Schmucker Trend: Ein Armband für die Ewigkeit

Das permanente Ketterl erobert nun auch in Österreich als "Forever Bracelet" die Handgelenke.

Eine ganz besondere Freundschaft, eine neue Liebe, das erste Kind: Manche Menschen, manche Ereignisse hinterlassen tiefe Eindrücke im Leben – so sehr, dass man diese auch symbolisch für immer bei sich tragen will. Knüpfte man in jungen Jahren zu diesem Zweck noch Freundschaftsbänder, die getragen wurden, bis sie irgendwann von selbst abfielen, bieten sich später weitaus permanentere oder hochwertigere Alternativen.

Perfekte Alternative

Diese haben aber auch ihre Tücken. Beim Freundschaftstattoo fühlen sich die einen vom Gedanken an die Tattoonadel gestresst, ein Ring oder Kettchen geht den anderen wiederum in der Hektik des Alltags aber notorisch verloren.

Fix zugelötet

Abhilfe schafft hier der sogenannte permanente Schmuck – ein Trend, der schon seit einer Weile anhält und über die sozialen Medien Verbreitung fand. Gemeint ist damit ein simples Kettchen, das man ums Handgelenk trägt, das statt einen Verschluss zu haben, fix zugelötet wird.

Material schonend

„Es hat auch eine praktische Seite“, meint Viktoria Konieczka vom Wiener Familienbetrieb Koni, der den Schmuck seit 2021 im Angebot hat. „Das Armband wird dem Handgelenk individuell angepasst, somit passt es perfekt. Außerdem ist es viel nachhaltiger, da nur genauso viel Material verwendet wird wie nötig.“

Hält für immer – beziehungsweise bis man das Band durchschneidet.

©Viktoria Konieczka

Wachsender Fanklub

Das kommt gut an: Waren die Kunden anfangs noch skeptisch, sind die sogenannten „Forever Events“, bei denen man sich das Armband anlöten lässt, mittlerweile immer ausgebucht, erzählt sie. Vor Ort geht es aber ganz schnell: Das Kettchen zu fixieren, dauert nur wenige Minuten.

Die Zielgruppe: „Viele Freundinnen, Liebespaare, aber auch Mütter und Töchter“, so Konieczka, „altersmäßig dabei komplett durchmischt“.

Vorläufer von Cartier

Schmuck, den man nicht ablegen kann, ist zwar ein aktueller Trend, ganz neu ist die Idee aber nicht. So brachte Edeljuwelier Cartier bereits 1969 die erste Generation der sogenannten Love Bracelets auf den Markt. Der Schmuckklassiker, der aus zwei miteinander verbundenen, unbeweglichen Hälften besteht, lässt sich nur mittels eines mitgelieferten Schraubenziehers öffnen – es bleibt also ein kleines Schlupfloch. Wessen Budget der Preis des exklusiven Schmuckstücks übersteigt, für den ist die Variante mit den dünnen Goldkettchen wohl eher das Richtige. Aufpeppen und personalisieren lässt sich das schlichte Band zusätzlich noch mit Schmucksteinen.

Auf und ab

Und geht die Freundschaft oder die Beziehung, die man mit dem Schmuckstück verewigen wollte, doch einmal in die Brüche, keine Sorge. Man kann das Armband bei Bedarf einfach durchschneiden – und jederzeit auch wieder zusammenlöten lassen.

Über Anya Antonius

Seit 2022 beim Kurier, Ressort Lebensart

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