Sansibar: Ein Restaurant, das man nicht vergisst

Maria Gurmann

von Maria Gurmann

The Rock, das kleine Restaurant auf einer Mini-Insel vor Sansibar, serviert frische Meeresfrüchte und herrliche Cocktails.

Überblick

Region

zu Tansania gehörende Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas

Bevölkerung

1,504 Millionen (2012)

Währung

Tansania-Schilling (TZS)

aktueller Wechselkurs

Auf der Insel vor der Küste Tansanias gibt es viel zu entdecken: duftende Gewürzplantagen, urige Dörfer, alte Sultanspaläste und einen unglaublichen weißen Sandstrand. Was Sansibar-Urlauber aber jedenfalls noch einplanen sollten, ist ein Besuch auf einer winzigen Insel (therockrestaurantzanzibar.com). The Rock nennt sich auch das kleine, urige Restaurant auf dem Felsen.

©Maria Gurmann

Auf diesem Eiland trafen sich ursprünglich die Fischer aus dem Dorf Michamvi. Die Idee, hier ein Restaurant zu bauen, in dem die frisch gefangenen Fische und Meeresfrüchte serviert werden, war goldrichtig. Heute ist The Rock ein wertvoller Teil ihres Lebens. Die Einnahmen kommen der Kichanga-Foundation und damit der Gemeinde von Michamvi zugute. Das Lokal für zwanzig Gäste wurde viele Monate liebevoll geplant und eingerichtet. Doch erst mussten die logistischen Herausforderungen gemeistert werden: Strom, Gas, Frischwasser, sanitäre Einrichtungen, WLAN, Lagerung, Abfallbeseitigung – und das alles unter Einhaltung einer minimalen Umweltbelastung. „Wir wollten die Schönheit des Ortes respektieren, die traditionelle Bauweise beibehalten und unkomplizierte, schnörkellose Speisen aus der Region als kulinarisches Erlebnis servieren“, sagt Kichanga-Mitbegründer Nigel Firman, der viele Hilfsprojekte fördert und entwickelt.

The Rock, Restaurant bei Sansibar.

©Getty Images/intek1/IStockphoto.com

Auf das Inselchen an der Südostküste Sansibars gelangt man bei Ebbe in fünf Minuten zu Fuß, bei Flut wird man mit einem Boot vom Michamwi-Pingwe-Strand abgeholt. Und der ist mit dem Auto in zehn Minuten von Paje, in fünfzig Minuten von Stone Town und in neunzig Minuten vom nördlichsten Zipfel Sansibars, Nungwi, zu erreichen. Mit Köstlichkeiten aus dem Meer wird man belohnt: Als Vorspeise hausgemachte Tagliatelle mit Hummer (17 €), Tintenfisch auf Kürbis, Erdäpfeln und Zwiebeln (16 €) oder frittierte Fischfilets mit Sauce Tatar (15 €). Als Hauptgang hat man die Qual der Wahl zwischen Hummer pur (je 500 Gramm 30 €) und dem „The Rock Special“ (Hummer, King Prawns, Oktopus und Calamari vom Grill um 50 €). Vegetarier wird das würzige Gemüsecurry oder das The-Rock-Kokos-Tiramisù schmecken. Zum Abschluss lässt sich in den Loungesesseln der Rock-Cocktail (Rum, Ananassaft, Blue Curacao) bequem schlürfen.

©Grafik

Tipps

Stone Town: In der sehenswerten Altstadt  in die Geschichte der Gewürz- und Sklaveninsel eintauchen  
Schnorcheln: Mit Delfinen schwimmen, bunte Fische und Korallen bewundern, inkl.  Inselpicknick ab 87 €/P, getyourguide.de
Buchtipp: Emily Ruetes (1844–1924) „Memoiren einer arabischen Prinzessin“, Saxonia Verlag

Sansibar, Strand.

©Getty Images/znm/IStockphoto.com

Infos

Anreise

Flug: Emirates, Qatar Airways, Ethiopian Airlines und Alitalia

Beste Reisezeit

Juni bis September

Maria Gurmann

Über Maria Gurmann

In Wien geboren, in Wien verwurzelt, auf der ganzen Welt zu Hause. Seit 1984 Redakteurin beim KURIER, erst Wirtschaftsressort, dann Sonntag-Ressort, jetzt Ressort Lebensart/Reise. Der Erfolg meines Berufs ist Neugier. Empathie ist mein Zauberwort. Humor mein Problemlöser. An meine Sucht – ja, ich bin Nachrichtenjunkie - hat sich die Familie gewöhnt. Und der Wissensdurst ist nach Interviews mit mehr als 450 interessanten Menschen noch immer nicht gestillt.

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