Skypool London

Das sind die verrücktesten Swimmingpools der Welt

Vom Schwimmen in der Luft in London, über das größte Becken in Chile bis hin zum Hai-Aquarium in Las Vegas. Oder wie wäre es mit rotem Wasser?

Es gibt Pools, die sind total irrational, unvernünftig und manchmal fragt man sich schon: Warum eigentlich? Und ist endgültig das Ende der Menschheit gekommen? Aber sie sind ja doch irre spektakulär und schön anzusehen. Und eigentlich möchten wir hier schon auch gerne selbst schwimmen gehen oder ein bisschen abtauchen.

Deep Dive Dubai 

Ein bisschen abtauchen klingt bei diesem Becken in Dubai wie Hohn. Dort - wenig überraschend, eigentlich - hat im Vorjahr das mit 60 Metern tiefste Pool der Welt eröffnet. Es fasst 14,6 Millionen Liter Wasser, das entspricht sechs olympischen Schwimmbecken. Zu entdecken gibt es dort einiges, etwa verlassene Häuser.

Der tiefste Pool der Welt in Dubai.

©APA/AFP/GIUSEPPE CACACE

Aber der Gigant aus Dubai ist nicht einzige, der uns staunen lässt. Und seien wir doch mal ehrlich, wir würden schon gerne in so etwas schwimmen. Etwa auch hier, selbst wenn wir darüber schimpfen:

Embassy Gardens, London 

Zwischen zwei 10-stöckigen Wohntürmen in Londons Viertel Nine Elms kann man hin- und herschwimmen. Und zwar in 35 Metern Höhe. Der Pöbel unten darf dabei zuschauen. Das geht, weil der Pool aus Plexiglas ist. Und nein, das mit dem Pöbel war nicht zynisch gemeint, es dürfen nämlich nur jene mit den teuersten Wohnungen hier hinauf. Andere Mieter nicht. Und nun zu den nüchternen Fakten: Das Becken ist  25 Meter lang, 5 Meter breit und 3 Meter tief. Und zum Schluss doch noch etwas Lustiges. Im vergangenen Winter klagten die Bewohner, die mehr als fünf Millionen Euro fürs Appartement bezahlt haben, dass das Wasser zu kalt und der Betrieb zu teuer sei. 

Bondi Icebergs Pool, Sydney

Der Bondi-Beach in Sydney ist nicht nur ein Sehnsuchtsort für Surfer. Nein, auch bei passionierten Schwimmern steht ein Besuch ganz oben auf der To-Do-Liste. In das 50-Meter-Becken des Beach-Clubs Bondi Icebergs schwappt - besonders im Winter - eine gehörige Portion Meereswasser aus dem Pazifik hinein. Das ist zwar durchaus wild, aber dafür ist hier eine Begegnung mit einem Hai eher unwahrscheinlich. Ein paar Meter weiter im Meer ist das nämlich nicht ganz ausgeschlossen. Vor kaltem Wasser - wie passend, dass es hier Icebergs heißt - sollte man sich nicht fürchten: weil 15 Grad und kälter kommen schon mal vor. Brrr!

Roter Hotel-Pool, Thailand 

Nach so viel Erfrischung ab in wärmere Gefilde. Nach Koh Samui in Thailand. Dort steht das Hotel The Library und das schafft mit einfachen Mitteln ein ungewohntes Erlebnis - so als ob hier der Hai aus Syndey jemanden angefallen hätte. Das Wasser wirkt nämlich rot. Dabei haben findige Köpfe einfach nur die gängigen blauen oder weißen Fliesen durch rote ersetzt. 

Rotes Wasser im Hotel-Pool von The Library in Thailand.

©Red Pool: Marc Enseleit / EyeEm / Getty Images

Hotel Hubertus, Südtirol

In den Alpen treibt man, wenn es um den Tourismus geht, gerne die Sau durchs Dorf oder setzt wuchtige Gebäude in die Landschaft. Das Alpin Panorama Hotel Hubertus in Geiselsberg in Südtirol hat noch eines draufgesetzt - und zwar ein spektakuläres Pool auf das Dach. Unter dem Motto "Dem Himmel so nah" ragt das Becken mit Glasfront auf zwölf Metern Höhe ins Freie. Oder wie es das Hotel selbst poetisch schreibt: "Vor dieser Kulisse schwinden die Grenzen, die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft, Himmel und Erde, Mensch und Natur."

