Schach

Schach-WM in der Wüste: Dubai-Duell im Norwegerpulli?

Bernhard Praschl

von Bernhard Praschl

Heute startet die Schach-WM in Dubai. Am Freitag tritt Titelverteidiger Magnus Carlsen zum ersten Spiel an. Im Pulli?

Sie sind beide Jahrgang 1990, kennen sich länger als ihr halbes Leben, waren sogar einmal in einem Team - und treten nun bei der Schach WM in Dubai zum Duell an: Magnus Carlsen, der amtierende Weltmeister, und Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi.

Heute ist im Rahmen der Dubai Expo die Eröffnung des Turniers, das erste Spiel aber findet erst am Freitag statt. 

Ob die beiden - wie auf obigem Foto - im Norwegerpulli gegeneinander antreten (rechts im Bild: der Norweger Magnus Carlsen)? Wohl eher nicht, denn dafür ist es selbst in herbstlichen Wüstennächten einfach zu warm. Aber man sieht, die zwei Kontrahenten verstehen einander gut. Eine eisige Atmosphäre wie vor 50 Jahren, als der damals 29-Jährige Bobby Fischer in der isländischen Hauptstadt Reyakjavik gegen den amtierenden 35 Jahre alten Weltmeister Boris Spasski antrat, ist also nicht zu erwarten.

Am Freitag um 16.30 Ortszeit - 13.30 Uhr MEZ - ist jedenfalls die erste Partie geplant.

Schach-Turnier: Der Ablauf

Der Wettkampf läuft über die Punktemehrheit aus 14 Turnierpartien. Einschließlich fünf Ruhetagen ist das Finale für 14. Dezember angesetzt. Als Preisgeld werden insgesamt zwei Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Genügend Geld, um sich danach eine lange Auszeit zu gönnen. Vielleicht sogar in Österreich.

Magnus Carlens Vater Henrik Carlsen schrieb vor ein paar Tagen an die freizeit: "Vielen Dank, dass Sie uns an das Schwarzacher Open 2003 in Tirol erinnert haben. Die Teilnahme daran war eine große Erfahrung für Magnus, und ein Anstoß für uns als Familie, ihn auf seinem Weg zum Schachprofi zu begleiten. Und: Wir haben uns schon länger vorgenommen, bald wieder einmal Österreich und seine schöne Bergwelt zu besuchen."

Na, dann, alles Gute und bis bald!

Bernhard Praschl

Über Bernhard Praschl

Bernhard Praschl, geboren 1961 in Linz. Als Stahlstadtkind aufgewachsen zwischen Stadtwerkstatt und Brucknerhaus. Studium der Politikwissenschaft und Publizistik an der Uni Wien. Zivildienst im WUK; 1989-1992 in der Die Presse, seit 1992 Redakteur im KURIER, seit 1995 in der FREIZEIT. "Seinfeld"-Fan der fast 1. Stunde und froh, dass Netflix im Oktober 2021 auch draufgekommen ist, diesen von 1989 bis 1998 entstandenen Kulturschatz ins Programm aufzunehmen. Nach frühen Interrailreisen durch Europa (Portugal bis Irland) und Autofahrten entlang der California State Route und dem Overseas Highway nach Key West jetzt wieder Bahnfahrer - und E-Biker.

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