Das sind die schönsten Nachtzug-Strecken quer durch Europa

Im Schlaf ans Ziel: Lange galt Nachtzugfahren als antiquiert, mittlerweile zählt es zu den beliebtesten Reisemöglichkeiten.

"Je schneller und bequemer, desto besser" - Jahrzehntelang dominierte dieser Gedanke die Reisebranche. Billig-Airlines und Kurzstreckenflüge erlebten einen Boom. An Zugfahren, geschweige denn Nachtzugfahren war nicht zu denken. 2016 musste die deutsche Bahn sogar ihr Angebot an City-Night-Lines einstellen - wegen fehlender Nachfrage.

Im Laufe der vergangenen Jahre orientierten sich aber mehr Reisende an anderen Faktoren, die Umwelt rückt mittlerweile immer stärker in den Fokus. Die ÖBB erkannten diese Trendwende und stockten ihr Kontingent an Nachtzügen auf - mit Erfolg! Von Österreich weg führen dutzende Züge in die Metropolen Europas. Wir zeigen die besten Strecken.

Innsbruck/ Wien - Amsterdam

Eine der schönsten und neuesten Nachtzugstrecken beginnt in Innsbruck oder Wien und endet in Amsterdam. 14 bzw. knapp 16 Stunden dauert die Fahrt in den Norden. Noch bis vor wenigen Jahren gab es diese Verbindung nicht, die Reisenden nahmen beinahe ausschließlich den Flieger. 

Die tägliche Nachtzugverbindung mit Zustiegsmöglichkeiten in Jenbach, Wörgl und Kufstein über München soll künftig auch Gäste aus den Niederlanden umweltfreundlich nach Tirol bringen. Auf der Fahrt kann man zwischen Einzelplätzen im Sitz-, Liege- oder Schlafwagen wählen. Der Preis variiert je nach Sitzplatz zwischen 150 und 200 Euro pro Person. 

Von Innsbruck aus erreicht man Amsterdam in 14 Stunden.

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Salzburg - Sylt

Der "Alpen-Sylt Nachtexpress" von Salzburg über München, Hannover und Hamburg bis zur idyllischen Insel im Norden Deutschlands sorgte vergangenes Jahr für Schlagzeilen. Auf der 1000 Kilometer langen Fahrt gibt es einiges zu sehen, besonders die Strecke entlang des Meeres bietet einmalige Ausblicke.

Auch auf dieser Nachtzug-Route unterscheiden sich die Preise je nach Abteil. Eine Einzelliege im Liegewagen kostet im Schnitt 130 Euro. Will man ein ganzes Abteil mieten (maximal fünf Personen), kostet die Übernachtung rund 350 Euro. Die Preise für den Schlafwagen variieren zwischen 549 Euro (maximal 3 Personen pro Abteil) und 949 Euro für alle, die gern luxuriöser reisen.

Die Fahrt von Salzburg bis nach Sylt zieht sich über 1000 Kilometer.

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Wien - Rom

Für alle, die lieber in Süden fahren: Die Strecke von Wien bis nach Rom hat alles zu bieten, was das reisende Herz begehrt - von Bergen, über weite Felder, bis hinunter ins Herz Italiens. Die Fahrt dauert etwa 14 Stunden. 

Innerhalb Italiens bieten die Züge der Trenitalia die Fahrt bis ganz in den Süden Italiens an. Plant man diese Reise rechtzeitig, ergattert man vielleicht noch ein paar Sparschiene-Tickets - um 94 Euro pro Person! Bleibt man lieber flexibel und entscheidet sich für das normale Ticket, muss man mit einem Preis von etwa 150 Euro rechnen.

Die Fahrt von Wien nach Rom dauert etwa 14 Stunden.

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Salzburg - Zagreb

Der EuroNight Lisinksi fährt sogar täglich von München nach Zagreb. In Salzburg kann man bequem zusteigen und sich auf den Weg in den sonnigen Süden machen. Besonders empfehlenswert: Ein Besuch in Ljubljana oder in Rijeka, um die kroatische Küste zu genießen. Auch bei dieser Route variieren die Preise. Der Sparschiene-Preis liegt bei rund 50 Euro.

Ab kommendem Juni soll außerdem ein Nachtzug zweimal in der Woche von Wien und Graz nach Split fahren. 

Von Salzburg aus ist man ungefähr sechs Stunden nach Zagreb unterwegs.

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Stephanie Angerer

Über Stephanie Angerer

Social Media-Redakteurin bei der freizeit. Stephanie Angerer ist 23 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Tirol. Nach einer Zwischenstation in der Lokalredaktion bei der Kronenzeitung Salzburg übersiedelte sie nach Wien zur freizeit-Redaktion. Dort ist sie nun seit August für die Social Media Kanäle zuständig und schreibt Texte für freizeit.at.

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