TikTok-Stars: Dieser Werbespot sorgt für Begeisterung im Netz

Ein Discounter wirbt mit den Elevator Boys und anderen TikTokern für die Generation Z.

Es beginnt in einem Fahrstuhl und endet im viralen Werbespot für billige Lebensmittelpreise. Auf TikTok und anderen Social-Media-Plattformen sind die Elevator Boys die Generation-Z-Version der klassischen Boyband. Statt eigenen Songs laden sie Lipsyncs und virale Tänze auf ihre Profile.  Die Werbebranche nutzt ihren Einfluss für neue Kommunikationsstrategien.  

Die Elevator Boys

Bene Schulz, Jacob Rott, Tim Schäcker, Julien Brown und Luis Freitag sind Anfang 20 und drehen hauptberuflich TikToks. Sie flirten als Elevator Boys oberkörperfrei in die Kamera, filmen Reels für Instagram und beantworten Fanfragen in einem Q&A auf YouTube. Über den gemeinsamen Account elevatormansion und ihren Einzelprofilen erreichen sie heute mehr als 12 Millionen Follower.

Der Name Elevator Boys entstand nachdem im März ein gemeinsames Video in einem Aufzug viral gegangen war. Die fünfköpfige Gruppe erkannte ihre Chance und legte mit weiteren Fahrstuhl-Videos nach. Ihr Auftrag ist einfach: Sie lächeln, sie zwinkern, sie sind die hübschen Typen von nebenan. Ihre Fans parodieren die Videos, der Name Elevator Boys wurde quasi zum Selbstläufer.

Längst ist ihr Erfolg von den Sozialen Netzwerken in die Mainstream-Medien übergeschwappt. Die TikTok-Stars treten bei Late Night Berlin auf, werden von der ZEIT porträtiert und flirten mit Branchenkollegen im Werbespot von Aldi Süd, dem deutschen Bruder der österreichischen Discounter-Kette Hofer.

Mehr als drei Millionen Klicks

Unter dem Motto #mehrfürdeingeld bewerben die TikToker Shirli (@how2shirli), Ken (@kenn2go) und Tim und Bene von den Elevator Boys den Discounter Aldi Süd. Die Social-Media-Stars sind zum ersten Mal in den Hauptrollen, die Message des Werbespots bleibt wie gewohnt: Aldi hat die billigsten Preise.

Schon nach wenigen Tagen erreicht das Video allein auf YouTube mehr als drei Millionen Aufrufe. Auf TikTok zählt Aldi Süd inzwischen mehr als 71.000 Follower und knapp eine Million Likes.

In seinen Instagram-Captions übernimmt das Unternehmen jugendlichen Slang: „POV: Du hast Kasse 2 geöffnet und siehst die Elevator Boys“. POV ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „Point of View“ (dt. Blickpunkt) und wird auf Social Media in Kurzvideos verwendet.

Dem jungen Publikum gefällt‘s: „Hammer Werbespot kann ich mir in Dauerschleife anschauen. Weiter so #Aldisüd“ oder „Wirklich mal ein Werbespot den ich aktiv gesucht habe weil er gut ist“, posten sie unter dem YouTube-Video.

Elisabeth Kröpfl

Über Elisabeth Kröpfl

Seit 2021 beim KURIER, Ressort Lebensart

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