Darum bringt Dr. Motte die Loveparade zurück nach Berlin

Am 9. Juli zieht die Demo "Rave The Planet“ durch die deutsche Hauptstadt. Gründer Dr. Motte über die Neuauflage und warum Techno Kulturerbe werden soll.

Von der Disco Samstagfrüh zur After-Hour am Vormittag weiterziehen. Kurz ausrasten, Samstagnacht in die nächste Disco. Dann in der Früh zum mitunter nicht ganz legalen Open-Air-Rave. Und wer es ganz ernst nimmt, geht erst Montagmittag heim. Stundenlang auf der Tanzfläche zu stampfender, monotoner Musik den Alltagstrott hinter sich lassen. Sich dem gestrengen Blick der Türsteher unterziehen, die einen für würdig halten müssen, das ganze Spektakel mitzumachen. „Dit ist Berlin, wa!“, würde man in der deutschen Hauptstadt sagen. Hier ist das ganz normal.

Die Berliner Technokultur hat so ihre Besonderheiten und Eigenarten. Möglichst lang, möglichst viel, möglichst cool und gerne auch improvisiert. Aber sie hat es nicht leicht. Investoren spitzen auf die Plätze, wo das alles noch stattfinden kann. „Clubs werden aus der Stadt gedrängt“, sagt Dr. Motte, der einst die Loveparade ins Leben rief, mit Ärger in der Stimme zur freizeit. „Da will man wichtige Plätze wegkloppen. Das macht Berlin kaputt.“ Das ist mit ein Grund, warum am 9. Juli wieder eine große Parade durch Berlin ziehen soll.

Daniel Voglhuber

Über Daniel Voglhuber

Redakteur bei der KURIER Freizeit. Er schreibt dort seit Dezember 2020 über Reise, Kultur, Kulinarik und Lifestyle. Also über alles, was schön ist und Spaß macht. Er begann 2011 als Oberösterreich-Mitarbeiter in der KURIER-Chronik, später produzierte er lange unterschiedliche Regionalausgaben. Zuletzt war er stellvertretender Chronik-Ressortleiter.

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