Tigernuts - super food - Stock-Fotografie

Erdmandeln: Warum man die kleinen Knöllchen täglich essen sollte

Eine geniale Alternative zu klassischen Nüssen sind die sogenannten Erdmandeln. Warum sie so gesund sind und was sie beim täglichen Verzehr bringen.

In Spanien sind die Erdmandeln bereits seit dem Mittelalter bekannt – hierzulande gelten sie eher als Geheimtipp unter den Superfoods. Dabei erinnert die Knolle der Erdmantel-Pflanzen, die auch Tigernuss genannt wird, in Form, Farbe und Geschmack an die klassischen Mandeln. Dennoch ist die Erdmandel weder ein Nussbaum noch ein Steinobst, sondern gehört zur Familie der Sauergrasgewächse. Ihr Name ist einzig und allein darauf zurückzuführen, dass sie vom Geschmack her an Mandeln erinnert. Was die Tigernuss so besonders macht.

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Obwohl die Geschichte der Erdmandeln schon weit zurückreicht, ist sie in Europa weitgehend unbekannt. In jüngster Zeit allerdings scheinen sich immer mehr Star- und Hobbyköche für die kleine Knolle und ihre kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten zu interessieren. Und das wahrscheinlich nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer speziellen Nährstoffe.

Welche positiven Nährstoffe in Erdmandeln stecken

Die unterirdischen Erdmandeln dienen der Pflanze als Nährstoffspeicher – und davon können die Menschen ordentlich profitieren, wenn sie diese verzehren. Es wird zwischen schwarzen, braunen und gelben Erdmandeln unterscheiden, die in Bezug auf den Nährstoffgehalt einige Unterschiede aufweisen. Die gelben Erdmandeln werden dabei bevorzugt verwendet, denn sie sind größer und farblich attraktiver, enthalten mehr Ballaststoffe, weniger Fett und beinhalten antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe.

So haben 100 Gramm der Knöllchen 25 Gramm Fett, welches in seiner Zusammensetzung dem Olivenöl ähnelt und insbesondere einfach ungesättigte Fettsäuren liefert. Außerdem beinhalten die Menge an Erdmandeln 62 Gramm Kohlenhydrate, wovon 33 Gramm Ballaststoffe sind. Dadurch tragen sie zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung bei und können einen gesundheitsfördernden Effekt erzielen. Denn Dank der Ballaststoffe bleibt man länger satt und die Verdauung wird angeregt. Zudem haben 100 Gramm von ihnen auch rund acht Gramm Eiweiß. Darüber hinaus beinhalten Erdmandeln viele Vitalstoffe, wie Magnesium, Calcium, Kalium und Phosphor, die sich auf die Gesundheit positiv auswirken können.

Die kleinen Knöllchen stellen eine perfekte Alternative zu klassischen Nüssen dar, denn sie haben auf 100 Gramm nur 370 Kalorien und sind damit deutlich fettärmer als die bekannten Varianten. Trotzdem ist die Erdmandel eine hervorragende Fettquelle mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Diese gelten als besonders gesund, da sie die Balance der Cholesterinwerte verbessern können. Während also das HDL-Cholesterin ansteigt, welches als gut gilt, wird das "schlechte" LDL-Cholesterin reduziert.

Darüber hinaus gelten Erdmandeln auch als Power-Nahrung für das Gehirn. Sie können die Konzentration fördern, aber auch Kopfschmerzen lindern und Schwindel vorbeugen. Darum sind sie für Schüler, berufstätige Menschen sowie Sportler gleichermaßen ideal als Snack, um kraftvoll durch den Tag zu kommen. Auch wird den kleinen Knöllchen heilsame Eigenschaften zugeschrieben: so sollen sie aphrodisierend, blähungstreibend, harntreibend, blutungsfördernd, stimulierend und stärkend wirken.

Die richtige Anwendung

Im Grunde können Erdmandeln genauso verwendet werden, wie andere Nüsse. Besonders gut machen sie sich als Topping für Joghurt und Müslis. Ganz fein gemahlen können sie zudem auch zum Backen verwendet werden – egal ob Brot oder Süßspeise.

Über Janet Teplik

Digital Producer bei freizeit.at. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte zog die gebürtige Deutsche nach Wien und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt war sie stellvertretende Chefredakteurin bei der MG Mediengruppe.

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