Prinz Harry und Herzogin Meghan in "Harry & Meghan"

"Harry & Meghan": Die 10 größten Enthüllungen in der Netflix-Doku

Prinz Harry und Herzogin Meghan sorgen in der Netflix-Doku mit zahlreichen Enthüllungen für Schlagzeilen.

In der sechsteiligen Dokumentation "Harry & Meghan" tauchen der Herzog und die Herzogin von Sussex in die hochkarätigen Höhen und Tiefen ihres Lebens ein und verraten dabei so manch bisher unbekanntes, zum Teil brisantes Detail. 

1. Meghan und Harry lernten einander über Instagram kennen

Wer schon immer wissen wollte, wie sich die ehemalige Schauspielerin Meghan Markle und Prinz Harry überhaupt kennengelernt haben, dem stehen die beiden in der Netflix-Doku Rede und Antwort. In der ersten Folge der Dokuserie verrät Harry, dass Meghan seine Aufmerksamkeit erstmals über Instagram erregte. Er habe durch seinen Feed gescrollt und eine Freundin hatte ein Foto von Meghan gepostet, auf dem die Ex-Schauspielerin mit einem Filter zu sehen ist, der ihr Hundeohren und eine Hundeschnauze ins Gesicht zaubert. Harry war sofort angetan. "Ich dachte: 'Wer ist DAS?!'", erzählt er.

Meghan enthüllt daraufhin, dass die namenlose Freundin ihr wenig später sagte, dass "Prince Haz" nach ihr gefragt und vorgeschlagen habe, dass sie sich treffen. "Ich sagte, wer ist das?", erinnert sich die Herzogin von Sussex. "Ich habe gefragt, ob ich seinen Feed sehen darf." Am nächsten Tag hätten sie und Harry dann Telefonnummern ausgetauscht.

Der erste Kuss erfolgte übrigens in Botswana, nachdem der Royal Meghan zu einem Campingtrip nach Südafrika eingelassen hatte.

2. Royal Family hatte Bedenken wegen Meghans Karriere

Nachdem sich Harry gegenüber seiner Familie zu seiner Beziehung mit dem Hollywoodstar bekannt hatte, hätte man hinter den Palastmauern zunächst wohlwollend reagiert. Meghans Karriere als Schauspielerin soll der Familie des Prinzen jedoch von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen sein.

"Ich erinnere mich, dass meine Familie sie zum ersten Mal traf und unglaublich beeindruckt war", verrät Harry in der Netflix-Doku. "Ich glaube, sie waren überrascht. Vielleicht überrascht, dass ein Ginger [Anm. rothaariger Mann] so eine schöne Frau und eine so intelligente Frau an Land ziehen konnte", scherzt Williams Bruder.

"Aber die Tatsache, dass ich mit einer amerikanischen Schauspielerin zusammen war, war wahrscheinlich das, was ihr Urteil am Anfang mehr als alles andere getrübt hat. 'Oh, sie ist eine amerikanische Schauspielerin – das wird nicht von Dauer sein'", unkte man laut Harry über seine neue Beziehung. 

Auch laut Meghan sei die Schauspielerei Anfangs das größte Problem für die Royals gewesen. "Es gibt eine große Vorstellung davon, wie das aus britischer Sicht aussieht. Hollywood. Es war einfach sehr einfach für sie, das zu stereotypisieren", wirft sie der Königsfamilie vor.

3. Meghan verzichtete im Beisein der Royals auf bunte Outfits

Um sich anzupassen und als Neuankömmling in der Royal Family nicht negativ aufzufallen, soll Meghan ihren Kleidungsstil radikal geändert haben. "Die meiste Zeit war ich in Großbritannien, ich trug selten Farbe", erzählt Meghan in der dritten Folge der Doku-Serie. "Soweit ich weiß, kann man niemals dieselbe Farbe wie Ihre Majestät tragen, wenn es eine Gruppenveranstaltung gibt", behauptet sie. "Aber dann sollte man auch nicht dieselbe Farbe wie eines der anderen älteren Familienmitglieder tragen", fuhr Meghan fort.

