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So schmeckt's im Nosh im 7. Bezirk in Wien
Arbër Qarri und Erlind Kasem taten sich mit dem langjährigen "fabios"-Koch Patrick Waclawek zusammen und übernahmen das ehemalige "Victus und Mili".
Kontakt
Einstweilen fräsen sich am Wiener Augustinplatz noch U-Bahn-Tunnelbohrer durchs Erdreich, (frühestens) 2028 soll hier ein Notausstieg der neu geführten U2 an die Oberfläche führen.
Beschreibung
€€€
Italienisch
75 von 100
Das ist zwar noch lange hin, die Gastronomen bringen sich aber schon in Stellung: Arbër Qarri und Erlind Kasemi, die schon seit einigen Jahren zwei coole "Vinyl-Bars" (in denen alte Schallplatten aufgelegt werden) führen, taten sich mit einem ihrer Stammgäste, dem langjährigen "fabios"-Koch Patrick Waclawek zusammen und übernahmen das ehemalige "Victus und Mili".
Wegen der Baustelle ist das Lokal von der Straße aus zwar unsichtbar, gut besucht ist es trotzdem, das Konzept dürfte stimmen: offene Küche, (vielleicht ein bisschen sehr) laute Musik, unkomplizierte Antipasti, interessant angelegte "Brote" und schließlich ein paar Hauptspeisen, die man weitestgehend unter "Comfort Food" kategorisieren könnte. Unter den Antipasti sticht der großartige "Prosciutto D’Osvaldo" aus Cormòns heraus, der zergeht nämlich sprichwörtlich auf der Zunge (10,50 €).
Auch die "Brote" sind italienisch angelegt, etwa "Spice & Slice" mit Spinata-Salami und Scamorza (13,50 €) oder "Mortadella Madness", eine Art Mortadella-Burger mit Provolone und Mayonnaise, sehr verführerisch (12,90 €). Die "Short Rib Croquettes" erwiesen sich als flaumige Fleischbällchen, die geschmacklich gegen die Käsesauce allerdings keine Chance hatten (18,50 €), Coq au Vin hingegen mürb, klassisch und köstlich (20,50 €).
Die Weinkarte ist klein, aber gut ausgewählt, der auf -20° gekühlte und dadurch ölige Amaro danach ist keine schlechte Idee.
Bewertung
37 von 50
8 von 10
10 von 15
20 von 25