Wien in Sicht: Die besten Aussichtsspots auf die Stadt

Jeder, der den Blick über Wien liebt, hat garantiert schon seine Lieblingsaussicht auf die Stadt gefunden. Ist deine dabei?

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Einwohner

ca. 1,9 Millionen

Auskunft

wien.info

„Wo ist die schönste Aussicht über Wien“, fragte ein Freund, der in der Stadt zu Besuch war. Keine leichte Antwort. Denn es gibt viele Orte, die einem ein „Schau wie schön“ entlocken können, wenn Wien einem zu Füßen liegt.

Die freizeit wagt dennoch 7 Tipps für sensationelle Aussichten auf die Stadt.

Die prunkvolle Seite Wiens liegt einem hier zu Füßen

©Severin Wurnig

1 / Wir starten im Westen der Stadt, dort, wo Kaiser Franz Joseph sein „Frühstückszimmer“, das auch gleichzeitig Fest- und Speisesaal war: Treffpunkt Gloriette. Rein in den Schönbrunner Schlosspark und dort hinaufspazieren, um die Aussicht zu genießen: auf Park, Palast und die Stadt dahinter. Links der Kahlen- und Leopoldsberg, rechts die Kirche Maria Königin (Rudolfsheim-Fünfhaus) und das AKH (Wiener-Alsergrund). Jeder Wiener, jede Wienerin kennt den Blick, manche kommen immer wieder gerne hierher. Aber wann warst du das letzte Mal dort? Gerade auch im Herbst und Winter wunderschön - mit oder ohne Frühstück.

 

 

Der 13. lohnt sich für Spaziergänge. Man hat zwar nicht ganz Wien vor sich, aber den 14. Bezirk.

©Dnalor_01/wikimedia commons/cc-by-sa 3.0

2 / Wenn wir schon hier in Hietzing sind, machen wir uns weiter auf den Weg und begeben uns auf den Roten Berg in Ober Sankt Veit. Es ist weniger ein Berg als ein Hügel. Aber ein Spaziergang durch Hietzings Villengegend ist - vor allem im Herbst - einfach schön. Aussicht und auch die Atmosphäre zwischen Spielplatz und Hundezone haben etwas Gemütliches. Die nächste Bushaltestellen ist "Veitingergasse" der Buslinien 54B und 55B.

Rauf auf den Steffl, zu Fuß, um in alle Himmelsrichtungen den Blick frei zu haben

©AnniJo

3 / Wir machen einen großen Sprung in die Innenstadt: Der Wienbesucher muss hierher. Wann warst du das letzte Mal auf dem Steffl, dem Südturm? Beim Klassenausflug mit der Schule? Der Aufstieg auf den Südturm lohnt sich auf jeden Fall für alle, die gut zu Fuß sind und kein Problem mit Schwindel haben. 343 Stufen dreht man sich wie ein Kreisel hoch zur Spitze. Stimmt schon, hier ist keine Aussichtsplattform wie beim Nordturm, wo man den Wind im Gesicht spürt und keine Scheibe den Blick trübt. Aber das Panorama rundum ist lückenlos - interessant, was sich in den letzten Jahren so auf den Dächern des 1. Bezirks getan hat. Und wie reizvoll schön diese Stadt in jede Richtung ist. Wer lieber Aufzug fährt, macht das natürlich, ist auch schön.

Nicht nur ein Highlight für Touristen. Wer schon lang nicht da war - hier oben wird deutlich, wie sich die Stadt entwickelt hat - und auf der Alten Donau fahren die Segelschiffe auf und ab

©Donauturm

4 / Wer die Rundum-Sicht  mitten in der City genossen hat, fährt über die Donau. Nichts klärt den Kopf so sehr, wie die freie Sicht auf die gesamte Stadt - während einem Donaupark, Donauinsel und Donau zu Füßen liegt. Nirgends kann man besser ermessen, wie sehr Wien in den Himmel gewachsen ist - und noch wachsen wird. Kontrastprogramm sind die Segelschiffe auf der Alten Donau, die als kleine weiße Punkte auf und ab fahren. Und man kommt aus dem Staunen nicht raus: Etwa bei guter Fernsicht, wenn sich der Schneeberg als Kulisse spektakulär hinter dem Stephansdom erhebt. 

