Vampire verscheucht: Und wie wird man den Knoblauchgeruch los?

Knoblauch und Zwiebel geben Speisen die Würze. Nach dem Kochen hinterlassen sie aber Gerüche an den Händen, die heftig anhaften.

Knoblauch ist gesund. Und hält er lästige Vampire fern - was wenig verwunderlich ist. Er stinkt einfach fürchterlich, auch wenn er manchen Speisen die richtige Würze verleiht. Und wenn man ihn schneidet, haftet den Händen ein schauderhafter Geruch an. Blutsauger in die Flucht schlagen hin oder her. 

Egal, wie viel man die Hände wäscht, der Odeur geht nicht weg. Früher haben viele mit dem Griff zur Zigarette den Geruch mit Rauch übertüncht. Es roch dann nicht mehr wirklich nach Zwiebel und Knoblauch – dafür noch grausamer. Da fällt aber in diesen Tagen ohnehin weg, weil Rauchen echt nicht mehr cool ist. Nein, liebe Kids, auch wenn ihr das immer noch meint.

Was gegen den Geruch von Zwiebel und Knoblauch an den Fingern hilft, ist aussitzen. Oder du greifst auf ein paar Küchentricks zurück:

  1. Salz und Zitrone:
    Vermische Zitronensaft und Salz und reibe mit der Paste deine Hände ein. Dann mit lauwarmem Wasser abwaschen. Weil Salz aber der Haut Flüssigkeit entzieht, schmiere die Hände am besten noch mit einer fettigen Creme ein.
  2. Kaffeepulver
    Du kannst die Hände aber genauso gut mit Kaffeepulver bestreuen und diese dann mit warmem Wasser abwaschen. Zusatzeffekt: Kaffee macht schöne Haut. Es gibt auch Menschen, die empfehlen, die Hände nach dem Einreiben mit Kaffee in eine Schüssel mit lauwarmer Milch zu tunken. Wir raten aber aus Gründen der Lebensmittelverschwendung davon ab.
  3. Essig
    Die Flüssigkeit ist zwar der Graus vieler Nasen, aber ein wirkliches Wundermittel. Es ist nicht nur gut zur Haut, sondern neutralisiert Gerüche in Windeseile. Und auch sein dominanter Geruch verfliegt nach einiger Zeit. Und gut zum Putzen ist es auch – Edelstahl wirkt wieder wie neu, wenn man ihn mit Essig einreibt.

Apropos Edelstahl. Oft wird empfohlen, die Finger an der Edelstahl-Spüle zu reiben. Da soll der Geruch nach wenigen Sekunden dahin sein. Auch Edelstahl-Seifen sollen Abhilfe schaffen, wenn man sich die Hände 20 Sekunden unter fließendem Wasser wäscht. So hat einmal Andreas Zielonka, Leiter des unabhängigen Forschungsinstituts für Edelmetalle und Metallchemie in Schwäbisch Gmünd, der Rheinischen Post gesagt, dass Edelstahl unmöglich eine physikalische oder chemische Reaktion herbeiführt, durch die Gerüche verwinden.  Der Elektrochemiker erklärte, dass einige Metalle wie Silber, das auch antiseptisch sei, auch geruchsintensive Inhaltstoffe anlagern könne. "Beim Edelstahl jedoch ist eine wie auch immer geartete Reaktion völlig ausgeschlossen.“ Wenn Geruch entfleuche, dann sei das auf die mechanischen Reaktionen beim Händereiben unter laufendem Wasser zurückzuführen. 

Die Hersteller wiederum glauben an die Wirkung. „Wissenschaftler vermuten, dass Edelstahl den Zwiebelgeruch an den Händen durch eine sogenannte „Katalyse“ beseitigt. Denn Edelstahl hat die positive Eigenschaft, Moleküle unterschiedlicher Art anzureichern (=adsorbieren). Die Oberflächenmoleküle des Edelstahls nehmen somit die übel riechenden Schwefelmoleküle der Handoberfläche auf und zersetzen diese,“ schreibt der Edelstahtl Discounter.

Du kannst aber auch eine Zwiebelschneidmaschine kaufen. Oder Handschuhe anziehen. Aber die sind oft aus Gummi. Und hinterlassen wieder unangenehme Gerüche...

Daniel Voglhuber

Über Daniel Voglhuber

Redakteur bei der KURIER Freizeit. Er werkt dort seit Dezember 2020 und darf sich den schönen Dingen im Leben widmen. Zuvor war er fast zehn Jahre in der KURIER-Chronik. Er begann 2011 als Oberösterreich-Mitarbeiter in Linz, später produzierte er lange unterschiedliche Regionalausgaben. Zuletzt war er stellvertretender Chronik-Ressortleiter.

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