Punks erobern Sylt: Dieses Interview geht im Netz durch die Decke

Eine Gruppe Punks "kapert" derzeit die Fußgängerzone der beliebten Insel. Ein Video mit ihnen wird auf Twitter gefeiert.

"Wer fährt schon ans Meer, wenn man auf Sylt sein kann?" Ein Video von Punks geht derzeit auf Twitter viral. Durch die Einführung des 9-Euro-Tickets strömten über Pfingsten tausende Touristen auf die Insel, freizeit.at berichtete. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht seither eine Gruppe von 50 bis 90 Punks, die seit dem Wochenende die Fußgängerzone besetzen. Statt Champagner und Goldschmuck sieht man momentan eher Nasenringe und bunte Irokesen in der Westerlander Innenstadt.

"Chaostage" auf Sylt

In den Sozialen Medien wird derweil ein Interview mit zwei der Punks zum absoluten Hit. Auf die Frage, warum er hier sei, antwortet darin ein Mann mit Lippenpiercing: "Randale. Bin ich ganz ehrlich, Chaostage." Man habe ihm gesagt, es solle hier "größer werden als Woodstock." Wiederkommen wolle er jedoch nicht. "Ist nicht meine Insel." Plötzlich platzt ein anderer Punk ins Video und schreit, dass es ein großes Familientreffen sei und sie so günstig nicht wieder zusammenkommen würden - dem 9-Euro-Ticket sei dank. Im Hintergrund sieht man dutzende Punks, die in dem Brunnen mitten in der Fußgängerzone baden und gemeinsam singen.

Das Video hat bereits 3,6 Millionen Likes und Tausende Kommentare. Die Meinungen der Online-Community zur Punks-Aktion gehen - wie zu erwarten - weit auseinander. "Alles daran ist einfach herrlich!", schreibt ein User. "Mega Typen, ich bin so neidisch", kommentiert ein anderer auf Twitter. Auch Anspielungen auf das 9-Euro-Ticket gibt es zur Genüge. "Irgendwie finde ich das super, dass sich ein Land für neun Euro entdeckt und gegenseitig kennenlernt", lautet ein anderer, sarkastischer Kommentar. Nicht ganz so lustig findet dieser Nutzer die Punk-Belagerung: "Und das finden Sie ganz offensichtlich auch noch lustig. Egal wo sich diese Menschen so aufführen: Es ist daneben, unflätig und inakzeptabel."

Wenig Einsätze

Angespornt wurden die Punks vor allem durch die Warnungen und Ängste der Sylter vor Einführung des Tickets, dass es zu einem Massenandrang kommen werde. Der wirkliche Ansturm samt vielen Einsätzen blieb aber weitgehend aus. Die Polizei sprach am Sonntagmorgen von einer normalen Einsatzlage, wie man sie in einer Samstagnacht im Sommer habe. Es habe etwa 20 Einsätze gegeben, die meisten unspektakulär. Meist seien es Betrunkene auf der Straße oder zu laute Musik gewesen, zudem einige Menschen in den Dünen.

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