Soll der Zick-Zack-Scheitel ein Comeback feiern?

Sandra Keplinger

von Sandra Keplinger

Das 90er-Revival brachte uns Crop-Tops und Buffalos zurück. Doch was ist mit dem Zick-Zack-Scheitel?

War man Teenager in den 90ern, gehörte es zu den aboluten Hair Goals, sich einen komplizierten Scheitel in zackiger Form zu ziehen. Schließlich trugen ihn Mel B, Christina Aguilera und Gwen Stefani. Man stand also stundenlang vor dem Spiegel und versuchte, mit mangelhafter Technik einer großen Haarstyling-Kunst Herr zu werden. Man darf nicht vergessen: Damals gab es weder Youtube-Tutorials noch Instagram. Sah man einen Trend in einer Zeitschrift, war das die einzige Vorlage - und entsprechend verhunzt sah das Ergebnis aus. 

Eigentlich ist es verwunderlich, dass der Zick-Zack-Scheitel in den letzten Jahren kein großes Comeback feierte. Wenn in Brauntönen gehaltenes Makeup ohne jegliches Rouge dank Kylie Jenner zurück ist, so sollte es doch eigentlich auch dieser Frisuren-Trend sein..?

Topmodel Bella Hadid versuchte es vor Kurzem - und polarisiert damit auf Instagram. 

"Du siehst aus wie 44", kommentierte ein "charmanter" User darunter. Andere posteten nur ein Flammen-Emoji (=hot). 

Hot also. Nun ja.

Es gibt zwei große Haken bei diesem Look: Zum einen muss man dafür absolut perfektionistisch veranlagt und geduldig sein. Ist der Zacken schief, ründlich oder das Haar nicht perfekt geglättet, sieht er eher wie ein Unfall aus. Außerdem muss man die Haare an den Kopf klatschen, damit der Scheitel überhaupt zum Vorschein kommt. Auch das ist eher aus der Mode, wo doch alle auf der ewigen Jagd nach Volumen zu sein scheinen. 

Auch Hair-Brands wie Sassoon versuchen dem Trend wieder Leben einzuhauchen. Geworben wird mit dem Satz: "Präzision, Freude am gemeinsamen Schaffen und eine unbändige Kreativität." Und hier liegt irgendwie auch die Krux.

Fazit: Wird der Look von Profis gestylt, kann er wirklich ein Hingucker sein, der Nostalgie versprüht. Privat sollte man lieber die Finger davon lassen, denn ein "Bad Hair Day" ist vorprogrammiert.

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Im Format "Unpopular Opinion" kommentieren Redakteure der freizeit aktuelle Themen und bieten einen etwas anderen Blick auf die Dinge - ganz abseits von Mainstream-Meinungen.

Sandra Keplinger

Über Sandra Keplinger

Sandra Keplinger ist Digital Pruducer bei freizeit.at, dem Digitalportal der KURIER freizeit. Die gelernte Fotografin liebt alle Themen rund um Ästhetik. Sie arbeitete als Foto- und Modechefin beim WIENER, schrieb über Mode und Beauty in der DIVA und war zuletzt CvD bei Falstaff LIVING.

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