40 Euro für eine Tasse: Das ist der teuerste Kaffee der Welt

Was haben Beethoven und Elefanten mit Kaffee zu tun? Und warum verdanken wir eines unserer Lieblingsgetränke ausgerechnet einer Ziege?

Woher der Kaffee ursprünglich kommt

Was ein Fiaker ist, weiß man natürlich. Dass er aber auch eine österreichische Kaffee-Spezialität ist, wissen wahrscheinlich die wenigsten. Rund um eines der heimischen Lieblingsgetränke – jeder Österreicher trinkt durchschnittlich über 162 Liter Kaffee pro Jahr – ranken sich viele G’schichtln und Kuriositäten. 
So wurde der Kaffee der Legende nach von Ziegen „entdeckt“. Genau genommen war es ein Ziegenhirte Namens Kaldi im 9. Jahrhundert in Äthiopien. Nachdem er sah wie munter und aufgekratzt seine Ziegen wurden, nachdem sie die Kirschen von einem Kaffeebaum fraßen, probierte er sie einfach selbst. Von Äthiopien gelangte der Kaffee im 14. Jahrhundert nach Arabien. Der Rest ist Geschichte.   

Apropos Kirschen. An Kaffeebäumen oder Büschen wachsen rote Kirschen. Die Kaffeebohne ist der Samen, der sich in dieser Kirsche befindet. Die Kaffeekirsche selbst schmeckt herb-süß, der Geschmack erinnert an Honig, Pfirsich und Wassermelonen. Geläufig sind eigentlich nur zwei Kaffeesorten: Arabica und Robusta. Diese beiden Sorten werden normalerweise für die Kaffeeproduktion verwendet. In der Gattung Kaffee (botanisch Coffea) gibt es aber insgesamt etwa 124 Arten. 

Über Ludwig van Beethoven wird erzählt, dass er ein ganz besonders Morgenritual hatte. So soll er morgendlich exakt 60 Kaffeebohnen abgezählt haben, um damit seinen Kaffee zuzubereiten. Komponisten sind zwar nicht unter den Top-10, aber der  Kaffeekonsum ist laut verschiedenen Studien abhängig vom Beruf. So sind die Top-Kaffeetrinker Journalisten, gefolgt von Polizisten und Lehrern.

Zum Schluss noch etwas Tierisches. Der Kopi Luwak, auch Katzen-Kaffee genannt, galt lange Zeit als teuerster und exklusivster Kaffee der Welt. Er entsteht dadurch, indem man der indonesischen Schleichkatze Kaffeekirschen zu fressen gibt. Diese werden von ihr verdaut und wieder ausgeschieden. Aus dem Kot der Schleichkatze werden die unverdaulichen Kaffeebohnen herausgesucht. Doch es gibt mittlerweile etwas noch exklusiveres: den Black Ivory Coffee aus Thailand. Die Herstellungsweise ist ähnlich dem Kopi Luwak, nur werden dafür Elefanten eingesetzt. Der auf diese Weise entstandene Kaffee wird exklusiv an die asiatische Anantara-Hotelkette verkauft. Für ca. 40 Euro pro Tasse ist er ausschließlich in fünf Hotels auf den Malediven und in Thailand erhältlich. 
Übrigens: Ein Fiaker ist ein großer Mokka mit einem Schuss Rum oder Sliwowitz in einem Glas serviert.

Kommentare