Um nicht negativ aufzufallen, hüllte sich Meghan in zurückhaltende Farben

©EPA/DANIEL POCKETT

Um dieses angebliche königliche Protokoll zu respektieren, sagt Meghan, habe sie angefangen, sich fast ausschließlich in Kamel-, Beige- und Weißtönen zu kleiden, um optisch ja nicht herauszustechen. "Ich wollte dazu passen und die Familie nicht blamieren", sagt die US-Amerikanerin.

4. Eine Sache wirft sich Harry immer noch vor

Der Herzog von Sussex erinnert sich in der Netflix-Doku an die schwierige Zeit, in der Meghan das Gefühl hatte, sich das Leben nehmen zu wollen. Das Leben hinter den Palastmauern und die negative Berichterstattung in der Presse setzte Meghan nach der Hochzeit immer mehr zu. Zu erfahren, wie schlecht es seiner Frau tatsächlich ging, sei jedoch ein Schlag für ihn gewesen.

"Ich war am Boden zerstört", sagt Prinz Harry. "Ich wusste, dass sie Probleme hatte. Wir hatten beide Probleme, aber ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommen würde."

"Und die Tatsache, dass es so weit gekommen ist, hat mich wütend und beschämt gemacht", gesteht der zweifache Vater. "Ich bin nicht besonders gut damit umgegangen. Ich habe als 'institutioneller Harry' gehandelt, und nicht als 'Ehemann Harry'", wirft er sich vor.

Seine Rolle als Royal habe damals seine Gefühle beeinflusst. "Ich wurde darauf trainiert, mir mehr Gedanken darüber zu machen, was die Leute denken werden", fügt er hinzu. "Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, hasse ich mich dafür. Was sie von mir brauchte, war so viel mehr, als ich geben konnte."

Er sei es schließlich aber gewesen und nicht Meghan, der aus dem Königshaus zurücktreten wollte, betont Harry an einer anderen Stelle in der Netflix-Doku.

5. Meghans Beliebtheit soll zu Eifersucht geführt haben

Harry behauptet in der Netflix-Doku außerdem, der Palast habe Angst bekommen, nachdem er und Meghan einen besseren Job gemacht hätten als Kate und William. In der vierten Folge der Netflix-Dokumentation, meint der zweifache Vater, der Eintritt seiner Frau in die königliche Familie habe das Gleichgewicht verschoben, und nach dem Erfolg ihrer Australien-Tournee im Jahr 2018 sollen sich die Spitzenkräfte des Palastes bedroht gefühlt haben.

"Das Problem ist, wenn jemand, der einheiratet – der ein Nebendarsteller sein sollte – dann das Rampenlicht stiehlt oder den Job besser macht als die Person, die dafür geboren wurde - das ärgert die Leute", sagt Harry. "Es verschiebt das Gleichgewicht."

Der Herzog von Sussex erinnert sich daran, wie sich seine und Meghans Situation plötzlich geändert habe, als Meghan in Großbritannien positive Presse erhielt. Nachdem seine Frau im November 2018 auf der Titelseite einer Zeitung erschienen war, habe ihre Dynamik mit den Royals eine ungute Wendung genommen. "Sie sagte: 'Aber es ist nicht meine Schuld.' Und ich sagte: 'Ich weiß'", fährt Harry fort. "Und meiner Mutter [Prinzessin Diana] ging es genauso."

Die Art und Weise, wie man begann, seine Ehefrau zu behandeln, habe ihn immer mehr an seine verstorbene Mutter erinnert, wirft Harry dem Königshaus vor.

"Die Lügen, das ist eine Sache. Daran gewöhnt man sich irgendwie, wenn man in dieser Familie lebt", stichelt er unverblümt gegen seine Familie. "Aber was sie ihr angetan haben und welche Wirkung es auf sie hatte, reicht schon. Genug der Schmerzen, genug des Leidens. Niemand sieht, was hinter verschlossenen Türen passiert."

