Beauty-Trend "Slugging": Besser aussehen dank Vaseline?

Dick eingeschmierte Haut: Was steckt hinter dem Pflegetrend, der auf TikTok viral geht?

Abends schlafen gehen und am nächsten Morgen mit strahlender Haut aufwachen - das verspricht das sogenannte "Slugging". Der Beautytrend aus Korea, der besonders auf der Plattform TikTok gerade trendet, setzt dabei nicht auf exklusive Hautpflegemarken, für die man tief in die Tasche greifen muss. Stattdessen greift man zu Altbewährtem, das man vielleicht ohnehin schon im Badezimmerschrank stehen hat: Vaseline.

Was ist Slugging?

Es handelt sich definitiv um eine eher schleimige Angelegenheit, immerhin leitet sich das Wort vom englischen "slug" für Nacktschnecke ab. Gleichzeitig soll es an die Textur parraffinbasierter Creme erinnern. Das Prozedere ist denkbar einfach. Abends folgt der Gesichtsreinigung und dem Auftragen der Pflegeprodukte, die man üblicherweise verwendet, eine Schicht Vaseline. Diese kann sowohl großflächig fürs ganze Gesicht, oder nur für die Stellen, die zur Trockenheit neigen, eingesetzt werden.

Man macht sich dabei den Okklusionseffekt der Creme zu Nutze, der bewirkt, dass die Hautfeuchtigkeit eingeschlossen wird, ohne einfach verdunsten zu können - die Haut wird also versiegelt. Auch darunter verwendete Seren und Gesichtscremes, können dadurch besonders gut wirken. Besonders jenen, die trockener Haut und Ekzemen neigen kann das Erleichterung verschaffen.

Hat man allerdings eher mit öliger Haut zu kämpfen, sollte man Slugging meiden, sagt Dermatologin Ewoma Ukeleghe im Gespräch mit der britischen Vogue. "Ich fürchte, dass bei exzessiver Verwendung die Poren verstopft werden, speziell wenn man zu Akne neigt." Sie empfiehlt stattdessen Hyaluronsäure, gefolgt von einer reichhaltigen Feuchtigkeitscreme. "Hyaluron ist ein natürlicher Bestandteil unserer Haut, äußerlich aufgetragen hilft es, Feuchtigkeit zu binden und zu halten", sagt sie.

Dennoch meint sie, dass ein gezielter Einsatz der Vaseline auf trockenen Hautstellen bedenkenlos ist. Bleibt also nur, den Trend selbst zu testen - probieren kostet bekanntlich nichts, zumindest in diesem Fall sehr wenig.

Über Anya Antonius

Seit 2022 beim Kurier, Ressort Lebensart

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