Das sind die besten Winterkrimis des Jahres
Gerade in langen Winternächten genießen wir gerne ein bisschen Gänsehaut, egal ob in Buchform oder im TV. Hier ist eine Auswahl an Neuheiten und Klassikern. Gute Unterhaltung!
Wir stellen euch einen Mix aus Neuheiten und Klassikern vor: zehn Bücher und sechs Serien/Filme, die perfekt für lange Winternächte sind.
Bücher
James Kestrel: "Fünf Winter“
Mord während der Schrecken des Zweiten Weltkriegs, die Kälte zwischen Hawaii, Hongkong und Tokio sieht man nicht am Thermometer, die Geschehnisse ringsum strahlen sie aus. Fünf Winter später kommt der Detektiv, der durch diese Hölle gegangen ist, an den Schauplatz zurück.
Marc Elsberg: "°C – Celsius“
Wer das Klima kontrolliert, kontrolliert die Welt, ist die Prämisse. Nationen und Allianzen tun alles, um genau DAS zu tun, Menschen, die sich für Player hielten, werden zu Spielbällen. Manchen gelingt es, den Kopf über Wasser zu halten. Und am Ende schneit es dann im Sommer ...
Laurent Mauvignier: "Geschichten der Nacht“
DIE Story für eine lange, dunkle Nacht. Vater, Mutter, Tochter, Nachbarin verbringen einen Abend gemeinsam auf ihrem abgelegenen Weiler. Mit ihren Ängsten und unterdrückten Differenzen. Drei Eindringlinge zwingen sie, ihr Verborgenstes zu gestehen. Die Angst kommt langsam.
Megan Abbott: "Aus der Balance“
Krimi aus der Ballettwelt, die Schwestern Marie und Dara leiten gemeinsam mit Daras Mann Charlie eine Tanzschule. Unter der Oberfläche schwelen Ehrgeiz und dunkle Geheimnisse. Ein dubioser Bauunternehmer bringt sie an die Oberfläche – und unheilvoll "Lynchige“ Atmosphäre ins Buch.
Andreas Pflüger: "Wie sterben geht“
1983, der Höhepunkt des "Kalten Krieges“, natürlich im Winter. Auf der Glienicker Brücke reißt ein Agentenaustausch die junge Slawistin Nina Winter in einen Strudel an lebensbedrohlichen Ereignissen. Die un- erfahrene BND-Agentin rennt um ihr Leben, tötet, hat Angst, stirbt – oder doch nicht?
Theresa Prammer: "Ausgelöscht“
Ohne Gedächtnis sind wir nicht wir selbst, gehen durch eine undurchdringliche Nacht. Aber was, wenn unser Gedächtnis uns belügt? Zwei Entführungen, zwei Frauen mit denselben Erinnerungen, zwei Psychologinnen auf der Suche nach der Wahrheit. Faszinierender Psychothriller.
Nicola Lagioia: "Die Stadt der Lebenden“
Gefühle auf Gefrierpunkt: In der Tradition von Truman Capotes „Kaltblütig“ beschäftigt sich der italienische Autor mit einem schrecklichen Mord, den zwei junge Römer aus gutem Haus begangen haben. Aber der Roman geht über das grundlos Böse hinaus, blickt tief in die Seele der Täter.
Stuart O’Nan: "Engel im Schnee“
Ein Klassiker zur Abwechslung. Im tief verschneiten Pennsylvania wird eine junge Frau erschossen. Die Frage nach dem „Wer“ ist schnell geklärt, es ist das "Warum“, das uns der Autor in diesem Buch voll Schmerz und Schönheit näherbringt. Mit Kate Beckinsale gelungen verfilmt.
Jan Costin Wagner: "Einer von den Guten“
Eine der gerade bei Krimis so beliebten Serien – und eine der besten. Der dritte Fall für Kriminalermittler Ben Neven, den man nach den ersten beiden Büchern als „einen von den Guten“ kennt. Verheiratet, Kinder, toller Kollege – man muss ihn einfach mögen. Aber er hat ein dunkles Geheimnis.
Cormac McCarthy: "Stella Maris“
Im Vorgängerroman „Der Passagier“ finden wir die junge, brillante Mathematikerin Alicia Western am Weihnachtsabend tot im Wald. Beinahe wie ein Engel hängt sie am Baum. Jetzt erfahren wir alles über ihre letzten Wochen. Ein Roman in Dialogform, ungewöhnlich, absolut faszinierend.
Serien/ Filme
Deadwind
Finnische Netflix-Serie mit Pihla Viitala als toughe, dabei psychisch nicht ganz stabile Polizistin Sofia Karppi, die trotz ihrer Fehler eine Sympathieträgerin ist. Perfekt für die Ferien, weil in Finnland ist irgendwie immer Winter. Zumindest in "Deadwind“. Wer "Die Brücke“ mochte, wird diese Serie lieben.
Der Pass
Ein echtes Streaming-Highlight aus Österreich – mit gelungener deutscher Beteiligung. Mittlerweile gibt’s schon drei Staffeln, über die Feiertage kann man sie locker alle bingen. Niki Ofczarek als Wiener Ermittler in den Salzburger Bergen ist genial, Kamera und Schnitt sind es auch. Internationale Klasse!
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
Der Film nach dem Erfolgsroman von Peter Høeg (ebenfalls eine Empfehlung!) hat schon einige Jahre auf dem Buckel, aber nichts von seiner Faszination verloren. Wir sind in Grönland, es gibt viele Wörter für Schnee, sogar Farben. Und einen Mord.
Fargo
Noch ein Kinoklassiker, im Winter haben wir Zeit für gut abgehangene Filme. Und: Die verschneiten Highways North Dakotas, die gnadenlose Jagd des durchgeknallten Gangsters auf zwei harmlose Passanten, meterhoch Schnee überall – das hat schon was. Wobei auch die Serie durchaus zu empfehlen ist.
Curon
Unheimliche Miniserie aus Italien. Genauer: aus Graun im Vintschgau – "Curon“ auf italienisch. Der Reschensee mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm spielt eine entscheidende Rolle in dem Horror-Thriller. So wie Krampusse und lokale Legenden, die einer Familie aus Mailand zu schaffen machen.
Glacé – Ein eiskalter Fund
Auch in Frankreich kann einem das Blut gefrieren: In den verschneiten Gipfeln der Pyrenäen wird ein enthauptetes Pferd gefunden. Wie kommt die DNA eines Serienmörders an den Tatort, der im Psycho-Hochsicherheitstrakt sitzt? Entdeckenswerte Serie, drastisch, aber auch psychologisch spannend.
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