Los geht's! Frauen und Mädchen machen sich fit für den Frauenlauf

Am 22. Mai joggen wieder Tausende Frauen durch den Prater. Auch Untrainierte könnten sich noch bis Sonntag anmelden.

Es gibt keinen Grund, warum Frauen und Mädchen sich nicht noch anmelden sollten. Zwar sind es bis zum Startschuss für den Frauenlauf nur noch drei Wochen, aber die reichen für eine Vorbereitung durchaus, ist Initiatorin Ilse Dippmann überzeugt. „Wer sich angemeldet hat, hat auch ein Ziel und ist motiviert zu trainieren“, macht sie Laufwilligen Mut.

Dabei geht es nicht unbedingt darum, Höchstleistungen zu erzielen: „Wer die fünf oder zehn Kilometer nicht am Stück schafft, darf auch eine Strecke gehen“, beruhigt sie alle, die noch nicht viel trainiert haben. Wichtig ist, dass man sich überhaupt auf den Weg macht. Für alle, die nicht laufend teilnehmen können, gibt es die Option, walkend dabei zu sein. „Jeder Schritt Bewegung zählt.“

Aus Erfahrung weiß sie, „dass die Stimmung während des Events so mitreißend ist, dass viele Läuferinnen über sich hinauswachsen und mehr schaffen, als sie sich bisher vorstellen konnten.“ Dass Mädchen und Frauen körperlich aktiv werden, sei 2022 so wichtig wie nie zu vor: „Viele haben in den vergangenen zwei Jahren zu wenig auf sich und ihre Bedürfnisse geschaut“, gibt Dippmann zu bedenken. „Laufen ist eine wunderbare Möglichkeit, wieder in Bewegung zu kommen und dadurch ein ganz neues Verhältnis zu sich und zu seinem Körper zu bekommen.“ Der Laufsport trainiert nämlich das Herz-Kreislauf-System und beugt somit den häufigsten Erkrankungen vor.

In der Natur

Das tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche gut: Wer sich in der Natur bewegt, ist glücklicher, wie etwa kürzlich eine britische Studie gezeigt hat – demnach weisen Menschen, die sich zwei Stunden pro Woche im Freien aufhalten, eine deutlich niedrigere Konzentration des Stresshormons Cortisol auf als Stubenhocker. Doch nicht nur die Natur, auch die Gemeinschaft mit der Laufgruppe oder der Freundin kann Balsam für die Seele sein. Zumindest für alle, die nicht gerne allein unterwegs sind.

Etwas langsam sollten es alle angehen, die eine Covid-Infektion hatten. Sie dürfen frühestens drei Wochen nach der Erkrankung einen Lauf absolvieren – sanftes Training ist schon etwas früher erlaubt.

Dass beim Frauenlauf das männliche Geschlecht ausgeschlossen ist, hat übrigens einen guten Grund. Dippmann hat in den 1980er Jahren in New York erlebt, wie viele Frauen dort im Central Park gejoggt sind, was sie in Österreich so gut wie nie gesehen hatte. Offenbar war die Hemmschwelle zu laufen geringer, wenn man ausschließlich mit weiblichen Läuferinnen unterwegs sein konnte. Und so kam Dippmann auf die Idee mit dem Frauenlauf – 1988 gab es den ersten Startschuss.

Österreichischer Frauenlauf

Anmeldeschluss
Bis 1. Mai, 24 Uhr können sich Frauen noch online unter oesterreichischer-frauenlauf.at  anmelden

 

6 Jahre alt sind die jüngsten Läuferinnen, die ältesten 86.

 

400 Teilnehmerinnen zählten die Veranstalter beim ersten Lauf 1988, 30 Jahre später waren es 30.000. Heuer gibt es einen Neustart mit 17.00 Frauen und Mädchen.
 

 

Ute Brühl

Über Ute Brühl

Seit 2008 gibt es den KURIER-Schüleranwalt. Vom ersten Tag an kümmerte ich mich gemeinsam mit Andreas Salcher um die Sorgen von Schülern, Eltern und Lehrern. Tausende Mails habe ich seither beantwortet, Hunderte Telefongespräche geführt, wenn die Angst vor dem Nachzipf groß oder der Ärger über einen mobbenden Lehrer riesig war. Oder Eltern melden sich, wenn sie nicht wissen, welche Schule die richtige für ihr Kind ist. Lehrer, die unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten müssen, holen sich Rat. Seit 2011 bin ich allein für den Schüleranwalt verantwortlich.

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