©NHM Wien, Christina Rittmannsperger

5 / Wir haben nochmals Lust auf Stadt: Hast du schon mal den Blick von der Terrasse des Naturhistorischen Museums genossen? Oder war das hier auch das letzte Mal zur Schulzeit? Es wird wieder Zeit, die Perspektive zu wechseln. Ja, das ist eine gute Idee. Der Blick vom Dach des Naturhistorischen Museums auf die Wiener Ringstraße ist einfach atemberaubend.

Auch in den Wintermonaten kann man dem NHM aufs Dach steigen. Dann gibt es einen Blick auf die City mit all ihren Lichtern. Öffentliche Führungen sind Mi um 18:30h sowie Fr-So 16 Uhr. Eine Voranmeldung o.ä. ist nicht notwendig: Ihr könnt auch eine private Führung für Freunde und Familie zu einem exklusiven Termin buchen. Ein historischer Streifzug durch das NHM, der mit dem prunkvollen Blick auf Wien gekrönt wird. Die Kosten der Führung: Euro 8,00 pro Person, mindestens Euro 80,00.

Kontakt: +43 1 52177-335, Online-Anfrage

Der eine mag den Kahlenberg, der andere den Leopoldsberg - und den Cobenzl gibt es ja auch noch - und viele schöne Punkte auf Höhenstraße & Co. Einfach mal wieder ausprobieren

©Getty Images/iStockphoto/mdworschak/IStockphoto.com

6 / Ohne Kahlenberg und Leopoldsberg läuft gar nichts, wenn man von den besten Aussichten über Wien spricht. Das Besondere ist, dass sich hier beide Donauarme vor einem erstrecken. Einfach herrlich! Und Folgendes ist natürlich rein subjektiv: Aber wer beide Aussichtspunkte kennt, wird sich - wenn es rein um die Aussicht geht, vielleicht für den Leopoldsberg entscheiden. Denn hier oben - die letzten Meter muss man zu Fuß gehen, stört kein Bus, kein Auto, höchstens, wenn Menschen vor lauter Staunen in hektisches "Owieschön, das ist ja traumhaft, so schön ruhig hier“-Geplapper verfallen. (Stadtwanderweg 1a)

©Anni Josef

7 /  Der Stadtwanderweg 5 bietet gleich mehrere Orte für die schönsten Aussichten. Es ist gefährlich, diese preiszugeben. Denn die Stille hier sorgt dafür, dass man nicht nur einen fantastischen Blick auf den nördlichen Teil  Wiens hat, sondern dass einem auf dem Weg dorthin auch noch Ziesel, Hase oder Reh ins Blickfeld laufen können. Ganz kurz: Gehen Sie etwa unterhalb des Falkenbergs bei Sonnenuntergang fünfzig Meter links vom Magdalenenhof entlang (den Feldweg neben der großen Scheune, gegenüber des Ziegengeheges) oder rechts vom Magdalenenhof auf dem Schotterweg (Richtung Klausgraben/Oberer Weg). Auf beiden Seiten gibt es einen Punkt, wo Wiese bzw. Weg plötzlich den Blick auf Wien freigeben. Wer das erlebt, während die letzten Sonnenstrahlen die Türme der Stadt anstrahlen und zum Funkeln bringen, will das immer wieder.

 

Annemarie Josef

Über Annemarie Josef

Stv Chefredakteurin der Freizeit. Lebt, liebt und arbeitet seit 1996 in Wien. Gewinnerin des Hauptpreises/Print bei "Top Journalist Award Zlatna Penkala (Goldene Feder)" in Kroatien. Studium der Neueren Deutschen Literatur in München. Mein Motto: Das Leben bietet jede Woche neue Überraschungen.

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