Neue Studie: Vor welchen Krankheiten Tee und Kaffee schützen

Christina Michlits

von Christina Michlits

Moderater Kaffee- und Teegenuss hat mehrere positive Einflüsse auf unseren Körper, wie eine neue Studie aufzeigt.

Gute Neuigkeiten gibt es für Teeliebhaber und Kaffeefans. Eine Studie aus China, die an der Tianjin Medical University durchgeführt wurde, kommt zum Schluss, dass moderater Kaffee- und Teekonsum eine signifikante Schutzwirkung gegen Demenz und Schlaganfall hat.

Drei Tassen Kaffee, fünf Tassen Tee

In der Studie wurden mehr als 300.000 Personen bezüglich ihrer Trinkgewohnheiten untersucht. Die Probanden, die zwischen 50 und 74 Jahren alt waren und zwei bis drei Tassen Kaffee oder drei bis fünf Tassen Tee täglich konsumierten, hatten die wenigsten Raten bezüglich Schlaganfällen und Demenz-Krankheiten.

Die Forscher haben Millionen von Daten aus der "UK Biobank" analysiert und Personen und ihre Lebensweise von 2006 bis 2020 untersucht. Das Fazit: Personen, die Kaffee und Tee trinken, haben generell ein um 32 Prozent niedrigeres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden und ein um 28 Prozent niedrigeres Risiko an Demenz zu erkranken als jene Personen, die überhaupt keinen Kaffee oder Tee konsumieren.

Die Studie zeigte auch, dass Kaffeekonsum alleine oder in Kombination mit Tee mit einem niedrigeren Risiko für die Entstehung von Demenz nach einem Schlaganfall assoziiert werden kann.

Die gesunden Inhaltsstoffe

Was aber ist in den Getränken, das unsere Gesundheit positiv beeinflusst? Vor allem das Koffein. Aber auch noch viele andere pflanzliche Stoffe.

"Während Koffein sicherlich ein wichtiger gemeinsamer Nenner ist, werden Kaffee und Tee beide aus Pflanzen mit vielen, vielen potenziell nützlichen chemischen Verbindungen gewonnen, einschließlich Antioxidantien", erklärt Scott Kaiser, Chef der "Geriatric Cognitive Health for the Pacific Neuroscience Institute at Providence Saint John’s Health Center" in Santa Monica dem Magazin Healthline dazu.

Entzündungen im Gehirn reduzieren

Und weiter: "Umfangreiche Forschungsergebnisse belegen die Vorteile bestimmter Lebensmittel für die Gesundheit des Gehirns – insbesondere solcher, die reich an Antioxidantien und anderen „neuroprotektiven“ Verbindungen sind", so Kaiser.

„Zum Beispiel wurde in mehreren Studien eine höhere Flavonoidaufnahme mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht. Diese Phytonährstoffe, die Pflanzen produzieren, um sich selbst gesund zu halten – können tatsächlich Entzündungen in unserem Gehirn reduzieren, Gehirnzellen vor Verletzungen schützen, das Lernen und das Gedächtnis unterstützen und andere offensichtliche Vorteile für die Gesundheit des Gehirns liefern. Und als gute Quellen für Flavonoide stehen Kaffee und Tee auf der Liste.“

 

 

Christina Michlits

Über Christina Michlits

Hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nach Kennenlernen des Redaktionsalltags bei Profil und IQ Style, ging es unter anderem zu Volume und dem BKF. Seit 2010 bei KURIER für die Ressorts Lebensart und Freizeit tätig.

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