6. Charles' Büro soll Informationen zu Sussex-Umzug nach Kanada geleakt haben

Prinz Harry behauptet, das Büro seines Vaters King Charles habe seinen und Meghans geplanten Umzug nach Kanada durchsickern lassen.

Demnach habe das Paar seinen ersten Urlaub als Eltern mit ihrem Sohn Archie auf Vancouver Island, Kanada, verbracht. Hier überlegten sie gemeinsam, was sie tun könnten, um dem Visier der britischen Presse zu entkommen. Harry telefonierte mit seinem Vater und sprach mit ihm über seine und Meghans Pläne, nach Kanada zu ziehen und gleichzeitig weiterhin ihren königlichen Pflichten nachzugehen.

Charles soll Harry gebeten haben, dies schriftlich festzuhalten. Prinz Harry soll den Plan daraufhin in einer Reihe von E-Mails beschrieben haben, in denen er auch klarstellte, dass sie er und Meghan auch bereit wären, ihre Titel als Herzog und Herzogin von Sussex aufzugeben, sollten sie mit ihrem Vorhaben scheitern.

"Und fünf Tage später war es auf der Titelseite der Zeitung", behauptet Meghan. "Es wurde klar, dass die Institution die Tatsache durchsickern ließ", ist sich Harry sicher. 

Harry ist felsenfest davon überzeugt, dass der Briefwechsel zwischen ihm und seinem Vater an die Presse geleakt wurde. 

7. William soll Harry angeschrien haben

Im Jänner 2020 wurden auf Schloss Sandringham, beim sogenannten "Sandringham Summit", die Megxit-Pläne der Sussexes im Beisein von Queen Elizabeth II, Charles und William hinter geschlossenen Türen diskutiert. Harry machte damals den Vorschlag, nur halb aus dem Königshaus auszusteigen - also, dass er und Meghan sich eigene Jobs suchen, aber weiterhin für die Firma tätig bleiben. "Es wurde sehr schnell klar, dass das Ziel nicht zur Diskussion oder Debatte stand", behauptet Harry, der außerdem brisante Details über das Familientreffen ausplaudert.

Als er versuchte, einen Deal auszuhandeln, um Großbritannien zu verlassen, sei William ausgerastet, behauptet der Herzog von Sussex. Auch sein Vater Charles sei ihm damals keine Stütze gewesen. Harry beschuldigt den britischen König, ihm während der internen Familienverhandlungen belogen zu haben, während die Queen auf dem berüchtigten "Sandringham Summit" kein Wort gesagt haben soll. 

"Es war erschreckend, dass mein Bruder mich anschrie und anbrüllte und mein Vater Dinge sagte, die einfach nicht wahr waren", sagte Harry über die Besprechung auf Schloss Sandringham Anfang 2020. "Und meine Großmutter, wissen Sie, sitzt ruhig da und nimmt alles in sich auf."

8. Letzter königlicher Auftritt mit Royals verlief frostig

Im März 2020 führten der Herzog und die Herzogin von Sussex eine letzte Woche voller Termine in Großbritannien durch, die mit dem jährlichen Commonwealth-Gottesdienst in der Westminster Abbey endete - bevor sie als offizielle Mitglieder der Königsfamilie zurücktraten. Die letzten Auftritte im Kreis der Royal Family seien jedoch nicht besonders angenehm verlaufen, behauptet Prinz Harry in der Netflix-Doku.

"Wir waren nervös, die Familie zu sehen, weil all die Fernsehkameras und alle zu Hause zuschauten und alle im Publikum zuschauten", erinnert sich Harry an seine letzte Zeit als Senior Royal." Es ist, als würde man eine Seifenoper durchleben, in der alle anderen einen als Unterhaltung ansehen", beklagt er sich rückblickend.

Mit seiner Familie habe ihn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel verbunden, gesteht er außerdem.

