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Tolle Knolle in Airfryer oder Pfanne: So aufregend ist Sellerie
Es kann, muss aber nicht immer Selleriesuppe sein. Das winterliche Wurzelgemüse kann nämlich so vieles mehr
So richtig aufregend wirkt die Sellerieknolle auf den ersten Blick nicht – wer "Zeller" sagt, denkt zunächst nur an "fade" Suppen oder Püree. Was ungerecht ist – so etwas in der Art musste sich (der Legende nach) einst Madame de Pompadour gedacht haben, die eine Selleriesuppe erfand, um Ludwigs XV. sexuelle Leidenschaft zu entfachen.
Womit sie es den alten Römern und Griechen gleichtat, die das Wurzelgemüse traditionell als Aphrodisiakum verwendeten.
Doch auch abseits davon sorgt Sellerie für so manchen Zauber – kulinarischer Art. Sie überrascht zum Beispiel als feine Frittata, gerne rustikal mit Frankfurter Würstel oder – alternativ – in der vegetarischen Variante, mit geräuchertem Tofu.
Mutterns liebster (fettarmer, aber auch günstiger) Schnitzelersatz darf hier keineswegs fehlen: Selleriescheiben paniert und knusprig herausgebacken, mit Zitronenscheibe und Preiselbeeren serviert.
Das Gemüse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen in unseren Breiten, aufgrund seiner guten Lagerfähigkeit zählt der Zeller zu den Wintergemüsen.
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Knusprige Selleriesticks
©Getty Images/Tatiana Volgutova/istockphotoTipp: Je kleiner die Sellerieknolle ist, desto aromatischer wird sie schmecken. Außerdem empfiehlt es sich, eine ganze Knolle zu kaufen. Bei den einzelnen Scheiben lässt sich oft nicht gut erkennen, ob sie noch frisch sind.
Übrigens: Sellerieabfälle (ob vom Blatt oder von der Knolle selbst) nie wegwerfen, sondern trocknen lassen, später vermahlen und zu Pulver oder Paste verarbeiten. Mit Salz vermischt, ergibt das eine aromatische Suppenwürze. Ohne Salz geht es aber auch: Einfach getrocknete Knollenreste gemeinsam mit einem Löffel Reis vermahlen: fertig ist das salzlose "Salz".
Ein echter Renner, vor allem bei jüngeren Feinschmeckern: Selleriepommes! Die Alternative zum Klassiker – so lässt sich Gemüse unaufgeregt in den täglichen Speiseplan schwindeln.
Ein ideales Gericht für Besitzer einer Heißluftfritteuse (Airfryer): Selleriestifte in einem Mix aus Speisestärke, Paprika und etwas Öl wälzen, dann circa zwanzig Minuten bei 200 Grad knusprig backen, den Korb alle drei Minuten gut durchrütteln.
Rezept: Gebackene Selleriesticks
Vorbereitung: 20 min
Zubereitung: 15 min
Portionen: 4
Zutaten:
1 kg Knollensellerie
2 TL Zitronensaft
10 EL Mehl
150 g Semmelbrösel
4 Bio-Eier
etwas Pfeffer, etwas Salz
200 ml Öl mit 2 EL Butterschmalz
Zubereitung:
- Sellerie putzen, schälen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese wiederum in 2 cm breite Stifte.
- In Salzwasser zwei Minuten sprudelnd kochen lassen, abgießen, abschrecken und sehr gut abtropfen lassen.
- Nun mit einem Geschirrtuch trockentupfen
- Für die Panier Mehl und Semmelbrösel jeweils in einen tiefen Teller geben, Eier mit Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel verquirlen. Selleriestifte zwischen Küchentüchern trockentupfen
- Selleriestifte portionsweise panieren.
- Butterschmalz oder Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen, die Stifte darin etwa drei Minuten rundum goldbraun braten.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen, bis alle Stifte gebraten sind.
- Mit Ketchup servieren.
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