Ein Stück Gaumenfreude

Fleisch ist ein kulinarischer Schatz und sollte so behandelt werden: Ein bewusster, nachhaltiger Umgang mit dem Lebensmittel und der Blick auf Labels fachen die Vorfreude auf den Genuss dann nur zusätzlich an.

Fleisch enthält  wichtige Nährstoffe,  die für eine gesunde Ernährung wichtig sind: wie hochwertiges Eiweiß, Zink, jede Menge Eisen und B-Vitamine. Allerdings kann gerade der  übermäßige Konsum von rotem Fleisch  (wie Rind, Schwein oder Lamm) und verarbeitetem Fleisch das Risiko für bestimmte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs erhöhen. Neben ein bis zwei Portionen Fisch (jeweils ca. 150 g) empfiehlt die Österreichische Ernährungspyramide der AGES pro Woche maximal drei Portionen fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstwaren (insgesamt 300 bis 450 g pro Woche). Auch wenn die Zahlen seit einiger Zeit leicht sinken, zeigt  die Statistik, dass wir hierzulande fast dreimal so oft zulangen. Hochgerechnet auf das ganze Jahr 2021 betrug der  Pro-Kopf-Konsum 58,9 kg.  Ein nachhaltiger Konsum sieht  Fleisch dagegen nicht  als  schnell verfügbare  Alltagsware, sondern wägt die Auswirkungen des Konsums auf  Umwelt, Tierwohl und die eigene Gesundheit ab. Da die Handlungsmöglichkeiten individuell unterschiedlich sind, gibt es nicht die eine Vorgehensweise. Der Überblick zeigt, worauf man achten kann: 

Qualität statt Quantität

Wer weniger Fleisch isst und  pflanzliche Alternativen in den Speiseplan integriert, tut nicht nur der Gesundheit einen Gefallen, sondern verringert auch den  ökologischen Fußabdruck, der zu rund einem Viertel von unserer  Ernährung beeinflusst wird. Beim  Kauf von Fleisch ist es  ratsam, nach  Labels wie Bio, Weidehaltung, Tierwohl oder artgerechte Tierhaltung Ausschau zu halten. Sie signalisieren, dass das Fleisch unter besseren Bedingungen hergestellt wurde. So berücksichtigt Tierwohl Kriterien wie Gesundheit und Wohlbefinden der Nutztiere sowie deren Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen.

Regional und saisonal

Durch den Kauf von Fleisch aus der Region und entsprechend der Saison kann man den Transportaufwand reduzieren und die lokale Landwirtschaft unterstützen. Besonders bei Biobetrieben im Berggebiet schwankt das  Angebot über das Jahr merklich: Da zum Beispiel viele Rinder oder Lämmer im Sommer auf der Alm sind, wird ihr Fleisch zu dieser Zeit weniger oft angeboten.

Keine Verschwendung

Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit bei. Daher immer nach Plan einkaufen und allfällige Essensreste einfrieren und/oder für andere Mahlzeiten weiterverwenden. Sind zum Beispiel nach dem Grillfest Fleisch und Würstel übrig geblieben, werden diese zur Grundlage für leckere Pfannengerichte,  Aufläufe und Gulasch. Wem das zu deftig ist: Als leichtere, sommerliche Alternative können sie auch im Salat zum Einsatz kommen.

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