"Ich fühlte mich sehr distanziert vom Rest meiner Familie, was interessant war, weil so viel davon, wie sie arbeiten, darauf abzielt, wie es aussieht, und nicht, wie es sich anfühlt", erinnert sich Prinz Harry. "Und es sah kalt aus. Aber es fühlte sich auch kalt an."

Meghan hingegen verriet, dass sie bei ihren letzten Auftritten vor dem Megxit im März 2020 bei ihren Outfits bewusst zu kräftigen Farben gegriffen hat, nachdem sie sich zuvor in neutrale Töne gehüllt hatte. Sie wählte für ihre letzte Woche als ranghoher Royal kräftige Farben in Rot, Blau und Grün. "Ich habe in dieser Woche viel Farbe getragen", erklärt sie. "Ich dachte: 'Nun, lass uns einfach wie ein Regenbogen aussehen.'"

"Es war unsere Gelegenheit, um ehrlich zu sein, mit einem Knall zugehen", fügt ihr Ehemann hinzu.

9. Sussexes geben Presse Schuld an Meghans Fehlgeburt

Prinz Harry macht den britischen Boulevard für eine Fehlgeburt seiner Frau Meghan verantwortlich. "Ich glaube, meine Frau erlitt wegen der 'Mail' eine Fehlgeburt", meint der Prinz, der damit auf die britische Zeitung Mail on Sunday anspielt, gegen deren Verlag Meghan einen erfolgreichen Rechtsstreit geführt hat, nachdem Teile eines privaten Briefes veröffentlicht worden waren, den sie an ihren Vater Thomas Markle geschrieben hatte.

Die Anwältin des Paares, Jenny Afia, betont, dass Meghan damals schwanger war, aber aufgrund des Drucks, den sie verspürte, als das Paar in sein neues Zuhause in Montecito, Kalifornien, zog, nicht schlafen konnte. "Am ersten Morgen, an dem wir in unserem neuen Zuhause aufwachten, hatte ich eine Fehlgeburt", erinnert sich Meghan in der Netflix-Doku.

"Nun wissen wir absolut, dass die Fehlgeburt dadurch verursacht wurde? Natürlich wissen wir das nicht", fügt ihr Ehemann hinzu. "In Anbetracht des Stresses, der den Schlafmangel verursacht hat, und des Zeitpunkts der Schwangerschaft [...], kann ich aus dem, was ich gesehen habe, sagen, dass diese Fehlgeburt durch das verursacht wurde, was sie versuchten, ihr anzutun."

10. Harry über Wiedervereinigung mit seiner Familie bei der Beerdigung von Prinz Philip

Auch auf sein Wiedersehen nach dem Megxit anlässlich der Beerdigung seines Großvaters Prinz Philip kommt der Herzog von Sussex in "Harry & Meghan" zu sprechen. Harry war damals ohne seine Frau und ihre beiden Kinder nach Großbritannien gereist.

Zu Prinz Philips Begräbnis kehrte Harry nach Großbritannien zurück

©APA/AFP/GARETH FULLER

Besonders herzlich sei er nicht willkommen geheißen worden. Über das Wiedersehen mit seiner Familie sagt er in der Doku: "Es war schwer – besonders Zeit damit zu verbringen, mit meinem Bruder und meinem Vater zu plaudern, die sich nur sehr auf dieselbe Fehlinterpretation der ganzen Situation konzentrierten."

Keiner wollte bei der Beerdigung so recht darüber sprechen, was vorgefallen war, behauptet Harry. "Aber wir haben es getan", sagt er über sich selbst, seinen Vater Charles und seinen Bruder William.

Das Gespräch sei für ihn jedoch enttäuschend verlaufen. "Ich musste mich damit abfinden, dass wir wahrscheinlich nie eine echte Rechenschaftspflicht oder eine echte Entschuldigung [von meiner Familie] bekommen werden", wirft Harry seiner Familie vor. Nichtsdestotrotz, wollen er und Meghan ihren Weg weiterverfolgen: "Meine Frau und ich, wir machen weiter. Wir konzentrieren uns auf das, was als Nächstes kommt."

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