FRANCE-US-CULTURE-CINEMA-PORTRAIT

Bösewicht Christopher Walken zerstört Banksy-Bild

Andreas Bovelino

von Andreas Bovelino

Wow, Christopher Walken zerstört Banksy-Original! Zwei exzentrische Superstars sorgen für Aufregung.

Er wollte eigentlich Tänzer werden, begeisterte das Kinopublikum schließlich aber vor allem mit seinen Rollen als "Bad Guy". Ein Bösewicht allerdings, wie man ihn so zuvor kaum gekannt hat. Exzentrisch aber mit guten Manieren, einer sanften, höflichen und doch irgendwie merkwürdigen Art zu sprechen - und einer ansatzlosen Brutalität.

Jetzt hat Christopher Walken ein Banksy-Originalbild zerstört. Also ein Bild des anonymen Sprayers, dessen Werke bereits für Millionenbeträge gehandelt werden. Und der selbst schon eines seiner Bilder im Rahmen einer spektakulären Aktion während einer Auktion geschreddert hat.

Passt zu dem guten Mr. Walken, oder? Auch wenn es im Rahmen eines Drehs für die britische TV-Serie "Outlaws" war - und Banksy selbst "mitgespielt" hat. Er hat das Graffity - in seinem Fall muss man eigentlich von "Wandgemälde" sprechen - extra kreiert, um es durch Christopher Walken zerstören zu lassen.

Was für ein Akt der ultimativen Performance, die Jungs und Mädels des Wiener Aktionismus wären vor Begeisterung kreischend von ihren Hörsaalklappstühlen gesprungen! Ein Kunstwerk, eigens gestaltet, um zerstört zu werden - das ist ein Statement.

Und auch darüber weiß Christopher Walken, der Schauspieler und Kunstliebhaber, wahrscheinlich Bescheid.

Andreas Bovelino

Über Andreas Bovelino

Ex-Musiker, spielte in der Steinzeit des Radios das erste Unplugged-Set im FM4-Studio. Der Szene noch immer sehr verbunden. Versucht musikalisches Schubladendenken zu vermeiden, ist an Klassik ebenso interessiert wie an Dance, Hip-Hop, Rock oder Pop. Sonst: Texte aller Art, von philosophischen Farbbetrachtungen bis zu Sozialreportagen aus dem Vorstadt-Beisl. Hat nun, ach! Philosophie, Juristerei und Theaterwissenschaft und leider auch Anglistik durchaus studiert. Dazu noch Vorgeschichte und Hethitologie, ist also immer auf der Suche einer archäologischen Sensation. Unter anderem.

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