Filmkritk zu "Morbius": Mein Schiff heißt Murnau, meine Freunde sind Fledermäuse

Missglücktes „Spider-Man“-Spin-off mit Jared Leto, der im Selbstversuch zum reißenden Vampir wird

Wie zuletzt bei „Venom 2: Let There Be Carnage“, handelt es sich auch bei „Morbius“ um ein missglücktes „Spider-Man“-Antihelden-Spin-off. Selbst Jared Leto als charismatisch-bleicher Vampir kann die schlampig erzählte Geschichte und ihre vernebelten Spezialeffekte nicht retten.

Seit seiner Kindheit leidet Michael Morbius an einer Blutkrankheit, die unweigerlich zum Tode führt. Um sich und seinen besten Freund, der ebenfalls krank ist, zu retten, forscht er nach einem Heilmittel.

Die Kreuzung von menschlichem Blut mit dem von Fledermäusen verspricht Rettung. Auf einem Schiff namens Murnau macht Morbius Eigenversuche – und plötzlich wachsen ihm lange, tödliche Fingernägel wie einst Max Schreck als „Nosferatu“. Blutig-blutleeres Superhelden-Spektakel.

INFO: USA 2022. 104 Min. Von Daniel Espinosa. Mit Jared Leto, Adria Arjona, Matt Smith, Jared Harris.

Alexandra Seibel

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Alexandra Seibel schreibt über Film, wenn sie nicht gerade im Kino sitzt.

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