
So schmeckt's im Restaurant "Oben" im 7. Bezirk in Wien
Georg Wallisch setzte von Anfang an auf Nachhaltigkeit, Regionalität, Frühstück, Burger und witzige Szene-Küche. Letztere erhielt nun mit dem neuen Küchenchef einen neuen Drive.
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Der Wiener Gürtel ist die am stärksten befahrene Landesstraße Österreichs, ihn als schön zu bezeichnen, käme wohl niemandem in den Sinn. Und dass man an seinen Gestaden jemals gut essen wird können, auch nicht.
Beschreibung
€€€
Weltküche
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Letzteres wird am Urban-Loritz-Platz mit "Café Azurro" und "Trixie Kiddo's" seit geraumer Zeit allerdings eindrucksvoll bewiesen, und von einer gewissen Distanz aus betrachtet beweist der Gürtel auch ästhetische Qualitäten. Zum Beispiel vom Lokal am Scheitel der Wiener Hauptbücherei aus, 22 Meter über dem Neubaugürtel. Hier befand sich lange das nicht weiter bemerkenswerte Café "Canetti".
Vor 15 Jahren übernahm Georg Wallisch, nannte das Lokal mit Ausblick "Oben" und setzte von Anfang an auf Nachhaltigkeit, Regionalität, Frühstück, Burger und witzige Szene-Küche. Letztere erhielt nun mit dem neuen Küchenchef einen neuen Drive: mehr Gemüse, mehr Kreativität, mehr Spannung.
Die Rindsuppe bekommt einen Blunzenknödel, die Bio-Schwarzwurzeln werden von Fenchel und Granatapfel begleitet, das Icon-Gericht der neuen Karte, Bio-Ente mit Brombeer-Hoisin und Haselnuss, ist rasch ausverkauft (18 €).
Der Smoky Pulled-Mushroom-Burger könnte vielleicht noch eine Spur Frische oder Säure vertragen (18,50 €), der dreierlei Kürbis mit Blutwurst in Knusperteig ist dann dafür aber einer der erfreulichsten Blunzen-Gerichte seit Langem – auch wenn die Kren-Emulsion durch geriebenen Kren ersetzt wurde (19 €). An den Details könnte man vielleicht noch feilen, schließlich erklimmt man ja 103 Stiegen für einen Besuch im "Oben" (Lift gibt’s auch).
Bewertung
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