Einer der besten Hotelstrände in Dubai - direkt neben dem Burj Al Arab.

Wie man sich in Dubai den Luxusurlaub zusammenbastelt

Nicht jedes Reiseangebot erfüllt die Vorstellung, die man von Dubai hat. Aber mit ein paar Extras wird Dubai seinem Ruf gerecht.

Überblick

Einwohner

ca. 3,3 Millionen

Auskunft

visitabudhabi.ae

Währung

Dirham (AED)
aktueller Kurs

Vieles, das sich Dubai so einfallen lässt, sieht man ja nur von oben richtig gut: „The Palm“ etwa, jene künstliche Insel, die wie eine Palme aussieht, oder die andere Inselgruppe in Form einer Weltkarte. Auch die fantastischen Wolkenkratzer- und Poollandschaften sieht man am besten von oben.

Beim Flug mit einem Helikopter erkennt man noch etwas richtig gut: wie sehr sich Dubaiurlaube voneinander unterscheiden können. In den vergangenen Jahren gab es zunehmend billige Rundflug-Angebote deutlich unter hundert Dollar.

Billigangebote lohnen sich nicht

Die starten aber am Rand der Stadt, man muss hinfahren, muss warten, fliegt dann Richtung City und mit dem Moment des Erspähens der berühmten Gebäude dreht man wieder um. Nimmt man fünfzig Dollar mehr in die Hand, startet man von „The Palm“, gleich neben dem berühmten Hotel Atlantis, wartet nur fünf klimatisierte Minuten und hat von der ersten Sekunde an einen Ausblick wie der Scheich himself, wenn er von seiner Privatinsel losfliegt.

Hubschrauberflug, direkt von der "Palme" weg und mit Erinnerungsfoto.

©Halbhuber Axel

Um diese Mehr-Dollar geht’s in dieser Geschichte.

Dubai ist einer jener Orte, wo es mehr als eine Realität gibt. Natürlich gibt es die bekannte Funkel-Highclass-Realität, und wie es die gibt, aber da muss das Börserl schon mit sehr großer Tiefe ausgestattet sein. Und seit einigen Jahren (man buhlt um neues und mehr Publikum) gibt es eine wachsende Mittelklasse-Realität mit den ersten 4-Stern-Hotels am Strand.

Das ist die Grundlage dafür, dass es für Dubai – besonders in den unerträglich heißen Sommermonaten – schon für ein paar Hunderter pro Woche Pauschalangebote gibt. Das Problem: Man bekommt dabei nicht immer die Wahrheit, die man aus Film und Fernsehen kennt.

Beispiel Hotel

Unter den unüberblickbar vielen 5-Sterneschuppen der Stadt ist die Bandbreite enorm. Einige davon – sagen wir es freundlich – vor gut zwanzig Jahren ganz neu. Heute sind sie oft die Grundlage für Billig-Angebote, in denen dann eben auch 5-Stern steht. Wenn man aber – sagen wir es direkt – das Bild des Madinat Jumeirah Resort im Kopf hat, wird man im abgeranzten Luxushotel eher nicht glücklich.

Das Madinat, direkt neben dem Nachbargrund des Scheich-Strandanwesens, beinhaltet vier Hotels in vier Stilen und bietet nicht nur den amtsbekannten Dubai-Luxus, sondern auch für das Wüstenemirat rare Wohlfühlzonen. Zum Beispiel einen Garten, der nicht erst gestern gepflanzt wurde – Altbaumbestand ist in Dubai eher selten.

Im Madinat Jumeirah legt man die Wege per Boot zurück.

©Halbhuber Axel

Die Wege werden über angelegte Wasserstraßen zurückgelegt, man steigt bei einer Haltestelle in die Motorgondel und steigt aus, wo man will, etwa beim Hausstrand neben dem berühmten Burj al Arab, den andere nur von der Ferne fotografieren können. Man kann aber auch mit dem Golfwagerl durch das schicke Resort fahren, vom Restaurant zum hauseigenen Souk oder zum Spa-Tempel, hinausgehen muss man nicht.

Immer was Neues zu sehen

Dabei bietet Dubai dafür stets neue Anreize, denn wie sagte schon der „Vater von Dubai“, Scheich Raschid bin Said Al Maktum: „Der glücklichste Mann ist der, der zu den Errungenschaften der Vorfahren neuen Ruhm hinzufügt.“

Das neue Ain Dubai fährt nun endlich.

©Halbhuber Axel

Sein Bild hängt im „The Frame“, einem 2018 eröffneten 150-Meter-Bilderrahmen zwischen Alt- und Neu-Dubai, in dem eine Ausstellung Dubais Wurzeln zeigt. Erst heuer sperrte „The View“ auf: Der 240-Meter-Turm mit Aussichtsplattform wurde auf der Palme gebaut, damit man ihre Form nicht mehr nur aus dem Heli gut sieht. Und das allerneueste Sight ist das Ain Dubai, ein 250-Meter-Riesenrad, in dessen Gondeln man gegen Aufzahlung essen, trinken und Party feiern kann.

