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Jane Campion ist Oscar-Favoritin: Enges Rennen unter den Finalisten

Mit zwölf Nominierungen ist Jane Campion mit "The Power of the Dog“ die Favoritin. Doch sie hat starke Konkurrenz.

Mit zwölf Nominierungen für ihren queeren Western „The Power of the Dog“ mit Benedict Cumberbatch als Cowboy liegt die neuseeländische Regisseurin Jane Campion im Spitzenfeld. Dass sie den Oscar für die beste Regie bekommt, scheint eine ausgemachte Sache zu sein. In der Kategorie „Bester Film“ aber erhält sie starke Konkurrenz von „Coda“ , einem Coming-of-Age-Film der Regisseurin Siân Heder: Die Geschichte eines Mädchens, das als Einzige ihrer Familie nicht gehörlos ist, könnte unter den Academy-Mitgliedern auf großen Zuspruch stoßen.

Sollte Jane Campion in der Kategorie „Bester Film“ gewinnen, wäre das ein großer Triumph für Netflix. Der Streaminganbieter geht mit 27 Nominierungen an den Start; neben Campions „The Power of the Dog“ ist u. a. auch Adam McKays Apokalypse-Satire „Don’t Look Up“ mit vier Nominierungen im Rennen.

Netflix hat die große Chance, erstmals einen Oscar für „Bester Film“ zu gewinnen.

Ebenfalls im Endspiel um die Trophäe für „Bester Film“ sind Kenneth Branaghs Kindheitserinnerungen „Belfast“, das Sci-Fi-Epos „Dune“, Guillermo del Toros „Nightmare Alley“, Paul Thomas Andersons „Licorice Pizza“ und Steven Spielbergs „Westside Story“.

Große Oscar-Chancen: Will Smith als „King Richard“ (li.)

©Constantin

Starke Rollen

Unter den Schauspielern liegt Will Smith in seiner Rolle als Tennis-Vater „King Richard“ im Spitzenfeld.

Bei den Schauspielerinnen hat Jessica Chastain große Chancen, für ihre Rolle als christliche Sängerin in „The Eyes of Tammy Faye“ ihre Konkurrentinnen Nicole Kidman („Being the Ricardos“) und Kristen Stewart („Spencer“) aus dem Rennen zu werfen.

Aber auch Olivia Colman als Puppendiebin in Maggie Gyllenhaals „The Lost Daughter“ und Penélope Cruz in Almodóvars „Parallele Mütter“ sind nominiert und stark im Bewerb.

In der Kategorie Animationsfilm ist Disneys „Encanto“ der Favorit. Und als bester internationaler Film hat der japanische Regisseur Ryūsuke Hamaguchi mit seiner Murakami-Verfilmung „Drive My Car“ die besten Chancen.

Alexandra Seibel

Über Alexandra Seibel

Alexandra Seibel schreibt über Film, wenn sie nicht gerade im Kino sitzt.

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