Josh.: Ein paar einfache Tricks für Gitarren-Anfänger

Endlich ein Instrument spielen lernen. Aber: Mit welcher Gitarre soll man anfangen? Macht eine E-Gitarre Sinn? Wie lerne ich, ein lässiges Solo zu spielen. Josh. hat die Antworten.

Lerne, worauf es beim Musik machen ankommt

"Cordula Grün"-Komponist, Sänger und Musiker Josh. lädt euch in 10 Lessons dazu ein, mit ihm Musik zu machen. Hier geht es zu seiner freizeit Academy.

Cool sein mit Gitarre. Kein schlechtes Ziel, das hat schon Generationen von jungen oder auch gar nicht mehr so jungen NachwuchsmusikerInnen motiviert. Aber wohin soll die Reise gehen? Stahlseiten oder Nylon, Westerngitarre oder Ovation, eine Zwölfsaitige oder doch lieber eine elektrische Axt? Und wenn elektrisch, dann eine halbakustische oder einen Klassiker wie die Strat von Jimi? Oder vielleicht doch eine spanische? Weil das kommt schon auch ganz gut an und passt zum Silberschmuck aus dem letzten Urlaub ...

Josh., selbst nicht nur einer von Österreichs erfolgreichsten Popstars, sondern auch studierter Gitarrero, gibt eine überraschende Antwort:

"Das Wichtigste: Sie sollte dir gefallen", sagt er lächelnd. Weil wenn einem die allererste Gitarre schon einmal nicht gefällt, steht die Beziehung zu diesem wunderbaren Instrument von Beginn an unter einem schlechten Stern. Lernen kann man prinzipiell auf jeder Version, manche Teile sind halt durch das Zubehör, das sie benötigen, ein wenig sperriger als andere, einen Marshall Amp nimmt man nicht so einfach mit auf eine Geburtstagsparty. Oder einen Ausflug.

Mit kleinen Tricks zum großen Glück

Also, die Klampfe sollte einem gefallen, aber auch ein bissl praktisch sein für den Anfang. Hat man die mal ausgesucht - Achtung, auch auf Details wie die Saitenlage und ähnliches achten! -, hat man das Schwierigsten schon mal überstanden. Drei vier Griffe für den Anfang, dann kann's auch schon losgehen. Es ist erstaunlich, wie viele Klassiker damit schon möglich sind.

Josh. zeigt auch, wie man eine geniale und dabei genial einfache Erfindung nutzen kann, um aus wenigen Akkorden, die man kann, gleich viel mehr zu machen: den Kapotaster. Weiter geht's zu ersten Hits, die man ganz einfach nachspielen kann, und schließlich auch zu einem Song von Josh. himself - bei dem genau dieser Kapotaster ausgesprochen hilfreich wird.

Josh.

wurde am 22. Juni 1986 in Wien geboren. Nach dem Gymnasium studierte er Musik, Schwerpunkt Jazz, Gesangs- und Instrumentalpädagogik. Sein erster Hit war "Kein Sommer für einen allein" (gemeinsam mit Kathi Kallauch), der internationale Durchbruch gelang ihm 2018 mit "Cordula Grün", wofür er auch einen Amadeus erhielt. Vergangenen Sommer gelang ihm mit Expresso & Tshianti abermals ein goldprämierter Sommerhit. Alle Songs und Infos gibt's hier: joshsmusik.at

Und wie kommt man mit seinem ersten Solo groß raus? Auch das ist nicht soooo schwer, wie's vielleicht scheint. Aber ganz einfach ist es auch nicht. Der studierte Jazzer Josh. weiß, wie viel Übung hinter den Klängen, die oft so einfach klingen, stecken. Trotzdem, irgendwo haben auch Prince und Eric Clapton und John Mayer mal angefangen - und genau da ist auch jeder andere, der beschließt, sich ein wenig intensiver mit der Gitarre zu beschäftigen.

Und genau hier setzt Josh. an und zeigt, wie viel Spaß auch schon die frühen Erfolge machen können. Und mögen die Schritte noch so klein sein. Jeder Ton bringt einen weiter. Und dann gilt ganz einfach der uralte Grundsatz, den auch Herr Cordula Grün beherzigen musste: "Üben, üben, üben!"

Mehr Lessons gibt es hier.

Andreas Bovelino

Über Andreas Bovelino

Ex-Musiker, spielte in der Steinzeit des Radios das erste Unplugged-Set im FM4-Studio. Der Szene noch immer sehr verbunden. Versucht musikalisches Schubladendenken zu vermeiden, ist an Klassik ebenso interessiert wie an Dance, Hip-Hop, Rock oder Pop. Sonst: Texte aller Art, von philosophischen Farbbetrachtungen bis zu Sozialreportagen aus dem Vorstadt-Beisl. Hat nun, ach! Philosophie, Juristerei und Theaterwissenschaft und leider auch Anglistik durchaus studiert. Dazu noch Vorgeschichte und Hethitologie, ist also immer auf der Suche einer archäologischen Sensation. Unter anderem.

Kommentare