Alles für die Gesundheit: So tut ihr eurer Leber etwas Gutes

Sie ist Fettmanagerin, Enzymzentrale, Entgiftungsorgan und damit für praktisch alle Körperaktivitäten mitverantwortlich – und das rund um die Uhr: unsere Leber. Dieses multifunktionelle Organ hat sich – besonders nach den Feiertagen – eine pflegliche Behandlung verdient. Ein paar Empfehlungen.

Was hat die Leber mit der Funktion der Augen, des Herzens, von Nieren, Gelenken oder Keimdrüsen zu tun? All diese Organe und damit essenzielle Körperfunktionen hängen von Tausenden Enzymsystemen ab – und die werden in der Leber aufgebaut. Wenn das mit  ca. 1,5 Kilogramm schwerste Organ des menschlichen Organismus also nicht korrekt arbeitet, hat das Auswirkungen auf den ganzen Körper. Dabei tut die Leber ihr Bestes, denn sie arbeitet an allen Fronten rund um Uhr. Sie filtert Unnötiges, sprich unerwünschte Stoffwechselprodukte aus der Nahrung,  auch Alkohol und Nikotin heraus und leitet sie etwa über die Nieren aus. 

Gleichzeitig speichert die Leber Energiereserven und Vitamine, verantwortet die Produktion von Bluteiweißen, der Gallenflüssigkeit und damit die Fettverdauung, ebenso die der Abwehr- und Gerinnungsstoffe, die Enzymproduktion und mehr. Die Leber ist ein Superorgan und Workaholic zugleich, die einen pfleglichen Umgang verdient. Was kann man der Leber also Gutes tun?

Nun,  die  sie dankt es schon, wenn sie nicht ständig von Alkohol, Nikotin, Süßem und schlechten Fetten "belästigt“ wird.  Gleichwohl gibt es Lebensmittel, die  sie unterstützen, wie Haferflocken und Linsen. Sie enthalten Zink, das ihrer Regeneration dient. Hilfreich sind auch Chicorée, Mangold, Endiviensalat, Radieschen. Ihre Bitterstoffe regen die Lebertätigkeit an. 

Schützend wirkt hingegen das in Artischocken enthaltene Cynarin.  Auch der gute, alte Leberwickel ist immer wieder im Gespräch. Wie heilsam das Hausmittel tatsächlich ist, wurde und wird wissenschaftlich erforscht. Dass  damit die Durchblutung des Organs gefördert und eine raschere Ausscheidung unerwünschter Substanzen stattfindet, ist bestätigt. Nun soll untersucht werden, ob serielle Wickelanwendungen bei Leberzirrhose relevant sein könnten. An der Berliner Charité läuft  aktuell eine Studie, die prüft, ob Leberwickel  auch bei Erschöpfung (Fatigue) helfen.  Man darf auf das Ergebnis gespannt sein. In der Zwischenzeit arbeitet eine unermüdlich weiter: die Leber. 

Streicheleinheit: Leberwickel mit Schafgarbe

  1. Wärmeflasche mit heißem Wasser befüllen. Schafgarbe ebenfalls heiß aufbrühen, zehn  Minuten ziehen. 
  2. Baumwolltuch im Schafgarbensud tränken, auswringen und quer im Bereich der Leber (etwa beim unteren rechten Rippenbogen) auflegen. 
  3. Darüber die Wärmflasche platzieren und das Ganze mit einem weiteren, großen Tuch fest umwickeln.  
  4. Mind. 30 Minuten wirken lassen. 

Cordula Puchwein

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