"Spiderman"-Star Andrew Garfield lebte für Priesterrolle enthaltsam und hungerte

Der Schauspieler bereitete sich eigenen Aussagen zufolge intensiv auf seine Rolle im Film "Silence" vor.

"Spider-Man"-Darsteller Andrew Garfield hat in Vorbereitung auf eine Rolle eigenen Angaben zufolge auf Nahrung und Sex verzichtet. "Ich habe jeden Tag ein paar spirituelle Übungen gemacht, Rituale geschaffen, war sechs Monate lang enthaltsam und habe gefastet", sagte Garfield im Podcast "WTF with Marc Maron". "Es war sehr cool", meint der Schauspieler weiter. "Ich hatte einige ziemlich wilde Erfahrungen, als ich damals nach Sex und Essen hungerte." Die Rede ist von seiner Rolle als Jesuitenpater im 2016 erschienenen Film "Silence".

"Silence" war ein lange gehegtes Herzensprojekt, das der Regisseur Martin Scorsese seit über 20 Jahren verfolgte. Der Film führt zurück in das Jahr 1638, als zwei junge Priester von Portugal aus die gefährliche Reise in das vom Westen abgeschottete Japan antreten. Dort soll ihr früherer Mentor und Kirchenlehrer Cristovao Ferreira (Liam Neeson) vom Glauben abgefallen sein. Es waren völlig neue Rollen für Garfield und "Star Wars"-Star Adam Driver, die sich als Missionare auf ein gefährliches, entbehrungsreiches Abenteuer einlassen.

Als Vorlage diente der Roman "Schweigen" (1966) des japanischen Schriftstellers Shusaku Endo, den Scorsese nach eigenen Angaben vor über 30 Jahren las. Damals brachte der Regisseur die Jesus-Verfilmung "Die letzte Versuchung Christi" in die Kinos. Religion und Glaubensfragen seien immer ein wichtiger Teil seines Lebens gewesen, sagte Scorsese einmal in einem Interview.

Vom Priester zum Milliardär

Zuletzt wurde bekannt, dass Andrew Garfield in der geplanten TV-Serie "Hot Air" den britischen Multimilliardär Richard Branson (71) verkörpern. Die Verhandlungen um die Hauptrolle in der sechsteiligen Serie liefen, berichteten die Branchenblätter Variety und Deadline.com im Juli. Als Regisseur ist demnach David Leitch ("Deadpool 2") an Bord.

Die Serie nach der Sachbuchvorlage "Dirty Tricks: British Airways' Secret War Against Virgin Atlantic" verfolgt den rasanten Aufstieg Bransons seit den 1980ern mit seiner Fluggesellschaft Virgin Atlantic, die für das gestandene Unternehmen British Airways zum Konkurrenten wurde. Mit fragwürdigen Praktiken ging British Airways gegen Bransons Höhenflug vor. Branson zog wegen schmutziger Tricks vor Gericht, nach einem Vergleich musste British Airways 1993 Schadenersatz zahlen. Branson soll über 400 Firmen gegründet haben, darunter das Raumfahrt-Unternehmen Virgin Galactic.

Garfield war länger mit seiner Kollegin und Oscar-Preisträgerin Emma Stone liiert.

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