Präsident Macron und die Renaissance der behaarten Männerbrust

Glatt oder Naturpelz: Wie sieht die perfekte Männerbrust aus? Die Meinungen dazu gehen stark auseinander.

Oh là là. Was in der heimischen Politszene unvorstellbar scheint, könnte in Frankreich nun sogar für die eine oder andere entscheidende Wähler(innen)stimme gesorgt haben. Knapp vor dem Stichtag am vergangenen Sonntag ging der schwächelnde Emmanuel Macron in die Charme-Offensive und präsentierte sich auf Instagram in lässiger Pose mit halb aufgeknöpftem Hemd, das den Blick auf seine unrasierte Brust frei gab. Mon dieu, Monsieur le Président im Naturpelz – logisch, dass das Bild (aufgenommen von seiner Haus- und Hoffotografin Soazig de la Moissonnière) sofort viral ging. Und eine haarige Uralt-Debatte wieder aufwärmte.

Denn zuletzt schien der Tom-Selleck-Gedächtnislook aus der Mode gekommen: Zu sehr hat sich die Generation Social Media an den Anblick von glatter Haut à la Harry Styles gewöhnt und investiert – ob männlich oder weiblich – Unsummen in die Entfernung diverser Körperhaare.

In Folge der Macronschen Enthüllung befassten sich nun selbst grundseriöse Medien wie der britische Guardian mit der Frage, ob die Renaissance der männlichen Brustbehaarung bevorstehen könnte. Und ob das gut oder schlecht ist.

Im Freundinnenkreis gehen die Meinungen dazu jedenfalls weit auseinander. Während es für die einen gar nicht glatt genug sein kann, haben andere lieber etwas zu kraulen. „Zu viel ist schlecht, zu wenig auch“, findet Freundin T. „Die perfekte Brustbehaarung hat sowieso nur einer: Robbie Williams.“

Wo sich dann doch alle einig waren: Der Trend zu mehr Natürlichkeit und Body Positivity kann sich gerne durchsetzen. Der Trend zum Oben-ohne-Politikerfoto im Wahlkampf bleibt uns hierzulande aber hoffentlich erspart.

Julia Pfligl

Über Julia Pfligl

Seit 2014 beim KURIER, Ressort Lebensart

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