Filmkritik zu "Taktik": Harald Krassnitzer als Schwerverbrecher

Österreichisches Geiseldrama beruht auf einer wahren Begebenheit in einer Grazer Haftanstalt vor ungefähr 20 Jahren

Text: Gabriele Flossmann

In diesem österreichischen Thriller sieht Harald Krassnitzer, legendärer „Tatort“-Ermittler, die Gefängnismauern von innen. Als Anführer von drei Schwerverbrechern, die drei Frauen in ihre Gewalt bringen. Das Geld und den Hubschrauber für ihre Flucht soll die Polizei bereitstellen. Einem Polizisten ist es vorbehalten, eine Verhandlungstaktik zu entwickeln, um Zeit zu gewinnen.

Die Geschichte basiert auf einem wahren Vorfall, der sich in einer Grazer Haftanstalt vor rund zwanzig Jahren abgespielt hat. Die Regie des österreichischen Geiseldramas kommt etwas eindimensional und behäbig daher, was auch die Gewalt gegen die drei Frauen in ihrer Drastik auf unangenehm derbe Weise erhöht. Anschaubar und spannend bleibt der Film aufgrund der Schauspieler, die ihrer Rollen durchwegs gut spielen. 

INFO: Ö 2022. 101 Min. Von Hans-Günther Bücking, Marion Mitterhammer. Mit Harald Krassnitzer, Marion Mitterhammer.

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