Ostereier färben: So nutzt du Naturfarben aus Kurkuma und Spinat

Zwiebelschalen, Kakao, Spinat oder Kurkuma – bunte Ostereier lassen sich auch mit Lebensmitteln färben. Wie das gelingt.

Bunte Eier gehören zu Ostern dazu, das Färben ist aber immer so eine Sache. Zum größten Teil sind die Farben aus dem Supermarkt unbedenklich, wirklich natürlich sind sie aber dennoch nicht. Und es geht auch ohne sie: Mit ein paar Zutaten aus der Küche lassen sich Eier auch ganz einfach für Ostern färben.

Die Zutaten

Bevor es losgeht, sollte man sich für die Farben entscheiden. Rote Rübe, rote Zwiebelschalen und Hagebuttentee färben rot bis rotbraun. Blau erzielt man beispielsweise durch Holunder, Blaukraut oder Heidelbeeren und ein sattes gelb-orange gewinnt man mit Kurkumapulver oder Karotten. Zwiebel und schwarzer Tee verleihen den Eiern einen hellen Braunton, ein kräftiges Braun erreicht man durch Kaffee und Kakao. Grüner Tee erzeugt einen leichten Grünstich, ein kräftiges Grün schaffen Spinatblätter.


 

Der Sud

Zunächst werden die Zutaten zerkleinert und zwei bis drei Handvoll davon in einem Topf mit ca. einem Liter Wasser aufgekocht. Bei Pulver und Teeblätter sind es ca. zwei bis drei Teelöffel. Wenn möglich, verwendet man dafür einen alten Topf, denn manche Farbstoffe können Spuren hinterlassen, die sich womöglich nicht mehr so einfach entfernen lassen. Die festen Zutaten sollten nun mindestens 30 bis 45 Minuten einkochen, bei den Pulvern genügt ein kurzes Aufkochen. In der Zwischenzeit kann man die Eier hart kochen, die man am Schluss unbedingt mit kaltem Wasser abschrecken sollte, damit später beim Verzehr das Schälen sauber gelingt. 

Farbbad

Ist alles gut ausgekocht, werden die Zutaten zum Färben ausgesiebt. Die hart gekochten Eier werden nun einfach in den Sud gelegt und je nach gewünschter Farbintensität 15 Minuten und mehr darin ziehen gelassen. Wer nicht allzu viel Zeit hat, kann den Sud auch einfach abkühlen lassen und die Eier dann über Nacht oder mehrere Stunden tagsüber darin liegen lassen. Eine weitere Möglichkeit ist auch, die Eier 10 Minuten mit dem Sud mitzukochen. So lässt sich das Kochen und Färben in einem Schritt erledigen, wobei die Färbung je nach Farbstoff nicht allzu intensiv ausfallen könnte. Grundsätzlich nehmen weiße Eier die Farbe besser auf als braune, wofür man sich aber letztlich entscheidet, ist Geschmackssache.

Sind die Eier gut getrocknet, kann man sie zum Schluss noch mit einer Speckschwarte oder ein paar Tropfen Öl auf einem Küchenpapier polieren. Das verleiht den gefärbten Eiern Glanz und eine zusätzliche Schutzschicht.

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