Film

Morricone-Retro: Spiel mir das Lied vom Tod für eine Handvoll Dollar

Das Österreichische Filmmuseum zeigt bis 3. März Filme mit der legendären Musik von Ennio Morricone

Selbst, wer kein Westernspezialist ist, kennt sie – die klagenden Mundharmonikaklänge aus „Spiel mir das Lied vom Tod“. Längst hat sich die berühmte Melodie zum Ohrwurm formiert und in jedes Trommelfell gebohrt. Noch einmal erhebt sie sich drohend, wenn Charles Bronson, die „Mundharmonika“, im Finale endlich Rache am Mörder seines Vaters nehmen kann.

Ennio Morricone komponierte die legendären Filmmusiken für Sergio Leones charismatische Italowestern – darunter die „Dollar“-Trilogie „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“. Sowohl Regisseur Sergio Leone, sein kongenialer Komponist Morricone wie auch Hauptdarsteller Clint Eastwood wurden damit auf einen Schlag berühmt. Der Erfolg trug Morricone zeit seines Lebens den Titel des Westernkomponisten ein, eine Bezeichnung, mit der er haderte. Sein kompositorisches Werk umfasste über ein halbes Jahrhundert hinweg an die 500 Soundtracks, von denen nur acht Prozent zum Westerngenre gehörten, wie er am Ende seiner Karriere gerne betonte.

Ennio Morricone, 1928 in Rom geboren und dort 2020 auch verstorben, begann seine Karriere als Jazz-Trompeter, ehe er Radio-Hits arrangierte und schließlich mit dem Italowestern-Boom endgültig seinen Durchbruch erzielte. Seine Kompositionen aus eingängigen Melodien, fusioniert mit verblüffenden Instrumentierungen – von der E-Gitarre bis zur Maultrommel – waren unverkennbar und schlugen sofort ein.

Das österreichische Filmmuseum würdigt (bis 3. März) das Schaffen von Ennio Morricone, der 2007 den Ehrenoscar und 2016 den Oscar für beste Musik zu Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ erhalten hatte. filmmuseum.at

Alexandra Seibel

Über Alexandra Seibel

Alexandra Seibel schreibt über Film, wenn sie nicht gerade im Kino sitzt.

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