Über dem Boden mit Blick auf die Berge. So badet man im Hotel Hubertus in Südtirol.

©Hotel Hubertus

Hängende Gärten auf Bali

Südostasien steht da aber auch um nichts nach. Bali hätten wir im Angebot. Der Pool der Unterkunft "Hanging Gardens of Bali" lässt uns auch gewaltig staunen. Schon sehr schön!

San Alfonso del Mar, Chile

Einsam und allein wie auf Bali, das spielt es hier in Chile wohl eher nicht. Dort, in Algarrobo, steht im San Alfonso del Mar-Ressort der größte Swimmingpool der Welt. Es ist einen Kilometer lang und acht Hektar groß. Hier darf man auch mit kleinen Segelbooten fahren. Ist ja nicht so, dass der - ziemlich frische - Pazifik direkt vor der Nase läge. Schiff ahoi!

Golden Nugget Hotel, Las Vegas

Wem das in Chile nicht schon verrückt genug ist, kann ja nach Las Vegas fliegen. Dort kennt man sich ja bekanntlich mit verrückt aus. Mitten im Pool des Golden Nugget Hotel & Casino tut sich ein großes Aquarium auf. Wie es sich für Sin-City gehört, schwimmen darin kunterbunte Fische und sogar Haie. Kann man, muss man aber nicht gut finden.

"The Tank" heißt das Aquarium im Golden-Nugget-Hotel in Las Vegas, wo auch Haie schwimmen.

©Getty Images for CineVegas/Ethan Miller/Getty Images

TWA Hotel, New York

Direkt auf dem Gelände des John F. Kennedy International Airport steht das TWA Hotel. Und aus dem dortigen Pool kann man dem quirligen Treiben des Flughafens zusehen. Muss das erholsam sein. Wenn man den Lärm und den Kerosin-Geruch außer Acht lässt.

Der Pool des TWA Hotels am JFK Airport New York.

©The Washington Post via Getty Im/The Washington Post/Getty Images

Marina Bay Sands Hotel, Singapur

Etwas ruhiger ist es wohl im 146-Meter langen Infinity-Pool im Marina Bay Sands Hotel in Singapur. Weil man den Straßenlärm im 57. Stock wohl kaum mehr hört. Mit einem Cocktail in der Hand kann man sich bis zum Rand vorwagen und auf die ebenbürtige Skyline blicken. Wenn man sich traut. Und etwas Geld ausgeben will. Und überhaupt: Das Handelsblatt hat das Pool zu einer der meist überschätzten Touristenattraktionen der Welt gekürt. Weil Selfie-Jäger das Becken überfrequentieren. Da ist es vorbei mit Ruhe und Erholung.

Laucala Island, Fidschi

Na gut, das ist jetzt wirklich pervers (als ob es die davorgehenden nicht teilweise auch schon gewesen sind). Aber in ein Tropenparadies eine Glaswanne reinbauen? Muss das sein? Wobei: zugegeben, hübsch sieht der Pool auf Laucala allemal aus. Der schöne Fleck Erde gehört dem österreichischen Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz. Er hat 1416 Hektar große Eiland 2003 von den Erben des Verlegers Malcolm Forbes gekauft und die dortigen ohnehin schon edlen Herbergen noch einmal edler gemacht. Ab 5.000 Euro pro Nacht ist man dabei.

Velassaru Resort, Malediven

Dieser Infinity-Pool hier ist macht seinem Namen alle Ehre, ist aber auch irrsinnig schräg. Als ob der Indische Ozean auf den Malediven nicht grandios genug wäre, gibt es im Velarassu Resort auch noch ein Becken mitten im Meer. Man muss ja nicht alles verstehen.

Ein Infinity-Pool auf den Malediven im Velassaru Resort.

©velassaru

Tropical Islands, Brandenburg

Fidsch oder die Malediven für die kleinere Geldtasche und mit viel mehr Menschen gibt es im deutschen Brandenburg, nicht weit von Berlin entfernt. Dschungel im Spreewald, sozusagen, gibt es im Tropical Islands. Seit 2014 gibt es Urlaubsfeeling in einer riesigen Traglufthalle, in der einmal ein Luftschiff entwickelt werden hätte sollen .

Tropical Islands in einer Traglufthalle.

©EPA/HAYOUNG JEON

Kommentare