Küchen-Tricks: So spart man Strom beim Kochen

Elektronische Küchengeräte verbrauchen eine Menge Energie. Damit eure Geldbörse nicht unnötig belastet wird, verraten wir euch, wo sich Strom einsparen lässt.

In Zeiten von steigenden Energiekosten werden Spartipps für den eigenen Haushalt immer beliebter. Der wohl einfachste Trick, um Geld zu sparen, ist das Nutzen von Restwärme. Denn Restwärme ist die Wärme, die bleibt, wenn Herd oder Backofen ausgeschaltet werden. Wer diese Wärme beim Kochen und Backen nutzt, kann sich hier und da ein paar Euros sparen.

Garen durch Restwärme

Wer Reis oder andere Teigwaren kocht, sollte stets einen Deckel auf den Topf geben, um Energie zu sparen. Noch mehr Strom lässt sich allerdings einsparen, wenn zunächst nur das Wasser mithilfe des geschlossenen Deckels zum Kochen gebracht und der Herd im Anschluss ausgeschaltet wird.

Die Restwärme des Herds temperiert das Wasser ausreichend, um die Nudeln im Topf zu garen. Nach circa zehn Minuten sind die Teigwaren al dente.

Wer beim Nudelkochen Energie sparen möchte, kann die Herdplatte ausschalten, sobald das Wasser kocht. Die Restwärme ist ausreichend, um die Nudeln fertig zu garen.

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Getränke erwärmen

Die Restwärme von Herdplatten eignet sich ebenfalls dafür, Flüssigkeiten zu erhitzen. Mithilfe eines Topfs oder Wasserkessels kann etwa Teewasser oder auch Kakao auf der bereits ausgeschalteten Herdplatte erwärmt werden.

Die Restwärme der Herdplatten reicht nach dem Kochen oft aus, um Wasser oder andere Flüssigkeiten zu erhitzen. 

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Kekse backen

Ein Auflauf oder Braten verweilt schon gerne zwischen 30 und 60 Minuten im Backofen, wobei enorme Wärme freigesetzt wird. Warum also nicht die Restwärme nutzen und beispielsweise Kekse damit backen? Dafür sollte der Keksteig allerdings schon fertig sein, sobald das Gericht aus dem Ofen geholt wird.

Einige Kekssorten brauchen nur zehn bis 15 Minuten im Backofen. Die Restwärme nach einer längeren Backzeit kann dafür genutzt werden, den Teig durchzubacken. 

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Zubereiten von Semmelwürfel und Knödelbrot

Wer keine Kekse mit der Restwärme backen möchte, kann auch selbst Semmelwürfel oder Knödelbrot herstellen. Dafür können Brot oder Semmeln verwendet werden, die nicht mehr gegessen werden. Einfach in kleine Würfel schneiden und mithilfe der Restwärme des Backofens trocknen.

Altes, nicht mehr essbares Brot oder harte Semmel eigenen sich dafür, aus ihnen Semmelwürfel oder Knödelbrot zu machen. Dafür backt man die Backwaren einfach in der Restwärme des Backofens.

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Gemüse trocken

Apropos trocken. Durch den Einsatz von Restwärme kann man sich auch leicht Vorräte anlegen. Dafür muss Gemüse ganz fein geschnitten und auf ein Backpapier verteilt werden. Das in der Restwärme getrocknete Gemüse kann im Anschluss jederzeit zum Verfeinern von Suppen und anderen Speisen verwendet werden.

In der Restwärme getrocknetes Gemüse eignet sich hervorragend, um Suppeneinlagen herzustellen. 

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Auftau-Hilfe

Oft reicht die Restwärme des Backofens tatsächlich noch dafür aus, Gerichte vom Vortag aufzuwärmen. Auch eingefrorene Lebensmittel tauen dank der übrigen Wärme schneller auf.

Einsatz von Wärmetherapie

Verspannungen im Rücken oder Bauchschmerzen? Die noch anhaltende Wärme des Backofens kann ebenfalls dafür verwendet werden, Körnerkissen oder andere aufheizbare Dinge zu erwärmen. Besonders zur kalten Jahreszeit ist dieser Einsatz der ein echter Spartipp.

Kirschkern- oder andere Körnerkissen können im Backofen erhitzt werden. Auch hier bietet es sich an, die Restwärme des Küchengeräts zu nutzen und Energie zu sparen. 

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Janet Teplik

Über Janet Teplik

Online-Redakteurin freizeit.at. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte zog die gebürtige Deutsche nach Wien und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt war sie stellvertretene Chefredakteurin bei der MG Mediengruppe. Sie interessiert sich für Kultur, Kunst und Musik und liebt das Reisen.

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