Trogir Hafen Promenade

Dalmatien: Vier unbekannte Orte abseits der großen Attraktionen

Dalmatien hat viel versteckte Schönheit zu bieten – abseits von Zadar, Split und Dubrovnik. Hier sind die schönsten Destinationen.

Kaum ein Urlaubsland zieht die Österreicher so stark an wie Kroatien. Besonders Dalmatien hält einige Gustostückerl bereit. Split und Zadar sind die perfekten Ausgangspunkte für Tagesausflüge an versteckte Orte und magische Plätze am Wasser. 

Trogir

Alte Steinstraßen, enge Gassen und eine (kleine aber feine) Hafenpromenade machen Trogir zum Must-Visit in Dalmatien. Die Altstadt zählt seit 1997 zum UNESCO-Welterbe und erlangte bereits in den 60ern Ruhm, da sie als Drehkulisse für Winnetou diente. Die Kathedrale stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist von einem netten Plätzchen mit Cafés und versteckten Seitengassen mit soliden Fischlokalen umringt. In dem überschaubaren Ort gibt es eine sehr hohe Lokaldichte; Preise und Qualität können sich sehen lassen. Einen Espresso trinkt man am besten direkt an der Promenade in einer Hollywoodschaukel.

Insider-Tipp: Liebhaber von Meeresfrüchten sollten dem Royal einen Besuch abstatten. Sehr zu empfehlen: Oktopus auf Rucola mit Tomaten. 

Primošten

35 Minuten nord-westlich von Trogir befindet sich das pittoreske Primošten. Die Fahrt entlang der Küstenstraße allein ist eine Reise wert, zumindest wenn man ein Faible für romantisch-verlassene Gegenden hat. Hier wechselt sich die karge Landschaft des Hinterlands mit steilen Felsküsten ab. Die Insel ist durch einen Deich mit dem Festland verbunden und bietet eine Badegelegenheit im türkisfarbenen Meer. Da Primosten nicht von anderen Inseln umringt ist, herrscht hier höherer Wellengang als gewohnt – somit gibt es weniger Seeigel, vor denen man sich in Kroatien immer in Acht nehmen sollte. Die kleine Kirche auf der Anhöhe ist von einem wunderschönen Friedhof umringt. Schade nur, dass dessen Bewohner den atemberaubenden Meerblick nicht mehr genießen können.

Der Deich von Primošten ist auch bei Badegästen sehr beliebt.

©Getty Images/iStockphoto/xbrchx/iStockphoto

Insider-Tipp: Wer dem Touristenstränden um den Deich entfliehen will, begibt sich auf die westliche Seite der Insel. Dort gibt es Klippen mit leicht zu erreichenden Plateaus, die sich perfekt zum Baden abseits von neugierigen Augen eignen.

Šibenik

Hier dreht sich alles um die vier Festungen, die als venezianische Verteidigungsanlagen dienten. Besten Blick auf die Bucht bietet ein Rundgang um die Festung St. Michael. Wer etwas mehr Zeit einplant, macht einen Spaziergang entlang des Sveti-Ante-Kanals, der sich durch das örtliche Naturschutzgebiet schlängelt. Wer mit Kind und Kegel reist, kann auch die Strände des Amadria Parks & Solaris Hotel besuchen. Sie gehören zwar zu den Hotels, können aber auch von Durchreisenden benutzt werden.

sibenik festung rundgang

Plfichtprogramm: Ein Rundhang auf der Festung von Šibenik.

©Getty Images

Insider-Tipp: Der Garten des Klosters Hl. Laurentius ist nicht für Botanik-Fans ein tolles Erlebnis. Er beherbergt auch ein Café mit ungezwungenen Bistromöbeln, das sich mehr nach eigenem Garten als Gastrobetrieb anfühlt. 

Hoteltipps für Dalmatien

 

Wer modernes Interior-Design schätzt, steigt im Brown Beach House in Trogir ab. Der beheizte Outdoor-Pool sorgt auch in der Vor- und Nachsaison für Sommergefühle. 

 

Luxus pur bietet das Amadria Park Hotel Jure in Sibenik. Der weiße Strand und die großzügig gestaltete Parkanlage versetzt einen gedanklich fast in die Karibik. 

 

Primošten ist vor allem dann ein guter Ort zum Übernachten, wenn man authentisches Flair schätzt. Entlang der steilen Klippen gibt es viele Ferienapartments, die privat vermietet werden. Kleine Apartments sind oft auch an Cafés angeschlossen, zum Beispiel an der Taverna Marina.

 

Krka Wasserfälle

Das Städtchen Skradin ist das Eintrittstor zum Nationalpark um die Krka Wasserfälle. Die Stadt selbst beherbergt eine Festung und einige nette Cafés, ist aber vor allem für Segler reizvoll, da sich der Hafen in einer idyllischen Bucht befindet. Wer mit dem Auto anreist, unternimmt entweder eine 4 Kilometer lange Wanderung zum Nationalpark oder nimmt eines der stündlich auslaufenden Boote. Im Nationalpark angekommen, begibt man sich auf einen Rundgang, der u. a. durch eine alte Mühle und vorbei an kleinen Höhlen führt. Ein Holzsteg schlängelt sich oberhalb des Wasserfalls durch eine friedliche Auenlandschaft.

Oberhalb der Krka Wasserfälle schlängelt sich ein langer Steg durch die Auenlandschaft.

©Getty Images/Oleh_Slobodeniuk/iStockphoto

Insider-Tipp: Auf dem Weg nach Skradin kommt man entlang der E33/56 immer wieder an Schotter-Raststellen vorbei. Hier verkaufen örtliche Wein- und Olivenbauern ihre Waren aus Wohnwagen. Sieht man sie, heißt es: Zuschlagen! Die kaltgepressten Öle stellen geschmacklich alles in den Schatten, was man auf den touristischen Märkten oder gar im Supermarkt findet. 

Sandra Keplinger

Über Sandra Keplinger

Digital Producer bei freizeit.at. Die gelernte Fotografin liebt alle Themen rund um Ästhetik. Sie arbeitete als Foto- und Modechefin beim WIENER, schrieb über Mode und Beauty in der DIVA und war zuletzt CvD bei Falstaff LIVING.

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