters freizeit Academy.

Mit beiden Beinen fest im Leben stehen - diese Metapher bringt ganz klar auf den Punkt, worum es in der freizeit.academy von Moderatorin und Profitänzerin Conny Kreuter geht. Die richtige Körperhaltung beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Art und Weise, wie wir auftreten und von anderen wahrgenommen werden. "Mit beiden Beinen fest im Leben stehen" steht für Standhaftigkeit, Selbstbewusstsein und Kontrolle über sein eigenes Leben. Wie du da hinkommst? Conny Kreuter verrät es dir in dieser Lesson.

Sieben Checkpunkte

"Heute zeige ich euch, welche Körperhaltung ihr am besten bei einer Präsentation oder bei einer Moderation auf einer Bühne einnehmt. Unser Körper muss dafür gestärkt werden. Dafür gibt es sieben wichtige Checkpunkte, die ihr vor und auch während der Situation immer wieder durchgehen könnt, um euch in eure volle Kraft zu bringen", sagt Kreuter. 

Wichtig sei vor allem, in seine eigene Kraft zu kommen. Wie das geht, zeigt uns Conny Kreuter vor.

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Deine Fußposition

Das Wichtigste: Die richtige Position deiner Füße. "Schau, dass du schulterbreit stehst. Probiere auch gerne unterschiedliche Fußbreiten aus", rät die Expertin. Auch die Fußspitzen spielen eine wichtige Rolle. In welche Richtung man diese drehen sollte, hängt unter anderem damit zusammen, welche Botschaft man vermitteln möchte, so Kreuter. "Wenn die Fußspitzen nach außen zeigen, ist das ein Zeichen dafür, dass ich offen und selbstbewusst bin. Wenn die Fußspitzen gerade aus zeigen, dann hast du meistens einen besseren Stand", meint Kreuter. Das symbolisiere vor allem Geradlinigkeit und Stärke. Zeigen die Fußspitzen nach innen, wirke es, als ob man schüchtern und unsicher sei. "Achte also darauf, dass deine Fußspitzen entweder gerade aus schauen oder nach außen zeigen", bringt es die Moderatorin auf den Punkt. 

Balance bedeutet nicht Starrheit

Punkt zwei: "The Centre of Gravity", also das Zentrum der Schwerkraft. Es befindet sich etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel. "Beim Tanzen sagt man, da sitzt das eigene Gewicht drinnen, das uns mit dem Boden verbindet. Dort fühlen wir uns sicher und standhaft", betont Kreuter. Dieses Zentrum muss man aber nicht starr an einem Punkt halten, so die Moderatorin weiter.

"Wenn du schulterbreit stehst, kannst du das Zentrum variieren, indem du zwischen den Füßen hin- und herpendelst. Du musst nicht starr und stocksteif auf einer Bühne stehen, du kannst ruhig in Bewegung bleiben", sagt die Profitänzerin. Diese Erfahrung machte sie auch schon beim Tanzen: Auch wenn es oftmals so wirkt, als würden Tänzer in einer bestimmten Position stoppen, sei das nur Illusion. "Als Tänzer bist du immer in Bewegung. Balance bedeutet nicht Starrheit, sondern stetige Weiterentwicklung." 

"Tänzer sind immer in Bewegung, auch wenn man das nicht immer auf den ersten Blick sieht", sagt Conny Kreuter.

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Das Zentrum der Präsentation

Das sogenannte Zentrum der Präsentation befindet sich in unserem Sonnengeflecht, sagt Kreuter und deutet auf einen speziellen Punkt an ihrem Brustbein. "Dieser Punkt ist dafür zuständig, dass wir uns gut präsentieren. Achte darauf, dass er immer diagonal nach oben gerichtet ist. Dadurch öffnet sich euer Brustkorb und das Dekolleté", erklärt Kreuter. Ihren Tänzern gibt sie immer ein Bild mit auf den Weg: "Schaut, dass euer Solar Plexus immer einen Sonnenaufgang zeigt, also man sich stetig ganz leicht immer weiter aufrichtet", sagt die Tänzerin. 

Ihren Tänzerin rät Conny Kreuter, darauf zu achten, dass ihr Solar Plexus einen Sonnenaufgang zeigt, ihre Körperhaltung also stets aufrecht ist.

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Lass deine Schultern hängen wie nasse Wäsche

Der nächste wichtige Checkpoint betrifft unsere Schultern. "Wenn man sich verstecken möchte, macht sich unser Körper automatisch klein und wir krümen die Schultern zusammen. In unsicheren Situationen schaltet unser Körper oft automatisch diesen Schutzmechanismus ein", so die Moderatorin.

Die Profitänzerin erklärt uns anhand sieben Checkpoints die richtige Körperhaltung.

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Für ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten sei es extrem wichtig, die Schultern nach hinten unten zu drücken. "Wenn du merkst, dass du unsicher wirst, atme einmal tief durch, spür dein Center of Gravitiy, öffne dein Sonnengeflecht und lass die Schultern hängen wie nasse Wäsche", meint die Expertin mit einem Lächeln. 

Leicht wie eine Feder

Warum sehen Tänzer immer so leicht aus? Laut Conny Kreuter hat das damit zu tun, dass sie wissen, wie sie ihr "Center of Lightness" aktivieren können. "Dieses Zentrum beginnt ab dem Brustkorb, geht hinauf über unsere Schulter bis hin zu unserem Kopf. Um diesen Eindruck von Leichtigkeit zu vermitteln, heben Tänzer ihren Brustkorb an und atmen gleichzeitig normal weiter", verrät Kreuter.

Die Profitänzerin vergleicht die ideale Körperhaltung mit einem Aufzug. "Während das Gewicht nach unten fährt, ist der Lift auf dem Weg nach oben. Und genau das passiert auch in unserem Körper. Das "Center of Gravity" zieht uns nach unten und gibt uns Sicherheit, während das "Center of Lightness" uns nach oben zieht und uns Leichtigkeit verleiht", bringt es Kreuter auf den Punkt. Welche weiteren Checkpoints es gibt, erfährst du hier in ihrer freizeit.academy.

Stephanie Angerer

Über Stephanie Angerer

Chronik-Redakteurin

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