Weitsicht: Die schönsten Aussichtspunkte in Oberösterreich

Oberösterreich hat eine hohe Dichte an Aussichtspunkten und -plattformen. Von oben aus begreift man einmal mehr, wie schön dieses Bundesland ist. Ein Überblick.

5-Fingers-Plattform am Dachstein

Auf einer kleinen Anhöhe am Sulzberg (1.041m) gibt es einen Aussichtsturm. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Moldaustausee, der schon jenseits der oberösterreichischen Grenze, in Tschechien, liegt. Hier weitet sich der Horizont und auch das Herz dehnt sich aus. Man fühlt sich leicht,  schweigt und genießt.  Belastendes und Probleme werden  hier oben ganz schnell ganz klein; so klein, dass man sie gar nicht mehr sieht.

Jetzt zählt nur der Blick in die Ferne, aber auch in die Höhe. Denn das Blau des Himmels ist nah, verleiht der Seele Flügel. Man atmet durch. Vielleicht ist es ja dieses Gefühl, warum Menschen so gerne Berge, Burg- und Kirchtürme erklimmen. Und natürlich Aussichtswarten. Hier wurde in den vergangenen  Jahren kräftig, teils auch in spektakuläre Konstruktionen, investiert. Die Dichte an Aussichtswarten und damit an sensationellen Panoramablicken ist in Oberösterreich  also hoch. Ob Schlögener Donaublick oder die „5 Fingers“ am Dachstein – da wie dort liegt einem das Land zu Füßen

Aussichtsturm am Grünberg

Über gut 1.400 Meter in rund 20 Meter Höhe schlängelt sich der Baumwipfelpfad durch den Bergmischwald am Gipfel des Grünbergs in Gmunden. Das Highlight des barrierearmen und kinderfreundlichen Wanderpfades ist  der 39 Meter hohe Aussichtsturm. Von hier aus erlebt man die Natur aus einer völlig neuen Perspektive.  Der Höhepunkt ist  der traumhafte Weitblick über  das gesamte Salzkammergut bis hin zum Dachstein. Runter geht es dann flotter: mit der Tunnelrutsche.

Aussichtsturm am Grünberg

©Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

Der Kulmspitz

Seit den 70er-Jahren gab es am Kulmspitz, dem 1.095 Meter hohen Berg oberhalb des Mondsees im oö. Salzkammergut, eine Aussichtswarte. Der Turm in Pyramidenform war  irgendwann  aber so baufällig, dass er abgetragen wurde.  Erst 2018 wurde die Idee eines Aussichtsturms wieder aufgegriffen und an Ort und Stelle neu verwirklicht. Seither ist die moderne Holzbaukonstruktion ein Wahrzeichen der Gegend mit einer fulminanten Aussicht auf die Region Mondsee-Irrsee. 

Der Kulmspitz

©TVB Mondsee-Irrsee

Der Aussichtsturm Göblberg am Hausruck

Exakt 210 Stufen müssen bewältigt werden, um den Aussichtsturm Göblberg bei Frankenburg am Hausruck auf 801 Meter Seehöhe zu erklimmen. Dafür wird die Anstrengung mit einem dramatisch  schönen 360°-Rundblick auf das Inn- und Mühlviertel belohnt. An Schönwettertagen kann man vom Ötscher über das Gesäuse und Salzkammergut bis hin zum Wilden Kaiser und weiter in den Bayrischen Wald und in Richtung München sehen.  

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Der aussichtsturm Göblberg am Hausruck

©Oberösterreich Tourismus/Hausruckwald/Tom Son

Aussichtsplattform Skywalk "Welterbeblick"

Am Skywalk „Welterbeblick“ sind Besucher dem Himmel ganz nah.  Wer sich hinauswagt auf die in  360 Meter Höhe freischwebende, 200 Tonnen schwere Konstruktion, wird mit einem sensationellen Blick  auf das malerische Hallstatt  samt See belohnt. Dank Salzbergbahn, Lift, Panoramabrücke ist die Plattform bequem  erreichbar und damit auch für Familien und Senioren interessant.
 

Aussichtsplattform Skywalk "Welterbeblick"

©Österreich Werbung/Muhamad Abushakra

Attergauer Aussichtsturm Lichtenberg

208 Stufen, Gesamthöhe 36 Meter, Plattformhöhe 32 Meter: Der Aussichtsturm am Lichtenberg bei Straß im Attergau ist konditionell gut machbar. Die Belohnung für die "Besteigung" kann sich jedenfalls sehen lassen. Von oben hat man freie Sicht auf den Traunstein, das Höllengebirge, den Attersee, den Dachstein und viele Naturschönheiten mehr in der Umgebung. Empfehlung: Die Turmbesteigung bietet sich als Höhepunkt einer leichten, etwa einstündigen Familienwanderung an, die von Thalham bei St. Georgen ausgeht. 
 

Attergauer Aussichtsturm Lichtenberg

©TVB-Attersee-Attergau/Moritz-Ablinger

Rundturm der Burgruine Prandegg

Mit 140 Metern Länge und einer Fläche von 2.435 m² ist Prandegg im Mühlviertel die zweitgrößte, besterhaltene Burgruine Oberösterreichs. Als erster Besitzer wurde 1237 Ruger der Pranter erwähnt. Seit 1823 ist Prandegg im Besitz der Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha. Was die Anlage auch so reizvoll macht, ist der 23 Meter hohe, begehbare Rundturm mit einem tollen Blick auf die Weiten des Granithochlandes. Danach empfiehlt sich ein Besuch der Taverne, wo Pächter Franz Leitner u. a. das beliebte Krustenbrot "Prandeggerl" anbietet. 

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Rundturm der Burgruine Prandegg

©Oberösterreich tourismus GmbH/Martin Fickert

Rudolfsturm Hallstatt 

Der Rudolfsturm am Eingang des Hallstätter Salzberg-Hochtals geht auf einen mittelalterlichen Wehrturm um 1300 zurück. Bis 1954 diente er den jeweiligen Bergbaubetriebsleitern als Wohnung. Die signifikante Positionierung knapp einen Kilometer oberhalb des Hallstätter Ortskerns erlaubt den perfekten Blick auf das UNESCO-Kulturerbe. Heute ist hier das Restaurant "Rudolfsturm" untergebracht, das nicht nur mit einem sensationellen Ausblick, sondern auch mit einer ausgesprochen guten Regionalküche lockt.

Rudolfsturm Hallstatt 

©Oberösterreich Tourismus GmbH/Martin Fickert
Cordula Puchwein

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