Zeit zum Glücklichsein: Fünf wichtige Glückshormone und wie man sie aktiviert

Der Winter ist vorbei und so langsam sollte auch der letzte "Blues" gespielt sein. Ein paar Tipps für all jene, die noch Schwierigkeiten haben, die lähmende Melodie zu vergessen.

Endlich brechen Sonnenstrahlen durch den dichtbehangenen Himmel und zaubern hier und da den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Das liegt aber nicht daran, dass die Sonne magische Fähigkeiten hat, die uns glücklich machen, sondern an den körpereigenen Glückshormonen. Diese sind Botenstoffe, die Wohlbefinden und Glücksgefühle hervorrufen können und meist eine stimulierende, entspannende und sogar schmerzlindernde-betäubende Wirkung haben. Es gibt also keinen Grund, diese Botenstoffe nicht vermehrt zu aktivieren. Wie das gelingt, erfahrt ihr hier.

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Was euch erwartet:

  • Dopamin und das Belohnungssystem
  • Serotonin als Wohlfühlhormon
  • Das Kuschelhormon Oxytocin
  • Positive Energie durch Endorphine
  • Noradrenalin für mehr Konzentration
  • Fazit

Dopamin und das Belohnungssystem

Dopamin gilt im Volksmund als Glückshormon, doch seine tatsächliche Bedeutung wird hauptsächlich im Bereich der Antriebssteigerung und Motivation vermutet. Es ist ein entscheidender Botenstoff für unser Wohlbefinden. Ist der Dopaminspiegel ausgeglichen, fällt es uns leichter, Ziele zu verfolgen. Der Grund dafür ist der Belohnungseffekt im Gehirn, der bei der Freisetzung eintritt. Ihr könnt also die Ausschüttung steuern, indem ihr kleinere Aufgaben erledigt oder eigene Bedürfnisse erfüllt. Auch das Feiern von Teilerfolgen kann bei der Aktivierung helfen.

Serotonin als Wohlfühlhormon

Serotonin besitzt im menschlichen Organismus vielfältige Wirkungen, insbesondere auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und das Nervensystem. Es ist als Wohlfühlhormon bekannt, das unter anderem das Schmerzempfinden sowie das Schlaf- und Sexualverhalten beeinflusst. Auch kommt dem Botenstoff eine wichtige Bedeutung zu, wenn es um die Erzeugung von Gefühlen wie Ausgeglichenheit und Zufriedenheit geht. Deswegen wird es auch als Stimmungsstabilisator angesehen. Um den Körper bei der Serotoninausschüttung zu helfen, könnt ihr meditieren, Yoga oder anderen Sport machen. Und auch in die Natur zu gehen, kann helfen.

Das Kuschelhormon Oxytocin

Als Kuschel- oder Bindungshormon bekannt ist Oxytocin. Ihm kommt eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von zwischenmenschlichen Beziehungen zu. Auch ist es für den Abbau von Stress zuständig, da es als Gegenspieler zum Stresshormon Cortisol für Entspannung sorgt. Ihr aktiviert den Botenstoff, wenn ihr Freunde, Familie, Haustiere oder gar euch selbst innig umarmt. Auch Komplimente führen zu einer Ausschüttung.

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Positive Energie durch Endorphine

Endorphine dienen dem Körper in erster Linie als natürliches Schmerzmittel, da sie im Gehirn und Rückenmark verhindern, dass Schmerzreize weitergeleitet werden. Darüber hinaus versetzt uns der körpereigene Stoff in eine Art Rauschzustand. Ihr könnt eurem Körper helfen, Endorphine zu produzieren, indem ihr ein Sonnenbad nehmt, Sex habt, herzhaft lacht, Sport macht oder auch etwas Scharfes esst.

Noradrenalin für mehr Leistungsbereitschaft

Auf Noradrenalin sind wir besonders bei stressigen Situationen angewiesen. Liegt also eine akute Bedrohung oder viel Stress vor, wird Noradrenalin im Gehirn freigesetzt, wodurch Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft steigen. Es löst die typischen Kampf- und Flucht-Reaktionen im Körper aus, wie etwa eine erhöhte Herzfrequenz. Dabei reicht das Schauen eines Horrorfilms oder eine Achterbahnfahrt schon aus, um den Botenstoff zu aktivieren.

Fazit

Wer also seine körpereigenen Glückshormone bei der Ausschüttung unterstützen möchte, sollte das durch Bewegung an der frischen Luft, Sport, Ernährung oder aber auch Nähe zu anderen Menschen und Lachen tun.

Janet Teplik

Über Janet Teplik

Digital Producer bei freizeit.at. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte zog die gebürtige Deutsche nach Wien und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt war sie stellvertretende Chefredakteurin bei der MG Mediengruppe.

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