Frau isst Pizza

Das ist der Grund, warum Pizza süchtig macht

Pizza ist eines der beliebtesten Gerichte aus der italienischen Küche. Ein Stück gegessen, fällt das Aufhören schwer. Doch warum ist das so? Wir klären auf.

Auch wenn Österreich mit einem Jahresverbrauch von gerade einmal 3,3 Kilo Pizza pro Kopf, Europas Schlusslicht ist, kann auch hierzulande so manche Person nicht auf die italienische Köstlichkeit verzichten. Doch das liegt nicht am Geschmack der Pizza allein, sondern hat ganz andere Gründe. Schuld an der unbändigen Lust auf den belegten Hefeteig ist nämlich eine bestimmte Zutat.

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Forscher unter der Leitung von Ashley Gearhardt, einer klinischen Psychologin an der University of Michigan, haben diesbezüglich eine Studie veranlasst. 500 Personen haben an der Untersuchung teilgenommen, die zum Ergebnis kam, dass Pizza ein Sucht gesteuertes Essverhalten auslöst. 

Aber Pizza hat es auch in sich. So besteht die Kruste aus raffiniertem Weißmehl, das im Blut schnell in Glukose, sprich Zucker, umgewandelt wird. Doch viel wichtiger: sie ist mit Käse belegt, der Casein enthält, ein Protein, das bei der Verdauung Casomorphine freisetzt – eine Art Opiat. Die Casomorphine heften sich an die Opiatrezeptoren des Gehirns und erzielen dort eine beruhigende Wirkung – ähnlich wie bei Heroin oder Morphin. Allerdings verursacht Käse keine veränderte Geisteshaltung wie Alkohol oder Drogen.

Aus diesem Grund kam das Team rund um Gearhardt zu dem Schluss, dass die Reduzierung stark verarbeiteter Lebensmittel beim Menschen Entzugserscheinungen auslösen kann, sprich Reizbarkeit, Müdigkeit, Traurigkeit und Heißhunger treten auf. Daher rät die Wissenschaftlerin die eigenen Essgewohnheiten zu hinterfragen und süchtig machende Lebensmittel großteils zu vermeiden.

Nach Pizza sind übrigens Schokolade, Chips, Kekse, Eis, Pommes Frites, Cheeseburger, Limonade und Kuchen die Lebensmittel mit dem höchsten Suchtpotenzial.

Über Janet Teplik

Digital Producer bei freizeit.at. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte zog die gebürtige Deutsche nach Wien und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt war sie stellvertretende Chefredakteurin bei der MG Mediengruppe.

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