Alaska wird immer öfter auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen

Auswandern wegen Hitze? Diese Länder sind eine Investition wert

Alaska, an der Küste Polens oder Schweden: Wo es sich kühler leben und urlauben lässt - und Immobilienpreise niedriger sind als in Österreich.

In den Norden ziehen - das ist wohl der erste Gedanke, wenn man der Hitze hierzulande dauerhaft entfliehen will. Dabei wurden in Ländern wie Schweden oder England gerade auch Temperaturen jenseits der 30 Grad gemessen. Tendenziell lebt es sich in nördlichen Ländern aber in Zukunft wahrscheinlich dennoch etwas kühler als in Österreich.

Wer den gesamten Sommer im kühleren Regionen verbringen will oder gar ans Auswandern denkt, der wird in folgenden Gebieten fündig, was Grundstücke, Häuser oder Wohnungen angeht.

Polen

In Danzig, der polnischen Hafenstadt an der Ostseeküste, hat es nächste Woche ca. 25 Grad. Wohnungen zwischen 50 und 80 Quadratmeter sind im Schnitt um die 150.000 bis 200.000 Euro zu haben.

Die historische Altstadt ist auch einen Sommerfrische-Urlaub wert. Etwa elf Stunden fährt man mit dem Zug von Wien nach Danzig. Im Verlauf des Jahres bewegt sich die Temperatur in der Regel noch zwischen -3 und 23 Grad.

Estland, Lettland

In den Städten Tallinn (Estland) und Riga (Lettland) sieht es ähnlich aus. Auf 30 Grad geht das Thermometer nächste Woche nicht hoch. In Estland liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohneigentum bei 2.971 Euro, in Österreich bei über 4.000 Euro.

Finnland

Teurer und etwas begehrter ist Wohnraum im Süden Finnlands. Etwa ein Viertel aller Finnen lebt im Großraum Helsinki, billiger wird es im ländlichen und nördlichen Bereich. Wer eine Immobilie kauft, zahlt etwa 4 bis 5 Prozent des Kaufpreises als Maklerprovision. In Nordfinnland gibt es beispielsweise für 136.000 Euro ein 100 Quadratmeter großes Haus inklusive einem Hektar Land. Siehe hier

Schweden

Schweden gilt bei Auswanderern als beliebt - zumindest landete das Land auf dem 1. Platz der Zufriedenheitsliste aller Auswanderungsziele von Deutschen. Für Österreich sind keine Zahlen bekannt. In großen Teilen Schwedens herrscht feuchtes Klima mit viel Niederschlag und relativ geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter.

In Schweden können EU-Bürger relativ einfach Häuser oder Grundstücke kaufen. Wer nicht rund um das ziemlich teure Stockholm leben will und Natur und Einsamkeit schätzt, der kann durchaus gute Angebote für Haus und Land finden. In Jämtland wird etwa ein Haus mit vier Hektar Grund und Gewächshaus um 215.000 Euro angeboten. Details hier

Dänemark

Im Nachbarland Dänemark kann ebenfalls relativ einfach Grund erworben werden, vorausgesetzt man hat fünf Jahre in Dänemark gelebt und Steuern bezahlt. Hier gilt Südjütland als günstigste Gegend. Am Immobilienmarkt gibt es viel Angebot, weil Dänen Ferienhäuser und Wohnungen verhältnismäßig schnell kaufen und verkaufen. Um unter 200.000 Euro gibt es kleine Häuser mit etwa 1.000 Quadratmeter Grund im Süden des Landes.

Niederlande

Im Norden gibt es bislang gemäßigtes Sommerwetter. EU-Bürger dürfen ohne Probleme Immobilien kaufen, müssen jedoch genau auf die Nutzungsart achten. Oft muss ein Gebäude als Erstwohnsitz gelten und dann vom Eigentümer oder Mieter dauerhaft bewohnt werden, um Leerstände im Winter zu vermeiden. Ferienhäuser dagegen haben meist sogar eine festgelegte Anzahl an Tagen, wie oft sie maximal genutzt werden dürfen. Tiny Houses mit ca. 40 Quadramter Wohnfläche gibt es im Norden ab etwa 100.000 Euro.

Irland

Auch die Sommer in Irland gelten als angenehm. Nächste Woche steigt das Thermometer in der Hauptstadt Dublin nicht über 23 Grad. Das Leben in Dublin gilt als günstiger als in Wien, Helsinki oder Paris, ist aber teurer als Berlin, Amsterdam oder Barcelona.

Wer seinen Sommer in Irland verbringen will: Um nicht ganz billige 2.500 Euro gibt es auf Airbnb Reihenhäuser einen Monat lang an der irischen Küsten zu mieten. Wer länger bleibt, kann um 900 Euro im Monat Häuser am Land mit einer Größe von 120 Quadratmetern zu mieten (hier).

Island

Noch um einiges kühler geht es in Island zu, hier gibt es auch im Sommer selten über 20 Grad Celsius. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten höher als in Österreich oder Deutschland. Lebensmittel sind teuer, ein halber Liter Bier kostet im Restaurant etwa acht Euro. Wer hier Urlaub machen will, hat einige Traumhäuser im Grünen zur Auswahl (siehe unten).

Alaska

In Alaska und dem angrenzenden Gebiet in Kanada hat es derzeit um die 20 Grad, ein Rekord für diese Gegend. Die Sommer sind kurz und in der Regel bislang nicht wärmer als 15 Grad. Geräumige Holzhütten für die ganze Familie mit mehr als einem Hektar Land in der idyllischen Natur gibt es ab etwa 200.000 Euro.

Ganz unkompliziert ist jedoch kein Kauf von Immobilien oder Grundstücken im Ausland. In EU-Ländern ist die Erwerbung und das Recht dauerhaft im Land zu leben grundsätzlich einfacher als in Kanada, wo ein Dauer-Visum beantragt werden muss.

Christina Michlits

Über Christina Michlits

Hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nach Kennenlernen des Redaktionsalltags bei Profil und IQ Style, ging es unter anderem zu Volume und dem BKF. Seit 2010 bei KURIER für die Ressorts Lebensart und Freizeit tätig.

Kommentare