Legendäre Designs

Wie die berühmte Handtasche "Lady Dior" zu ihrem Namen kam

Sandra Keplinger

von Sandra Keplinger

Kaum eine Marke ist so französisch wie Dior. Und keine französische Tasche steht so sehr für England wie die “Lady Dior”.

Es gehört zum guten Umgangston bei Staatsbesuchen, dem Besucher ein Präsent zu überreichen. Wenn’s geht, bitte ein Spezielles, das das Gastgeberland repräsentiert. Beim gemeinsamen Fototermin wird mit dem Präsent in die Kamera gelächelt, und dann wird es an einen Assistenten übergeben, um nie wieder aufzutauchen.

Diana mit der "Lady Dior" in Liverpool im Sommer 1995

©Getty Images

Nicht so 1995, als Prinzessin Diana auf Besuch bei den Chiracs in Paris war. Eigentlich handelte es sich nicht einmal um einen klassischen Staatsbesuch, da Diana zu diesem Zeitpunkt schon in Trennung mit Charles lebte und demnächst ihre Rolle als Senior Royal aufgeben sollte. Bernadette Chirac wusste trotzdem um die Wichtigkeit des Ereignisses und wollte die stilvolle Diana mit einer Besonderheit beschenken: Einem neuen Design aus dem Hause Christian Dior.

Sie rief also im Pariser Atelier an um sich nach dem neuesten Taschen-Entwurf zu erkundigen. Dior gab Chirac die “Chou Chou” mit – eine brandneue, schwarze Tasche aus Patentleder mit rundem Henkel. Diana liebte das Geschenk so sehr, dass sie in den Monaten darauf ständig mit der Tasche zu sehen war. Grund genug für Dior, das Design in “Princesse” und später in “Lady Dior” umzubennen. Unter letzterem Namen wird sie heute noch vermarktet.

Dianas nachhaltiger Einfluss auf die Modewelt

Heute zählt die Lady Dior zu einem der ikonischsten Handtaschen überhaupt. Das Design ist zeitlos: Die quadratische Grundform, das Patentleder und die unverkennbaren Henkel zeichnen die Lady Dior aus. Sie ist ein Klassiker für jedes Alter: junge Trägerinnen entscheiden sich für Varianten in Lackleder oder grellen Farben, Kunstliebhaber fiebern jedes Jahr den Art Editions entgegen (die auf dem Secondhand-Markt einen hohen Wert haben). Der zeitlose Klassiker in schwarzem Kalbsleder ist und bleibt die erfolgreichste Version der “Lady Dior” - und das ist mit sicherheit auch ihrer Namensgeberin zu verdanken.

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Legendäre Designs

In dieser Digital-Serie erzählt die freizeit die Geschichte von ikonischen Designstücken aus Mode und Interieur. 

Sandra Keplinger

Über Sandra Keplinger

Sandra Keplinger ist Digital Pruducer bei freizeit.at, dem Digitalportal der KURIER freizeit. Die gelernte Fotografin liebt alle Themen rund um Ästhetik. Sie arbeitete als Foto- und Modechefin beim WIENER, schrieb über Mode und Beauty in der DIVA und war zuletzt CvD bei Falstaff LIVING.

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