Was Frauen wirklich glücklich macht: Skurrile Aktionen zum Frauentag

Mit diesen sehr unterschiedlichen Aktionen wird der internationale Frauentag hierzulande begangen.

Fährt man heute, am internationalen Weltfrauentag, mit der U3 durch die Wiener Innenstadt, wird man feststellen, dass die Station Herrengasse verschwunden ist. Sie trägt für heute nämlich den Namen Frauengasse. Die Schilder wurden in der Nacht auf den 8. März von den Wiener Linien überklebt.

Der Hintergrund: Im gesamten Wiener U-Bahnnetz gibt es keinen weiblich besetzten Stationsnamen. Zumindest für einen Tag ist das nun anders. Und auch in den sozialen Medien tritt der Verkehrsbetrieb in dieser Woche verändert auf: man findet ihn dort unter Wienerinnen Linien.

Auch die ÖBB haben sich eine Frauentags-Aktion überlegt: So prangt in Wien am Praterstern 4 ein 363 m2 großes Wandbild, das gleichzeitig das Herzstück einer am Frauentag startenden Kampagne ist, den Frauenanteil innerhalb der historisch männlichen ÖBB zu steigern. "Wanted: DU!" steht auf der überdimensionalen Stellenanzeige. Immerhin stimmt die Richtung der Bundesbahnen: Betrug der Frauenanteil im Unternehmen im Jahr 2012 noch 12,8 Prozent, liegt er aktuell bei 15 Prozent. Bis 2026 soll er auf 17 Prozent gesteigert werden. In der Chefinnenetage wurde das Ziel bereits erreicht, hier liegt der Frauenanteil bei 18 Prozent. 

Münzen, Babys, Bundesheer

Auch die Münze Österreich hat sich für den heutigen Tag etwas überlegt: Unter "Heimat bist du großer Töchter" widmet sich eine neue 50-Euro-Goldmünzen-Serie wichtigen Frauen der österreichischen Geschichte - denen zu Lebzeiten die Anerkennung teils verwehrt wurde und die große Hürden zu überwinden hatten. Darunter die Physikerin Lise Meitner, die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky oder die Malerin Tina Blau. 

©Müze Österreich AG/Münze Österreich AG

In eine andere Richtung geht das Angebot eines Wiener Wunschbaby-Instituts anlässlich des Weltfrauentags: 80 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren können sich im März einem kostenlosen Fruchtbarkeitstest unterziehen, bei dem die Eierstockreserve geprüft wird.

Und auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat zum 8. März etwas zu verkünden: Frauen sollen ab April beim österreichischen Bundesheer den freiwilligen Grundwehrdienst absolvieren dürfen, so solle langfristig die Frauenquote - derzeit bei 4,3 Prozent - gehoben werden.

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