Filmkritik

"Dark Glasses": Dario Argentos trashiger Thriller um Serienmörder

Ein Edelprostituierte wird von einem brutalen Serienmörder gejagt – und bekommt Hilfe von Asia Argento

Für Liebhaber des „Giallo“, einer italienischen Spielart des Thrillers, zählt Dario Argento zu den Meistern des Genres. Sein unbändiger Stilwille – mit Hang zu expressiver Farbwahl, eigensinniger Kameraperspektive und extremer Großaufnahme – zeichnen sein exquisit-brutales Werk an Horror- und Slasherfilmen aus. Erst 2018 hat Regisseur Luca Guadagnino mit einem losen Remake von Argentos verkultetem Klassiker „Suspiria“ (1977) dessen Werk gewürdigt.

Mit seinem neuen Thriller „Dark Glasses“ ruft Dario Argento zwar Reminiszenzen an die Hochblüten des Giallos wach, kann aber bei Weitem weitem nicht mehr neue Maßstäbe setzen.

Eine Prostituierte wird mit einer Drahtschlinge ermordet. Rot sprudelt ihr Blut. Rot leuchten auch

die Lippen und das Kleid einer Edelprostituierten, die als Nächster auf der Liste des Serienmörders steht. Gemeinsam mit einem chinesischen Buben und einer Bekannten – gespielt von Argentos Tochter Asia – versucht sie die Flucht. Blutig, trashig, räudig.

INFO: I/F 2022. 86 Min. Von Dario Argento. Mit Ilena Pastorelli, Asia Argento, Andrea Zhang.

Ilena Pastorelli (li.) und Asia Argento in "Dark Glasses" von Dario Argento

©Pandafilm
Alexandra Seibel

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Alexandra Seibel schreibt über Film, wenn sie nicht gerade im Kino sitzt.

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