Wer den angesprochenen Dubailuxus spüren will, bucht bei solchen überlaufenen Sehenswürdigkeiten natürlich die Fast-Lane-Option. Damit verplempert man erstens keine Zeit in der Warteschlange und fühlt sich zweitens wie ein Rockstar, wenn man an ihr vorbeigeht, womöglich noch: vorbeigeführt wird.

Der Servicefaktor

Generell bilden solche Services eine Säule der Luxusrealität, was auch an den zu hinterfragend niedrigen Personalkosten in Dubai liegt. Aber wenn der Fahrer vor dem Hotel gleich die Limousinentür öffnet, fühlt man schon sich ein bisschen Kardashian.

Der geduldige Chauffeur macht Fotos auch.

©Halbhuber Axel

Oder wenn auf dem Flughafen gleich vor dem Flieger einer ein Schild mit deinem Namen hochhält. Da hat man sich viel einfallen lassen.

Lohnend ist der Luxus-Aufschlag jedenfalls beim Wüstenausflug, den ja doch jeder macht: Wenn man bei einem besseren Anbieter gebucht hat, vom glänzenden Jeep vor dem Hotel abgeholt wurde und auf der Straße aus der Stadt raus einen klapprigen Bus mit vielen winkenden Touristen überholt, dann vermutet man: Es war besser, sich gegen die billige Deserttour entschieden zu haben.

Wüstenzitronen vom Privatchauffeur.

©Halbhuber Axel

Ganz sicher ist man sich, wenn der Bus sie bei der ersten Düne ausspuckt und alle etwas verloren im Handeln mit Kamelritt- und Quadvermietern versinken. Während einen selbst der Fahrer des Privatjeeps zu einsamen Dünen führt, zwischendurch Wüstenfrüchte erklärt, ein paar wilde Stunts fährt und schlussendlich das perfekte Sonnenuntergangsfoto von einem schießt.

Was selbst der Mittelklasseluxus nicht verbergen kann, ist der unfassbare Touristenkitsch beim Abend im Wüstencamp. Aber immerhin sitzt man in der erhabenen VIP-Box, während die Henna-Tattoo-Künstlerin einem den Arm bemalt. Allerdings sieht der Tänzer, der inmitten der Busreisenden einen großen Rock mit Neonbeleuchtung so in Schwung versetzt, von hier aus noch mehr aus wie ein Christbaum auf Speed. Happy Dubai.

©Grafik

Info

Klimafreundliche Anreise Direkt mehrfach pro Woche z.B. mit Emirates, emirates.com. Die CO2-Kompensation beträgt via climateaustria.at hin/rück 27,20 €.

Packages Diese drei Preisbeispiele beziehen sich alle auf 16. bis 21. Jänner 2022 und beinhalten Direktflüge hin/rück mit Emirates (Economy Class). Sie firmieren alle unter „luxuriös“ (alle Hotels 5-Stern), zeigen aber, was etwas mehr Luxus kostet:

– 5 Nächte Caesars Palace Dubai/Julius King Room mit Frühstück, inklusive Privattransfer ab/bis Flughafen, ab 1.699 € p.P. 
– 5 Nächte The Address Beach Resort/Deluxe Marina View Room mit Frühstück, inkl. Privattransfer ab/bis Flughafen Pauschalpreis, ab 2.499 € p.P. 
– 5 Nächte Jumeirah Mina a Salam (Teil des Madinat Jumeirah Resort)/Arabian Deluxe Room, mit Frühst., VIP-Privattransfer ab/bis Flughafen, VIP Meet & Greet inkl. Fasttrack am Flughafen Dubai, Halbtages Privat-Stadtrundfahrt, Tickets The View inkl. Fasttrack, Helikopter-Rundflug Dubai 40 Min., ab 3.365 €  p.P. 
Info und Buchung auf pur-touristik.at oder unter office@pur-touristik.at und Tel. 02252/63 271

Auskunft Infos über alle Sehenswürdigkeiten und Programm: visitdubai.com 

Vom Helikopter sieht man "The Palm" besonders gut - und das neue (links) und alte (rechts) Atlantis.

©Halbhuber Axel
Axel Halbhuber

Über Axel Halbhuber

Ich habe mir unter den Zweigen des Schreibens den Journalismus ausgesucht, um nicht über mich schreiben zu müssen. Und jetzt schreibe ich hier Zeilen zu meiner Vita. Es gibt im Leben Wichtigeres, das es zu beschreiben gilt. Eben das macht diesen Job spannend: gestern ein Interview mit den Klitschko-Brüdern, heute eine Reportage in einem Dorf für Demenzpatienten, morgen das Porträt über die wahre Biene Maja. Leben ist Vielfalt, auch das Berufsleben. Daher habe ich im Journalismus vieles gemacht: Wirtschaftszeitung bis Männermagazin, Online-Ressortleitung bis Gratismedium-Chefredaktion, Sportressort bis Societymagazin, Österreichwanderung bis Weltreise. Und bei aller Vielfalt ist das Reisen doch zu einem Steckenpferd geworden, auch durch meine Bücher „Ich geh dann mal heim“, „Einfach eine Weltreise“ und "Reisen ist ein Kinderspiel". Aber am wichtigsten war die Biografie über Helmut Kutin: "Wie aus einer zerstörten Kindheit ein gutes Leben wurde." Das muss wirklich jeder lesen!!!!

Kommentare