Haarentfernung ohne Rasur: Expertin verrät, wie Sugaring funktioniert

Beim Sugaring werden mittels Zuckerpaste Haare entfernt. Wie die Methode zu Hause funktioniert und mit welchen Nebenwirkungen man rechnen muss.

Statt mit einem Einwegrasierer oder einem Epilierer, kann man versuchen, sich mittels Sugaring Haare zu entfernen. Diese Anwendung ist eine altbewährte Methode, die seit Jahrhunderten in orientalischen Dampfbädern, Hamams, angeboten wird.

Dabei kommt eine spezielle Zuckerpaste zum Einsatz, die in der Regel aus Zucker, Zitronensaft und Wasser besteht. Ähnlich wie beim Waxing trägt man die Masse zuerst auf der Haut auf. Nach ein paar Minuten zieht sie man sie mitsamt der Wurzel von der Haut ab. 

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Was euch in dieser Geschichte erwartet

  • Ob Sugaring schmerzhaft ist
  • Was man bei der Do-it-Yourself-Variante beachten muss 
  • Weitere Tipps

Für wen Sugaring besonders gut geeignet ist

Dermatogin Charlotte Grillitsch gegenüber freizeit: "Sugaring ist eine sehr schonende und natürliche Methode. Besonders gut geeignet ist die Paste für empfindliche Haut, da sie rein natürlich ist und auch wenig allergisches Potenzial hat."

Sie bietet diese Methode wie viele andere Schönheitssalons in ihrer Praxis an. "Die meisten unserer Kunden ziehen es der Waxing-Methode vor und sagen, es irritiert weniger und die Haare würden weniger schnell nachkommen", so die Expertin. 

Wie schmerzhaft ist Sugaring?

Nebenwirkungen sind vom Hauttyp abhängig, "aber in den allermeisten Fällen nur vorübergehend". Es können unter anderem Rötungen, Juckreiz und manchmal sogar kleine Blutergüsse oder Verletzungen an der Haut auftreten.

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Grillitsch hat die Erfahrung gemacht, dass die Behandlung von den meisten ihrer Kunden als weniger schmerzhaft, sondern als "angenehm" empfunden wird. Das liegt vermutlich daran, dass die Paste sich normalerweise sehr leicht von der Haut abziehen lässt.

Wie lange die Haut haarfrei bleibt, hängt von vielen Faktoren ab - zum Beispiel vom Haartyp, wie schnell die Haare im Allgemeinen wachsen, das Alter und von wem die Behandlung durchgeführt wird. In der Regel kann man mit 3-4 Wochen rechnen.

Als Do-it-Yourself-Variante: Was man beachten muss

"Sugaring" wird in diversen Schönheitssalons angeboten, alternativ kann man die Paste kaufen oder selbst herstellen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten. Grillitsch rät: "Beim Sugaring hört man oft, dass das Auftragen der Zuckerpaste gegen die Haarwuchsrichtung schmerzhafter, aber effektiver sein soll. Das ist jedoch weder angenehm noch sinnvoll, da das unnötigen Schmerzen verursachen und das Risiko von eingewachsenen Haaren erhöhen kann. Deshalb immer die Paste in Haarwuchsrichtung auftragen und dann entgegen der Haarwuchsrichtung abziehen."

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Weitere Tipps

Zu Beginn sollte man zudem an kleineren und weniger sensiblen Körperregionen üben, bevor man sich an größere Bereiche heranwagt. Dadurch kann man sich langsam an diese Prozedur gewöhnen und vermeidet unerwünschte Schmerzen oder Verletzungen. Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Qualität der Zuckerpaste.

"Es ist wichtig, auf eine qualitativ hochwertige Paste zurückzugreifen, die keine chemischen Zusatzstoffe enthält und die dafür sorgt, dass sich die Paste leicht von der Haut abziehen lässt", so die Dermatologin. Anfänger sollten zudem darauf achten, dass die Temperatur der Paste nicht zu heiß wird, um Verbrennungen oder Reizungen der Haut zu vermeiden. "Wir haben schon einige Patienten mit Verbrennungen behandelt", warnt die Expertin.

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Grillitsch betont: "Die Erfahrung und das Know-how der professionellen Kosmetikerinnen und Kosmetiker, die solche Dienstleistungen anbieten, sind unersetzlich, besonders wenn es um die Wahl der richtigen Mischung und Konsistenz geht."

Liisa Mikkola

Über Liisa Mikkola

Digital Producer bei freizeit.at, dem Digitalformat der KURIER freizeit.

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