Boris Bukowski: Mein Leben ist ein geiles Abenteuer mit tödlichem Ausgang

"Das Buch meines Lebens": Prominente verraten uns ihre Lieblingsbücher, an die sie sich gerne erinnern, manchmal sogar Schätze aus ihrer Kindheit. Diesmal: der Musiker Boris Bukowski.

Der 1946 in Fürstenfeld als Fritz Bukowski geborene Musiker studierte Rechtswissenschaften und schloss diese 1974 mit einem Doktorat ab. Nebenbei als Schlagzeuger in diversen Bands tätig, widmete er sich ab 1977 dem Gesang bei der Rockband Magic 69. Die ersten zwei Rockalben entstanden, 1980 das dritte Album „Sick“ mit englischen Texten, die Band löste sich aber nach zahlreichen Konzerten auf. Seine Single „Trag meine Liebe wie einen Mantel“ aus dem ersten Soloalbum war dreimal Nr. 1 in den Ö3-Charts. Das Album "100 Stunden am Tag" wurde 1990 mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Nach acht Jahren Pause ist der Musiker wieder zurück auf der Bühne, auch ein autobiografisches Buch „Unter bunten Hunden“ erscheint 2013, 2017 das Studioalbum "gibt’s ein Leben vor dem Tod?" mit Beiträgen verschiedenener Künstler u. a. Parov Stelar. Heuer erhielt er den "Amadeus Austrian Music Award" für sein Lebenswerk.

Boris Bukowski über sein Lieblingsbuch: "Ich nehm jetzt absichtlich kein Buch, das bitterernst und tiefsinnig ist und fürs ganze Leben einen moralischen Imperativ abgeben kann, sondern ein 'billiges' Taschenbuch: 'Ausgeträumt', im amerikanischen Original 'pulp' (= Schund), eine wunderbare selbstironische Inszenierung des eigenen Abgangs. Mein Credo, 'das Leben ist im besten Fall ein geiles Abenteuer mit tödlichem Ausgang', das hat Charles Bukowski hier inhaltlich vorgegeben und das Buch zur posthumen Veröffentlichung seiner Frau hinterlassen. Gibt’s einen schöneren Trost als Humor für die, die wir zurücklassen?"

Charles Bukowski

Ausgeträumt

€ 10,29

zum Buch
About

Das aktuelle Album des Musikers: "Gibt´s ein Leben vor dem Tod", erhältlich als CD, limitierte LP und zum Download.

Hörproben und Tour-Daten unter bukowski.at
facebook.com/bukowskiboris

Sabine Edelbacher

Über Sabine Edelbacher

Im Wochenendmagazin "Freizeit" erscheinen Tipps, wie man am besten die Zeit nach den Arbeitstagen verbringt. Es geht dabei um Kultur, Ausflüge in die Natur, Bücher des Lebens, Workshops und kinderfreundliche Adressen. Die ausgesuchten Termine sind zum größten Teil Empfehlungen aus eigener Erfahrung, auf jeden Fall aber Herzensanliegen.

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