Acht Faktoren für ein längeres Leben

Selbst Achtzigjährige können noch das eine oder andere Jährchen gewinnen, wenn sie ihren Lebensstil ändern.

Menschen mittleren und höheren Alters sollten diese Ergebnisse einer japanischen Langzeit-Studie mit besonderem Interesse lesen. Beeindruckend ist nicht nur die Anzahl der Teilnehmer (fast 50.000), sondern auch der Beobachtungszeitraum (20 Jahre).

Die Forscher kommen auch zu einem durchaus motivierenden Schluss: Es gibt acht Faktoren, die dazu führen, dass wir länger leben. Danach lohnt es sich in jedem Alter, seinen Lebensstil umzustellen  –  wenn man 40 ist, gewinnt man damit natürlich mehr Lebensjahre. Aber selbst Menschen jenseits der 80 können so noch das eine oder andere Jährchen herausschlagen. Nicht zuletzt können Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Herzkreislauferkrankungen dem Schicksal ein Schnippchen schlagen.

Sportlich und ohne Zigarette

Untersucht haben die japanischen Forscherinnen und Forscher folgende acht Faktoren  – zum einen die Ernährung. Hier wurde untersucht, wie sich Obst und Gemüse, Fisch oder Milch auf die Lebenserwartung auswirken. Naheliegend auch, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befragt wurden, ob und wie häufig sie sich sportlich betätigen – etwa täglich spazieren gehen.

Weitere Faktoren waren der Body-Mass-Index, die Menge an Alkohol, die jemand in der Woche getrunken hat, sowie die Frage, ob jemand schon immer Nichtraucher war. Ebenfalls ganz wichtig: Haben die Menschen ausreichend geschlafen, nämlich 5,5 bis 7,4 Stunden pro Nacht.

Im Detail

Es lohnt sich, die Ergebnisse näher anzuschauen. Bei Männern hat zum Beispiel der Fisch- und Obstkonsum wenig Auswirkungen auf die Lebensdauer gehabt, während es bei Frauen die Milch war, die keine positive Folgen zeigte.

Wer als 40-Jähriger hingegen Wein oder Schnaps nur in Maßen trinkt, der kann sein Leben um bis zu fünf Jahre verlängern. Wer dann noch auf das Rauchen verzichtet, der kann sich über weitere vier Jahre freuen.

Besonders ausgezahlt hat sich der gesunde Lebensstil übrigens für Menschen mit Vorerkrankungen. So sollten etwa Diabetiker nicht nur auf Alkohol und Nikotin verzichten, sondern auch danach trachten, sich von überflüssigen Kilos zu befreien – ein paar Extrajahre sind hierfür doch eine schöne Belohnung.

Ute Brühl

Über Ute Brühl

Seit 2008 gibt es den KURIER-Schüleranwalt. Vom ersten Tag an kümmerte ich mich gemeinsam mit Andreas Salcher um die Sorgen von Schülern, Eltern und Lehrern. Tausende Mails habe ich seither beantwortet, Hunderte Telefongespräche geführt, wenn die Angst vor dem Nachzipf groß oder der Ärger über einen mobbenden Lehrer riesig war. Oder Eltern melden sich, wenn sie nicht wissen, welche Schule die richtige für ihr Kind ist. Lehrer, die unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten müssen, holen sich Rat. Seit 2011 bin ich allein für den Schüleranwalt verantwortlich.

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