Sprudel mal anders: Die besten Alternativen zu Champagner

Winzersekte sind weiter auf dem Vormarsch, Crémant und Cava ebenso.

Manchmal muss es ein Schaumwein sein. In Frankreich stößt man schon vor Silvester auf ein Rekordjahr an: 2021 sollen 315 Millionen Flaschen verkauft und damit ein Umsatz von mehr als 5,5 Millionen Euro eingefahren worden sein - und das trotz schwieriger Witterung und wenig ergiebiger Ernte. Doch die Nachfrage nach dem edlen Tropfen war heuer so groß wie noch nie, mehr dazu hier. Manche Produzenten melden deswegen sogar Lieferengpässe. Mon Dieu!

Doch es gibt sprudelnde Alternativen, die oft nicht nur günstiger, sondern richtig gut sind. Wäre kein Wunder, würde so mancher diese mit Champagner verwechseln. Hier kommen die besten Varianten und ihre Geschichten.

1. Crémant 

Lange im Schatten des großen Bruders Champagner kommt Crémant immer öfter in die Gläser. Zu Recht! Er wird ebenso in Frankreich hergestellt und inzwischen auch "Perle der zweiten Reihe" genannt. Sein Name leitet sich vom Wort "cremeux" ab, was so viel wie cremig und weich bedeutet. Die Herstellungsmethode ist dieselbe wie bei Champagner, allerdings hat Crémant einen geringeren Druck in der Flasche und damit deutlich weniger Kohlensäure als Champagner. Dadurch ist auch die Säure nicht so stark ausgeprägt. Auch haben die Winzer mehr Auswahl bei der Traubensorte, von Chenin Blanc über Chardonnay und sogar Riesling dürfen verwendet werden. Zum Vergleich: Für Champagner kommen meist nur drei Traubensorten in Frage: Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. 1994 wurde durch diese Unterschiede die Abgrenzung zum Champagner geschaffen, zuvor verstand man unter dem Crémant ebenfalls einen Champagner. Da der Begriff nicht geschützt wurde, begannen schnell auch Winzer außerhalb der Champagne Crémant zu produzieren - etwa im Elsass, im Burgund oder im Languedoc. 

Château Rives Blanques

Blanquette de Limoux 2018 AOC

€ 13,89

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Blanc Foussy

Crémant de Loire Brut Cuvée Prestige 2019

€ 16,95

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Domaine Joseph Cattin

Crémant d'Alsace Brut

€ 10,32

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2. Winzersekt

Nicht nur veränderte Klimaverhältnisse, sondern auch die Nachfrage sorgt dafür, dass Winzer nicht nur Wein, sondern inzwischen auch gerne Schaumwein produzieren. Die Trauben müssen dabei zu 100 Prozent von den eigenen Reben stammen, meist sortenrein - also zum Beispiel Weißburgunder oder Riesling.

Allerdings kommen auch immer mehr Cuvées auf den Markt. Es ist das Pendant zu Frankreichs Champagner und Crémant und wird mit klassischer Flaschengärung hergestellt. In Österreich war Willi Bründlmayer aus Langenlois Vorreiter im Bereich Winzersekt, er startete damit bereits Ende der 1980er-Jahre. Bald taten es ihm viele nach, heute entstehen in sämtlichen Weinbaugebieten gute Sekte.

Bründlmayer

Brut Rosé

€ 24,95

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Loimer

Extra Brut

€ 23,48

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Schloss Gobelsburg

Brut Reserve

€ 21,89

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3. Prosecco

Die Unkenrufe tun dem Sprudel-Getränk nicht immer recht. Freilich, nicht alle Vertreter sind dem großen Vorbild Champagner nahe - aber es gibt durchaus einige gute Produzenten. Seit 2010 ist Prosecco eine Herkunftsbezeichnung für italienische Schaum- und Perlweine aus Venetien und Friaul-Julisch-Venetien. Die Auflagen für Anbaugebiet, Herstellungs- und Abfüllort wie auch Gebinde wurden 2009 verschärft. Im Juli 2019 wurde das Herkunftsgebiet unter dem Namen "Le Colline del Prosecco di Conegliano e Valdobbiadene" in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. 

Nino Franco

Prosecco Valdobbiadene Superiore Brut Rustico

€ 14,95

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Bosco del Merlo

Millesimato Prosecco Doc Brut

€ 8,90

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De Stefani

Rive di Refrontolo 2020 Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG Extra Brut Magnum

€ 34,89

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4. Cava

Auch die Spanier können Schaumwein, Cava ist eine der bekanntesten Vertreter der Region Katalonien und bei den prickelnden Alternativen zum Champagner auf dem Vormarsch. Auch Cava wird nach dem Flaschengärungsverfahren hergestellt, der Begriff bedeutet übersetzt Keller bzw. Kellerei - dort reift der edle Sprudel auch heran. Meist wird aus drei weißen Rebsorten gekeltert (Xarel-lo, Maca­beo, Parella­da) und je wärmer das Klima war, desto ausgeprägter sind die Fruchtaromen. Bei kühleren Jahrgängen steht meist Quitten-Aroma im Vordergrund. Ursprünglich wurde Cava nach dem großen Bruder Champagner benannt und als "Champán" bezeichnet. Erst als Spanien der EU beitrat, bestand Frankreich darauf, dass der Name verändert werde. 

Gramona

III Lustros Reserva Brut Nature

€ 32,35

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Don Román

Reserva Imperial

€ 20,89

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Castell De Vilarnau

Reserva Brut

€ 11,20

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5. Pétillant naturel

Für die Fortgeschrittenen der Sprudelwelt ist das eine Empfehlung, wenn auch noch nicht so bekannt. Diese Art des Schaumweins wurde vor einigen Jahren wiederentdeckt und durchläuft im Gegensatz zum Perl- und Schaumwein keine zweite Gärung, so entsteht die Kohlensäure auf natürliche Weise. Der Wein ist damit "natürlich perlend". Abgekürzt als Pet Nat bezeichnet, ist dies die neue Spielwiese vieler experimentierfreudiger Jungwinzer. Der Markt ist zwar klein, wächst aber kontinuierlich. 

Salomon Undhof

Riesling Brut Nature “Wolke für Zwei” Pet Nat 2019 Schaumwein

€ 20,48

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Karl Fritsch

Purist Pet Nat 2019

€ 16

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6. Sekte aus österreichischer Sektkellerei

Ebenfalls eine gute Alternative zum Champagner. Durch die Veredelung des Weins kommt es zur Perlage, oft werden bei Cuvées verschiedene Grundweine zusammengestellt. Durch so einen Verschnitt ist es möglich, die Eigenarten zu vereinen und zugleich über mehrere Jahre hinweg einen gleichbleibenden Geschmackseindruck zu erzeugen.

Szigeti

Grüner Veltliner

€ 9,99

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Schlumberger

Rosé Brut Klassik

€ 13,99

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Kattus

Grande Cuvée

€ 15,99

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Marlene Auer

Über Marlene Auer

Chefredakteurin KURIER-freizeit. War zuvor Chefredakteurin bei Falstaff und Horizont Österreich, werkte auch als Journalistin im Bereich Chronik und Innenpolitik bei Tages- und Wochenzeitungen. Studierte Qualitätsjournalismus. Liebt Medien, Nachrichten und die schönen Dinge des Lebens.

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