Fünf Tipps für ein perfektes Wochenende in Grado

Das beste Eis, der entspannteste Aperol Spritz, der ehrlichste Wein. Und Pasolinis Insel natürlich. Was man in Grado nicht versäumen sollte.

1. Mota Safon heißt die Insel in Grados Lagune, auf der Pier Paulo Pasolini 1969 Teile seiner "Medea" drehte. An seiner Seite: Die göttliche Maria Callas, die die Hauptrolle spielte. Man kann sie besuchen, aus seinem Haus wurde inzwischen ein kleines Museum gemacht. Geschlafen haben Pasolini, Callas und die gesamte Crew übrigens im Hotel Argentina in Grado. Tanzen gingen Callas und Pasolini gerne in die Villa Bernt. Beiden Hotel-Bars sollte man durchaus einen Besuch abstatten...

hotelargentinaingrado.it / hotelvillabernt.com

 

2. Das beste Eis der ganzen Adria gibt's in der Gelateria Antoniazzi in der Viale Dante Alighieri. Die Schlange ist manchmal lang - aber das Warten zahlt sich aus.

3. La Rosa Rossa heißt ein Weingut auf der Straße nach Aquilea, das einen wunderbaren Refosco im Angebot hat. Und herrliche lokale Wurst- und Speck-Spezialitäten!

4. Gar nicht touristisch, sondern richtig lässig - und doch direkt am Hafen ist die Bar al Porto. Hier gehen auch die Einheimischen gerne hin, man sitzt am Wasser und genießt das Leben. Und der "Spritz" schmeckt einfach ausgezeichnet.

5. Die mittelalterliche Basilika Sant’Eufemia ist immer einen Besuch wert - und bedarf eigentlich keines besonderen Tipps, sie ist ja kaum zu übersehen. Obwohl: Man sollte unbedingt auch den Hof mit seinen höchst interessanten antiken Ausstellungsstücken ansehen. Aber der eigentliche Tipp ist zeitgebunden: Am ersten Sonntag im Juli wird das Fest Perdon de Barbana gefeiert. Die Madonna wird aus der Basilika Sant’Eufemia zur Insel Barbana gefahren, da ist wirklich die ganze Stadt auf den Beinen. Es gibt Feuerwerk und Musik, die Feierlichkeiten beginnen schon am Freitag. DIE Gelegenheit, mit Einheimischen zu feiern. Viel Vergnügen!

Andreas Bovelino

Über Andreas Bovelino

Redakteur bei KURIER freizeit. Ex-Musiker, spielte in der Steinzeit des Radios das erste Unplugged-Set im FM4-Studio. Der Szene noch immer sehr verbunden. Versucht musikalisches Schubladendenken zu vermeiden, ist an Klassik ebenso interessiert wie an Dance, Hip-Hop, Rock oder Pop. Sonst: Texte aller Art, von philosophischen Farbbetrachtungen bis zu Sozialreportagen aus dem Vorstadt-Beisl. Hat nun, ach! Philosophie, Juristerei und Theaterwissenschaft und leider auch Anglistik durchaus studiert. Dazu noch Vorgeschichte und Hethitologie, ist also auch immer auf der Suche einer archäologischen Sensation. Unter anderem.

Kommentare