Mut zum Hut: Diese Kopfbedeckungen sind die Mode-Must-haves 2022

Immer mehr Designer finden Gefallen an der Kreation von Kopfbedeckungen. Chanel gibt nun den neuesten Trend vor.

Wer an UV-Schutz denkt, hat zunächst nur Sonnencreme im Sinn. Dass Kleidung und Hüte den zuverlässigsten Schutz bieten, wird oft vergessen. Bei den gerade herrschenden hochsommerlichen Temperaturen freut es vielleicht umso mehr, dass Designer Kopfbedeckungen wieder für sich entdeckt haben.

Mit (dem richtigen) Hut ist man also wieder angesagt, genauso wie mit Kopftüchern, die ebenfalls vermehrt am Laufsteg zu bewundern sind. So wie bei Versace: Hier wurden Models wie Gigi Hadid Tücher in grellen Farben verpasst. Modisch thematisiert wurden sie erstmals in den Fünfzigerjahren, als Kinostars wie Audrey Hepburn Seidentücher als modische Statements verwendeten. Gebunden wurden die luftigen Stoffe unter dem Kinn oder im Nacken. Davor sah man die zum Dreieck gefalteten Tücher meist nur bei Arbeiterinnen, die sich damit vor Sonne und Schweißperlen schützten.

Versace

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Luxuskappen

Nichts geht ohne Baseball-Kapperl

Auf eine etwas jüngere Modegeschichte sieht man bei Baseballkappen zurück, die seit einigen Saisonen als Fashion-Must-have gelten und nun vorwiegend von Frauen auch zu Kleidern und eleganten Outfits getragen werden. Lady Diana machte den lockeren Look mit Jeans und Baseballcap schon in den Neunzigern kurzzeitig hip.

Für den derzeitigen Hype ist Raf Simons mit seiner gefeierten Sommerkollektion 2021 für Celine verantwortlich, der die Kappe aus der Fashion-Versenkung holte. Etwa 300 Euro sind für seine Luxus-Kapperl zu berappen, die Prominente wie Hailey Bieber ausführen. Erfunden wurden sie übrigens 1894. Baseballer spielten mit Strohhüten, bis sich die New York Yankees bei einem Spiel plötzlich mit steifen Kappen präsentierten – die Vorreiter der heutigen Base-Caps.

Celine

©Celine.com

Fischerhut bleibt diesen Sommer noch

Eine Hutvariation, die ihren Fashion-Zenit beinahe überschritten hat, ist der Fischerhut. Seit etwa drei Jahren ist die Kopfbedeckung mit nach unten gestülpter Krempe nicht mehr Anglern alleine vorbehalten – Marken wie Loewe und Prada machten sie zum Luxusgut. Derzeit sind sie vor allem in gehäkelten Varianten an Modefans zu finden.

Trendesetter Jacquemus macht's vor: Hut Le Bob Artichaut um 100 Euro

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Gehäkelter Bucket Hat von Prada um 600 Euro

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Fendi: In der aktuellen Männerkollektion trugen beinahe alle Models am Catwalk Kopfbedeckung

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Cowboyhüte

Den neuesten und vielversprechendsten Hut-Trend gab das Luxushaus Chanel bei dessen Haute-Couture-Schau vor wenigen Tagen vor. Neben Cowboystiefeln waren die Models in Cowboyhüten aus Tweed zu sehen. Sie fallen etwas kleiner aus als die Exemplare im Wilden Westen und sind damit alltagstauglicher und graziler.

Aber egal, ob Cowboyhut oder Baseballkappe – im Sommer sind die Schattenspender sowieso mehr als ein Mode-Statement.

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Christina Michlits

Über Christina Michlits

Hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nach Kennenlernen des Redaktionsalltags bei Profil und IQ Style, ging es unter anderem zu Volume und dem BKF. Seit 2010 bei KURIER für die Ressorts Lebensart und Freizeit tätig.

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