Filmkritik zu "The Lost City": Sandra Bullock geht auf Schatzsuche

Nostalgie-Kino mit Sandra Bullock und Channing Tatum in einem Dschungelabenteuer für die ganze Familie.

Wenn das Superhelden-Abenteuer einmal Pause macht, geht Hollywood auf Schatzsuche.

Wie in den guten alten 80er-Jahren, als sich Kathleen Turner und Michael Douglas „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ befanden, liefert „The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ nettes Nostalgie-Kino für die ganze Familie. Sandra Bullock beweist einmal mehr, das sie zur Komödie taugt und spielt entschlossen eine Liebesromanautorin namens Loretta, die sich mit ihrem hübschen Cover-Model Alan auf Lesereise befindet.

Alan ist der muskulöse Traum der weiblichen Leserschaft und erinnert mit seiner blonden Föhnfrisur an Hansi Hinterseer. Tatsächlich handelt es sich um Channing Tatum, der selbstironisch die Dumpfbacke spielt und Loretta beweisen will, dass er nicht nur ein blonder Depp ist. Dann geht das Abenteuer los: Loretta wird von einem Medien-Magnaten-Sohn (Daniel Radcliffe) in den Dschungel entführt, wo sie bei der Suche nach einer verlorenen Stadt behilflich sein soll.

Alan eilt ihr hinterher und bringt Verstärkung in Form des lustigen Brad Pitt mit. Als Parodie eines

US-Elitesoldaten läuft Pitt behände wie ein Affe die Palmen hinauf und schlägt gekonnt Purzelbäume, ehe er seine Gegner ausschaltet.

Zwischen Verfolgungsjagden und flottem Dialog-Schlagabtausch in bewährter Screwball-Tradition läuft das Abenteuer vorhersehbar auf Schiene. Immerhin: Sandra Bullock bleibt durchgehend angezogen; es ist Channing Tatum, der immer seine Kleidung verliert.

INFO: USA 2022. 112 Min. Von Aaaron und Adam Knee. Mit Sandra Bullock, Channing Tatum.

Daniel Radcliffe entführt Sandra Bullock in "The Lost City"

©Constantin
Alexandra Seibel

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Alexandra Seibel schreibt über Film, wenn sie nicht gerade im Kino sitzt.

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